04. Februar 2021 / 18:29 Uhr

Mammut-Programm nach Quarantäne: Grizzlys-Goalie Strahlmeier sieht's entspannt

Mammut-Programm nach Quarantäne: Grizzlys-Goalie Strahlmeier sieht's entspannt

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Viel zu tun nach der Corona-Quarantäne: Auf Goalie Dustin Strahlmeier und die Grizzlys Wolfsburg wartet ein Mammut-Programm.
Viel zu tun nach der Corona-Quarantäne: Auf Goalie Dustin Strahlmeier und die Grizzlys Wolfsburg wartet ein Mammut-Programm. © Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH
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Am Freitag können die Grizzlys Wolfsburg voraussichtlich wieder aufs Eis und nach häuslicher Quarantäne das Training aufnehmen. Darauf und auf die Rückkehr in den Spielbetrieb freut sich auch Grizzlys-Goalie Dustin Strahlmeier - obwohl ein Mammut-Programm bevorsteht.

Die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg stehen nach zwei positiven Corona-Fällen im Team und vier Tagen häuslicher Quarantäne vor der Rückkehr aufs Eis. Auch Goalie Dustin Strahlmeier freut sich darauf, weiterzumachen - und will trotz der Umstände möglichst den Schwung vom 6:4-Erfolg gegen die Eisbären Berlin am Sonntag mitnehmen und auch im ersten von zwei Nachholspielen am Montag (19.30 Uhr) gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven dreifach punkten.

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Ohne die Unterbrechung samt verschobener Spiele wäre das sicher leichter gefallen, Wolfsburgs Schlussmann betont aber: "Für mich ist es die talentierteste Mannschaft, mit der ich zusammengespielt habe. Im letzten Spiel haben wir vielleicht den Bann gebrochen, dass der Puck nicht reingehen wollte, hinten geben wir nicht viel her." In der Tat hatten sich die Grizzlys schon vor dem Berlin-Spiel defensiv deutlich verbessert gezeigt, lediglich die Tor-Ausbeute ließ zu wünschen übrig.

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Goalies sitzen nicht nah beisammen

Das Zusammenspiel zwischen Defensive und Torhütern funktioniere mittlerweile besser, so Strahlmeier: "Die Verteidiger verlassen sich auf die Goalies und umgekehrt. Da entsteht ein Flow, es harmoniert - und das hat Zeit gebraucht." Und: "Auch die Stürmer gehören dazu. Es muss stimmen, gerade gegen technisch starke Mannschaften, die den Puck viel laufen lassen." Wie die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, die am Montag in Wolfsburg zu Gast sind.

Strahlmeier war im Sommer von den Schwenninger Wild Wings an den Allersee gewechselt, feierte mit einem Shutout beim 1:0 im Penaltyschießen gegen die Eisbären einen Einstand nach Maß. Der zweite Einsatz gegen die Kölner Haie endete derweil mit fünf Gegentoren (4:5 nach Penaltyschießen) - der Start des 28-Jährigen hatte Aufs und Abs.

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Eine gewisse Umstellung musste der gebürtige Gelsenkirchener zudem ebenfalls mitmachen. "In Schwenningen war ich es gewohnt, jedes Spiel zu machen. Der Wechsel-Rhythmus ist nun komplett anders", so Strahlmeier, der ein Tandem mit Chet Pickard bildet. Interessant: Die beiden Goalies sitzen in der Kabine zwar nah beisammen, aber nicht so nah wie sonst üblich - "damit einer den anderen nicht ansteckt, falls er krank wird."

Genug Sport-Geräte zu Hause

Die vergangenen Tage verbrachte Strahlmeier wie seine Teamkollegen zu Hause. "Quarantäne ist schon etwas anderes, wenn man fit ist. Wenn man krank ist, hat man ja noch die Gelegenheit, sich auszukurieren, so ist die Energie aber da", erklärt der Torhüter. "Ich habe zum Glück ein paar Sachen, um Sport zu machen, Gewichte, Bälle, Bänder."

Die Rückkehr aufs Eis kann trotzdem nicht früh genug kommen. Dass die Grizzlys ab der kommenden Woche ein Mammut-Programm mit fünf Spielen in elf Tagen erwartet, sieht Strahlmeier aber entspannt: "Ich habe mich immer gut gefühlt, wenn viele Spiele hintereinander waren. Training ist Arbeit, spielen ist Spaß - und wenn der da ist, fällt alles leichter."

Die Freude am Spielen könnte auch am Montag der Knackpunkt werden, wenn mit Bremerhaven ein Top-Team zu Gast ist. "In der Gruppe nehmen sich die Teams nicht viel, aber nach dem Sieg gegen Berlin dürften die Pinguins der richtige Gegner sein", glaubt Strahlmeier. "Bremerhaven spielt seit Jahren konstant, agiert eher offensiv. Wenn wir defensiv so weitermachen, verlieren sie vielleicht ein wenig den Spaß daran."

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