13. November 2021 / 16:01 Uhr

Mammutprogramm nach Leipzig-Pleite: Recken zu Gast bei Rekordmeister Kiel

Mammutprogramm nach Leipzig-Pleite: Recken zu Gast bei Rekordmeister Kiel

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bei den Recken um Martin Hanne (im Bild) läuft es aktuell nicht rund.
Bei den Recken um Martin Hanne (im Bild) läuft es aktuell nicht rund. © imago images/Oliver Vogler
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Die Leistung der TSV Hannover-Burgdorf gegen Leipzig war schlecht und die nächsten Gegner der Recken haben es in sich. Am Sonntag (14 Uhr) ist das Team von Christian Prokop zunächst bei Rekordmeister THW Kiel zu Gast - und muss sich dringend steigern.

Die Recken drohen in eine Herbstdepression zu schlittern. Nach der mehr als tristen Vorstellung in Leipzig, verbunden mit einer deutlichen 25:32-Pleite, droht am Sonntag (14 Uhr) sozusagen weiterer Niederschlag.

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Ausgerechnet gegen den Rekordmeister

Ausgerechnet bei Rekordmeister THW Kiel steht das nächste Auswärtsspiel an. „Das macht die Aufgabe für uns natürlich nicht leichter. Langsam müssen wir ein bisschen auf der Hut sein“, sagte Bastian Roscheck.

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Roscheck "sauer und enttäuscht"

Der Recken-Abwehrspezialist war am Freitag noch „sauer und enttäuscht“ nach dem schwachen Auftritt der TSV Hannover-Burgdorf. Roscheck war besonders herzlich empfangen worden nach acht Jahren, die er beim SC DHfK gespielt hat.

Auf dem Feld zeigten sich die Gastgeber aber noch emotionaler, vor allem hatten sie sofort Zugriff. Bis zum 9:9 hielten die Recken noch mit, dann gelang ihnen phasenweise erschreckend wenig. „Bei uns haben überall ein paar Prozentpunkte gefehlt, da waren viele kleine Dinge, die nicht gepasst haben“, räumte Roscheck ein.

In der Abwehr zu viele Lücken, im Angriff zu monoton und damit durchschaubar – die TSV machte es den Gastgebern leicht. „Hannover hatte keine Chance. Für Leipzig war es das Spiel des Jahres. André Haber hat seine Mannschaft heute sehr gut auf den Gegner eingestellt. Hannover konnte dem nichts entgegensetzen“, stellte Sky-Experte Stefan Kretzschmar fest.

"Daran habe ich auch wirklich zu knapsen

Nach dem Wechsel wurde es noch schlechter, die Recken trudelten wie Herbstlaub zu Boden. Roscheck war wie die anderen schnell in der Kabine verschwunden. „Ich hab noch nicht auf alles eine Antwort“, stellte der 30-Jährige fest, „daran habe ich auch wirklich zu knapsen. Dabei hätten uns diese Punkte so gut getan.“


Das ist der Spielplan der Recken der TSV Hannover-Burgdorf in der HBL-Saison 2021/22

<b>14. Spieltag:</b> TuS Nettelstedt-Lübbecke (H), Sonntag, 5. Dezember, 16 Uhr Zur Galerie
14. Spieltag: TuS Nettelstedt-Lübbecke (H), Sonntag, 5. Dezember, 16 Uhr ©

Pevnov muss weiter zuschauen

Das sah Kreisläufer Evgeni Pevnov ebenso. Er wird auch in Kiel noch nicht helfen können. Der 31-Jährige sah die Leipzig-Partie am Bildschirm und litt doppelt, dass er nach einem langwierigen Muskelfaserriss im Oberschenkel nicht Hand mit anlegen konnte. „Jeder muss sich jetzt an die eigene Nase fassen. Das war auf vielen Ebenen nicht so gut“, sagte Pevnov.

Mit der Leistung von Leipzig werden die Recken in Kiel nicht viel ausrichten können – und dann kommt Vizemeister Flensburg-Handewitt als nächster Gegner. „Wir müssen alle eine Schippe drauflegen, damit wir in Kiel nicht mit Pauken und Trompeten untergehen“, betont Pevnov.

Auch in Kiel läuft es nicht rund

Auch bei den Kielern läuft es alles andere als gut, sie bezwangen den Bergischen HC mühevoll mit 24:23 und haben sechs Punkte Rückstand auf den SC Magdeburg. „Der THW hat für mich den besten Kader der Bundesliga. Dass die Kieler Probleme haben, kommt ja eher selten vor“, so Roscheck.

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Klare Worte von Roscheck

Ist also womöglich sogar etwas drin in Kiel mit einer entsprechenden Reaktion auf diesen schwachen Auftritt? „Die Liga ist zwar verrückt“, sagt Roscheck, „aber auf diesem Level brauchen wir in Kiel auf nichts zu hoffen.“ Aus einem trüben Herbst droht für die Recken ein langer, dunkler Winter zu werden.