22. August 2019 / 08:25 Uhr

Der Schnäppchenjäger: So günstig hat 96-Manager Schlaudraff eingekauft

Der Schnäppchenjäger: So günstig hat 96-Manager Schlaudraff eingekauft

Tobias Manzke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Emil Hansson und Jannes Horn bekam Jan Schlaudraff für kleines Geld.
Emil Hansson und Jannes Horn bekam Jan Schlaudraff für kleines Geld. © Florian Petrow / Hannover 96
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Eine erste Zwischenbilanz der noch jungen Amtszeit von Jan Schlaudraff als Manager von Hannover 96 zeigt: Der Ex-Profi ist offenbar kein leichter Verhandlungspartner. Die sieben Neuzugänge bekam er alle zum Schnäppchenpreis, die Einnahmen vom Walace-Transfer wurden noch nicht reinvestiert.

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Mit Emil Hansson (Feyenoord Rotterdam) und Jannes Horn (Köln) hat 96 in den vergangenen Tagen einen Doppelpack verpflichtet. Und die Kaderplanungen vor dem Transferschluss am 2. September sind noch nicht abgeschlossen.

Intern genießt ein Sechser oder Achter höchste Priorität, weil nach der Verletzung von Talent Niklas Tarnat nur Edgar Prib und Kapitän Marvin Bakalorz für die Schaltzentrale übrig geblieben sind. Heißester Kandidat bleibt Kölns Salih Özcan (21), der sich im zentralen Mittelfeld am wohlsten fühlt.

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Dennis Aogo (vereinslos -> Hannover 96) ©
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Hansson und Horn von Fossum-Geld geholt

Wer auch immer noch bis zum Transferschluss kommen mag, 96 muss weiterhin kreativ sein. Jeder Euro will wohlüberlegt investiert werden. So ist das Geld aus dem Verkauf von Walace (für 6 Millionen nach Italien zu Udinese Calcio) bisher nicht in Neuverpflichtungen geflossen – und es ist auch fraglich, ob es das noch wird. „Die Transfers von Hansson und Horn haben wir aus dem Verkauf von Iver Fossum gestemmt“, bestätigt Sportdirektor Jan Schlaudraff auf Nachfrage.

Der Norweger war für rund eine halbe Million Euro zu Aalborg BK gewechselt – verkaufen die Dänen Fossum weiter, soll 96 daran beteiligt sein. Das Geld für den Mittelfeldmann ist umgehend investiert worden. Hansson kam aus Rotterdam – übrigens für eine weit geringere Summe als bisher angenommen: Der Flügelspieler kostete deutlich unter einer halben Million Euro, die Leihgebühr von Horn liegt in einem niedrigen sechsstelligen Bereich.

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Joselu: 8,00 Milionen zu Stoke City (2014). © imago:

Spülen Esser und Co. noch Geld in die Kasse?

Schlaudraff shoppt zum Schnäppchenpreis – und wird auch in den kommenden Tagen Ausschau nach Angeboten im Transferfenster-Schlussverkauf halten. Der ein oder andere Bundesliga-Spieler hat vielleicht keine Lust auf die Erstligatribüne, sondern mehr auf Zweitligarasen.

Gut möglich, dass auch noch Geld in die 96-Kasse kommt. Mit Horn hat der Klub neben Miiko Albornoz und Matthias Ostrzolek zwei weitere Linksverteidiger im Kader. Bei Angeboten für die beiden Letztgenannten würde sich 96 nicht querstellen, zumal deren Verträge auch jeweils nur noch ein Jahr laufen. Auch für Torwart Michael Esser bleibt nicht mehr viel Zeit, die 96-Bank gegen ein anderes Tor einzutauschen. Denkbar, dass in den letzten Tagen noch ein Fenster für ihn aufgeht.

Wohl kein Abnehmer für Jonathas

Geschlossen bleiben wird es wohl für Jonathas. Der Brasilianer scheint nach wie vor nicht vermittelbar, schreckt vor allem wegen seines hohen Gehalts (2 Millionen Euro) ab. Ihn wird 96 nach jetzigem Stand behalten müssen.

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