22. Juli 2020 / 12:26 Uhr

DOSB-Chef Alfons Hörmann kritisiert CAS-Urteil zu Manchester City: "Ein Schlag ins Gesicht"

DOSB-Chef Alfons Hörmann kritisiert CAS-Urteil zu Manchester City: "Ein Schlag ins Gesicht"

Sebastian Harfst
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat das Urteil des Sportgerichtshofs CAS im Fall Manchester City kritisiert.
DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat das Urteil des Sportgerichtshofs CAS im Fall Manchester City kritisiert. © imago images/Kadir Caliskan
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Alfons Hörmann hat die Aufhebung der Europapokal-Sperre von Manchester City durch den Internationalen Sportgerichtshof hart kritisiert. Der Präsident des DOSB spricht gar von "gekauftem" Sport.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat mit deutlicher Kritik auf das CAS-Urteil im Fall von Manchester City reagiert. "Nach allem, was mir an Informationen vorliegt, ist das ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die um die Fairness im Sport kämpfen. Das ist nicht das, was ich als Idealbild für die Zukunft des Sports sehe. Das ist ein gekaufter Sport. Solch eine Entwicklung, die jetzt leider sogar von Gerichtsseite bestätigt wurde, findet keine Akzeptanz in der Gesellschaft", sagte der höchste deutsche Sport-Funktionär im Gespräch mit dem SPORTBUZZER.

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In der vergangenen Woche hatte der Internationale Sportgerichtshof eine dem englischen Klub durch die UEFA auferlegte Europapokal-Sperre von zwei Jahren aufgehoben und eine Geldstrafe von 30 Millionen auf zehn Millionen Euro reduziert. Als Begründung für seine Entscheidung führte der CAS an, dass die Beweise unzureichend oder die Taten verjährt seien. Dem Spitzenklub aus der Premier League war vorgeworfen worden, gegen die Regeln des Financial Fairplay verstoßen zu haben. Englands Vizemeister hatte dies stets zurückgewiesen.

Internationale Pressestimmen zum Manchester-City-Urteil des CAS

Manchester City konnte den zweijährigen Ausschluss aus dem Europapokal vor dem CAS noch abwenden. Der <b>SPORT</b>BUZZER hat die Reaktionen der internationalen Presse zusammengefasst. Zur Galerie
Manchester City konnte den zweijährigen Ausschluss aus dem Europapokal vor dem CAS noch abwenden. Der SPORTBUZZER hat die Reaktionen der internationalen Presse zusammengefasst. © Screenshots

Grundlage des Verfahrens waren Ermittlungen der UEFA-Finanzinspektoren, nach denen ManCity zwischen 2012 und 2016 Sponsoreneinkünfte weit über Gebühr bewertet haben soll. Gelder, die als Einnahmen durch Sponsoren aus Abu Dhabi deklariert wurden, sollen in Wirklichkeit von Klub-Besitzer Scheich Mansour gezahlt worden sein. Durch die Aufhebung der Sperre kann Manchester auch in der kommenden Saison in der Champions League antreten.