09. Oktober 2020 / 17:04 Uhr

ManCity-Profi Ilkay Gündogan warnt nach Corona-Erkrankung: "Mit diesem Virus ist nicht zu scherzen"

ManCity-Profi Ilkay Gündogan warnt nach Corona-Erkrankung: "Mit diesem Virus ist nicht zu scherzen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Ilkay Gündogan hatte mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen.
Ilkay Gündogan hatte mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen. © imago images/Eibner
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Im aktuellen DFB-Aufgebot für das anstehende Spiel in der Nations League gegen die Ukraine fehlt Ilkay Gündogan. Der Grund: Der 29-Jährige befand sich nach einem positiven Corona-Test zuletzt in Quarantäne, kam nur schwer wieder auf die Beine. Nun spricht der Star von Manchester City über seine Erkrankung.

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Ilkay Gündogan wird der deutschen Nationalmannschaft fehlen, wenn es am Samstag (20.45/ARD) in der Nations League in der Ukraine ins dritte Gruppenspiel geht. Der 29-Jährige steht nicht im Aufgebot von Joachim Löw, nachdem er sich als erster A-Nationalspieler mit dem Coronavirus infizierte und sich anschließend in Quarantäne begab. Inzwischen sei Gündogan zwar wieder fit und könne nach negativen Testergebnissen bereits am Mannschaftstraining von Manchester City teilnehmen, spurlos ging die Erkrankung am Mittelfeldstar des Premier-League-Vizemeisters jedoch nicht vorbei, wie er verriet.

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"Zwischenzeitlich hatte es mich schon stark getroffen gehabt. Ich hatte zuerst Gliederschmerzen. Anschließend war ich total schlapp und auch mein Geschmackssinn war komplett weg. Ich habe mich wirklich gar nicht gut gefühlt und ich war einige Zeit nur im Bett gelegen", skizzierte Gündogan den Verlauf der Krankheit. Der zentrale Mittelfeldmann habe mit den Folgen des Virus über einen längeren Zeitraum zu kämpfen gehabt. "Erst nach etlichen Tagen ging es mir nach und nach besser. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht erinnern, wann es mich bei einem Infekt zuletzt mal so getroffen hatte", stellte der Nationalspieler die Corona-Infektion als besonders hartnäckig heraus.

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Der Profi von Manchester City warnte davor, dass Coronavirus zu unterschätzen. "Mit diesem Virus ist einfach nicht zu scherzen", stellte der 29-Jährige klar. Man müsse es aufgrund der aktuellen Zahlen wieder viel ernster nehmen. In sozialen Medien hätten einige Nutzer kommentiert, er würde "zu Hause chillen und dann wieder trainieren", so Gündogan. "Alles, was ich zu diesen Leuten nur sagen kann, ist: Nein! Unglücklicherweise war das kein Vergnügen."

Wo er sich mit dem Coronavirus angesteckt habe, könne er sich nicht erklären, berichtete er. "Ich halte mich an alle Regeln, aber komplett ausschließen kann man es leider nie, egal wie vorsichtig man ist", so Gündogan. "Andere haben möglicherweise gar keine Symptome, sind aber trotzdem positiv und infizieren somit weitere Mitmenschen."

Gündogan fordert verantwortungsbewussten Umgang

Als Leistungssportler gehöre er nicht zur Risikogruppe, betonte der Mittelfeldspieler, als Person der Öffentlichkeit wolle er aber warnen. Der Nationalspieler forderte dazu auf, sich an die derzeit geltenden Regeln zu halten. "Abstände einhalten und vor allem eine Maske tragen", mahnte Gündogan, der bei den anstehenden DFB-Länderspielen in der Nations League nicht dabei ist. Er solle sich bei seinem Klub Manchester City weiter auskurieren, hatte der DFB mitgeteilt. "Es gibt Millionen von Menschen, die gefährdet sind. Jeder Mensch muss daher seiner Verantwortung gerecht werden, auch wenn man selbst vielleicht nicht stärker gefährdet ist."

Für die DFB-Auswahl geht es im dritten Gruppenspiel um den ersten Erfolg in der diesjährigen Auflage der Nations League. Gegen Spanien und die Schweiz kam die Mannschaft von Joachim Löw jeweils nicht über ein 1:1 hinaus. Gegen die Ukraine soll nun der Sieg gelingen. Dabei dürfen sich die Deutschen über eine große Kulisse freuen. 20.000 Zuschauer werden im Olimpijskyi Stadion in der Ukraine dabei sein.