14. Februar 2020 / 19:41 Uhr

Hammer-Strafe: UEFA verbannt Manchester City für zwei Jahre aus der Champions League

Hammer-Strafe: UEFA verbannt Manchester City für zwei Jahre aus der Champions League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manchester City wird für zwei Jahre aus der Champions League verbannt.
Manchester City wird für zwei Jahre aus der Champions League verbannt. © imago images/PA Images
Anzeige

Wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay hat die UEFA nun knallhart durchgegriffen: Manchester City wird für zwei Jahre aus der Champions League ausgeschlossen - und muss eine hohe Geldstrafe zahlen.

Anzeige
Anzeige

Knallharte Strafe gegen Manchester City: Der englische Meister ist wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay für die kommenden zwei Spielzeiten aus der Champions League ausgeschlossen worden. Der Klub von Trainer Pep Guardiola muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Euro zahlen, teilte die Europäische Fußball-Union am Freitag mit.

Mehr vom SPORTBUZZER

"Manchester City ist enttäuscht, aber nicht überrascht von der heute bekanntgegebenen Entscheidung der UEFA-Kammer", teilte der Klub Augenblicke nach der UEFA-Meldung mit. Der Klub habe immer damit gerechnet, letztlich einen unabhängigen Körper und Prozess hinzuziehen zu müssen, "um unwiderlegbare Beweise zur Unterstützung seiner Position unparteiisch zu prüfen", hieß es weiter.

ManCity kündigt CAS-Verfahren an: "UEFA-Prozess war fehlerhaft und durchweg geleakt"

Der Klub von Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola, der sich am Freitag in einem Sky-Interview ungewöhnlich offen mit einer möglichen Entlassung bei einem Ausscheiden in dieser Champions-League-Saison befasste, kündigte unmittelbare Konsequenzen an. ManCity schiebt die Schuld auf die UEFA. "Im Dezember 2018 gab der UEFA-Ermittlungsleiter öffentlich eine Vorschau auf das Urteil und die Sanktionen, mit denen er ManCity belegen würde, bevor eine Untersuchung überhaupt erst begonnen hat", schrieb der Klub in der Pressemitteilung. "Der darauffolgende, fehlerhafte und durchweg geleakte UEFA-Prozess, den er (der Ermittler, d. Red.) überwachte, hat dazu geführt, dass es wenig Zweifel am Ausgang des Ergebnisses geben konnte."

Eine von Manchester hinterlegte Beschwerde bei der Disziplinarkommission der UEFA war die Folge. "Einfach ausgedrückt handelt es sich um einen von der UEFA eingeleiteten, von der UEFA verfolgten und von der UEFA beurteilten Fall", so der Klub weiter. "Nach Abschluss dieses vorurteilsbehafteten Verfahrens wird der Klub so schnell wie möglich ein unparteiisches Urteil verfolgen und daher in erster Instanz zum frühestmöglichen Zeitpunkt ein Verfahren beim CAS einleiten."

Von 2010 bis 2019: Die besten Transfers des Jahrzehnts

Welcher Transfer war im zurückliegenden Jahrzehnt der beste? Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die 25 erfolgreichsten Spieler-Wechsel in Europas Top-Ligen.  Zur Galerie
Welcher Transfer war im zurückliegenden Jahrzehnt der beste? Der SPORTBUZZER zeigt die 25 erfolgreichsten Spieler-Wechsel in Europas Top-Ligen.  ©

Untersuchungen gegen ManCity nach Football-Leaks-Enthüllungen

Die Untersuchungen gegen die Citizens waren nach Enthüllungen der Plattform Football Leaks und des Nachrichtenmagazins Der Spiegel gestartet worden. Interne E-Mails und Klubdokumente sollen demzufolge zeigen, wie ManCity systematisch die Regeln des Financial Fair Play umgangen habe, das 2015 eingeführt wurde und eine strengere Reglementierung des Einnahmen-/Ausgaben-Verhältnisses vorsieht.

Der Kern-Vorwurf gegen den Klub: Gelder, die als Einnahmen durch wichtige Sponsoren des Klubs aus Abu Dhabi - darunter mit Etihad Airways die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate - deklariert wurden, sollen in Wirklichkeit von Klubchef Mansour bin Zayed Al Nahyan gezahlt worden sein. Diese Vorwürfe hat ManCity stets bestritten.