22. April 2021 / 14:33 Uhr

Ärger über Super League: Fans von Manchester United dringen auf Trainingsgelände ein

Ärger über Super League: Fans von Manchester United dringen auf Trainingsgelände ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fans von Manchester United reagieren erzürnt auf die Super-League-Pläne.
Fans von Manchester United reagieren erzürnt auf die Super-League-Pläne. © IMAGO/PA Images
Anzeige

Dass der Klub sich an den Plänen zur Super League beteiligte, sorgt bei Fans von Manchester United für Missmut. Obwohl sich der Klub-Eigentümer entschuldigte, stürmten einige Anhänger am Mittwoch das Gelände und diskutierten mit Trainer Ole-Gunnar Solskjaer.

Anzeige

Aus Protest gegen die Teilnahme ihres Klubs an den missglückten Plänen für die Super League ist eine Gruppe von Fans auf das Trainingsgelände des englischen Erstligisten Manchester United eingedrungen. Unter anderem habe Trainer Ole Gunnar Solskjaer sich bei dem Vorfall am Donnerstagmorgen mit den Anhängern unterhalten, teilte der Klub mit. Die Gebäude seien gesichert worden und die Fans inzwischen wieder abgezogen.

Anzeige

Der bei Fans unbeliebte Eigentümer und Vorstandschef des Rekordmeisters, der US-amerikanische Milliardär Joel Glazer, hatte sich am Mittwoch in einem offenen Brief für die Beteiligung an der missglückten Gründung der Super League entschuldigt. "Wir lagen falsch und wir wollen beweisen, dass wir die Dinge wieder in Ordnung bringen können", schrieb er. Einigen Fans reicht das jedoch nicht.

Nach Super-League-Flop: ManUnited-CEO Woodward räumt Posten

Bereits am Dienstag hatte der Verein mitgeteilt, dass der geschäftsführende Vorstandschef Ed Woodward seinen Posten zum Jahresende räumen will. Er gilt als einer der Initiatoren des gescheiterten Plans.

Zwölf europäische Spitzenklubs, darunter Manchester United und fünf weitere Premier-League-Vereine sowie Real Madrid und Juventus Turin, hatten in der Nacht zum Montag die Gründung einer milliardenschweren Super League angekündigt. Diese hätte in direkter Konkurrenz zur Champions League der Europäischen Fußball-Union UEFA gestanden. Aus der Bundesliga hatte sich kein Klub der Super League angeschlossen.

Nur rund 48 Stunden später zogen sich die englischen Klubs von dem Projekt nach heftigen Fan-Protesten und Widerstand aus Verbänden und der Politik wieder ab. Die Super League gilt als gescheitert.