15. April 2021 / 18:57 Uhr

Manchester United mit Farben-Trick - Ajax und Arsenal zittern: So ist der Stand in der Europa League

Manchester United mit Farben-Trick - Ajax und Arsenal zittern: So ist der Stand in der Europa League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Es droht das Aus: Der FC Arsenal und Ajax Amsterdam könnten aus der Europa League ausscheiden.
Es droht das Aus: Der FC Arsenal und Ajax Amsterdam könnten aus der Europa League ausscheiden. © Getty Images (Montage)
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Es geht um den Einzug ins Halbfinale der Europa League - und gleich zwei große Klubs müssen zittern: Der FC Arsenal und Ajax Amsterdam. Damit es bei Manchester United erst gar nicht so weit kommt, haben Ole Gunnar Solskjaer und Co. tief in die Trickkiste gegriffen. Und dann ist da ja noch das gelbe U-Boot.

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Es sind Kleinigkeiten, die manchmal entscheidend sind für einen Sieg. Manchester United griff deshalb tief in die Trickkiste, um nicht nur in der Premier League zu Hause erfolgreicher zu sein, sondern auch in der Europa League das Halbfinal-Ticket möglichst einfach zu buchen. Gegen den FC Granada dürfte dies wohl klappen, während der Londoner Konkurrent vom FC Arsenal bei Slavia Prag mächtig Gas geben muss. Auch Ajax Amsterdam, vor nicht allzu langer Zeit noch im Halbfinale der Champions League, muss sich gegen die AS Rom ins Zeug legen. Und der FC Villarreal muss auch zu Hause der Favoritenrolle gerecht werden. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick vor den Rückspielen der Viertelfinals in der Europa League.

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Manchester United - FC Granada (Hinspiel: 2:0)

Die "Red Devils" waren schon vor dem Anstoß des Hinspiels der klare Favorit auf das Weiterkommen - wahrscheinlich sogar auf den Titel. Denn: In der Premier League marschiert die Mannschaft von Ole Gunnar Solskjaer hinter Stadtrivale City locker durch die Meisterschaft. Am vergangenen Woche gewann United mit 3:1 bei den Tottenham Hotspur - in der Vorwoche gab es zudem den lockeren 2:0-Sieg gegen den FC Granada im Hinspiel. Große Sorgen macht sich deshalb wohl kaum einer, dass es mit dem Halbfinal-Einzug nichts wird. Wäre da nicht die Heimschwäche. Gerade einmal 13 von wettbewerbsübergreifend 24 Spielen im Old Trafford gewann Manchester. Aus diesem Grund hat United zu Monatsbeginn einen Farben-Trick angewandt: Große Planen, die die leeren Sitze im Stadion bedecken, sind nun schwarz und nicht mehr rot. Dadurch sollen die Spieler besser die Mitspieler bei Schulterblicken erkennen. Denn: Manchester trägt bei Heimspielen in der Regel rote Trikots. Dies soll mitunter zu Irritationen geführt haben. Am Donnerstagabend könnte aber vielmehr das Personal für Probleme sorgen: Harry Maguire, Luke Shaw und Scott McTominay fehlen Solskjaer gesperrt. Fürs Weiterkommen dürfte es wohl dennoch reichen.

Slavia Prag - FC Arsenal (Hinspiel: 1:1)

In der Vorbereitung auf das wichtige Rückspiel gegen Arsenal wurde Slavia mächtig gestört. Der Rassismus-Eklat aus der Partie gegen die Glasgow Rangers eine Runde zuvor holte die Tschechen nämlich wieder ein. Nach dem 2:0 gegen die Rangers, durch das Slavia am 18. März ins Viertelfinale der Europa League einzog, hatte Rangers-Trainer Steven Gerrard gesagt, Glen Kamara sei rassistisch beleidigt worden. Die UEFA sperrte Ondřej Kúdela für zehn internationale Spiele. Der Slavia-Profi habe sich des rassistischen Verhaltens schuldig gemacht, hieß es am Mittwoch in der UEFA-Mitteilung. Der Tscheche fehlt nun gegen Arsenal. Doch die Nordlondoner haben ihre eigenen Probleme. Das Hinspiel war eine mächtig zähe Angelegenheit - genauso wie die gesamte Saison. Nur ein Sieg in der Europa League würde den FC Arsenal auch in der kommenden Saison wieder nach Europa bringen, in der Premier League wird es aller Voraussicht nach nur ein Mittelfeldplatz. Somit ist das Spiel gegen Slavia wohl auch eine Art Endspiel für Trainer Mikel Arteta - schließlich droht erstmals seit der Saison 1996/1997 das Verpassen des europäischen Wettbewerbs.

FC Villarreal - Dinamo Zagreb (Hinspiel: 1:0)

Das gelbe U-Boot, wie Villarreal auch genannt wird, hat die Trümpfe in der eigenen Hand - und hofft dabei wieder einmal auf die Lebensversicherung Gerard Moreno. Der 29-Jährige war in seinen 34 Saisonspielen an 32 Treffern beteiligt - und schoss auch den einzigen Treffer im Hinspiel. Ein Elfmeter brachte die Spanier da auf die Siegerstraße, die sie im Heimspiel wohl kaum mehr verlassen dürften. Denn Zagreb ist klarer Außenseiter im Rückspiel, weil Villarreal sechs der vergangenen sieben Pflichtspiele gewinnen konnte. Die Mannschaft von Unai Emery schnuppert deshalb auch in La Liga wieder einmal an den Europapokal-Plätzen für die kommende Saison. Und: In der bisherigen Europa-League-Saison gewannen die Spanier zehn von elf Spiele. Unterschätzen darf man Dinamo allerdings nicht: Im Achtelfinale verloren die Kroaten 0:2 gegen die Tottenham Hotspur - und drehten das im Rückspiel. 3:0 gewann Zagreb nach Verlängerung.

AS Rom - Ajax Amsterdam (Hinspiel: 2:1)

In der Liga marschiert die Mannschaft von Erik ten Hag wieder einmal vorweg und könnte sich schon am Wochenende zum Meister küren. In der Europa League droht hingegen das Aus gegen eine Roma, die im Hinspiel auf beeindruckende Art und Weise einen Rückstand drehen konnte und sich einen großen Vorteil im Kampf um das Halbfinale ergatterte. Für die Italiener ist ein Weiterkommen wohl existenziell für eine Europapokal-Teilnahme im kommenden Jahr: In der Serie A ist die AS nur noch auf Platz sieben. So liegen die Hoffnungen im Rückspiel auch auf dem Armenier Henrikh Mkhitaryan, der nach einer Verletzungspause am vergangenen Wochenende sein Comeback feierte und direkt wieder gebraucht wird. Er ist eine der Schlüsselfiguren im Spiel der Roma und lässt den gesamten Verein vom ersten Titel seit 13 Jahren träumen. Dafür muss aber nun erst einmal Ajax ausgeschaltet werden, das immer brandgefährlich ist. Auch heute?