16. Juni 2021 / 23:49 Uhr

Trainer Roberto Mancini widmet Achtelfinal-Einzug seinen Landsleuten: "Dieser Sieg ist für alle Italiener"

Trainer Roberto Mancini widmet Achtelfinal-Einzug seinen Landsleuten: "Dieser Sieg ist für alle Italiener"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Roberto Mancini war nach dem zweiten 3:0-Sieg Italiens bei der EM voll des Lobes.
Roberto Mancini war nach dem zweiten 3:0-Sieg Italiens bei der EM voll des Lobes. © Claudio Villa/Getty Images
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Zweimal 3:0! Die Squadra Azzurra hat mit ihren zwei souveränen Erfolgen über die Türkei und die Schweiz das Ticket für das EM-Achtelfinale gebucht. Nach dem starken Auftritt gegen die Eidgenossen widmete Trainer Roberto Mancini den Triumph seinen Landsleuten - und Doppelpacker Manuel Locatelli reagierte emotional.

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Die Squadra Azzurra hat ihre Ambitionen auf den zweiten Europameister-Titel nach 1968 untermauert. Am Mittwochabend bezwang die italienische Nationalmannschaft Nachbarland Schweiz vor 14.436 Zuschauern in Rom deutlich mit 3:0. Neben einem Doppelpack von Manuel Locatelli (26./52. Minute) konnte sich erneut Ciro Immobile in die Torschützenliste eintragen. Der ehemalige BVB-Stürmer hatte bereits im Eröffnungsspiel gegen die Türkei getroffen, das Italien ebenfalls mit demselben Ergebnis gewann. Dank der beiden klaren Zu-Null-Erfolge hat die Mannschaft von Roberto Mancini das Ticket für das Achtelfinale bereits sicher.

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Der "Mister" widmete den Triumph im Interview nach dem Spiel seinen Landsleuten: "Dieser Sieg ist für alle Italiener", erklärte der 56-Jährige, der auch für den letztlich chancenlosen Kontrahenten lobende Worte fand. "Wir haben einen starken Gegner geschlagen. Es war ein hochverdienter Sieg, wir hatten sehr viele Torchancen", so der Coach, unter dem die Italiener nun 29-mal in Folge ungeschlagen geblieben sind.

Doppelpacker Locatelli emotional: Ich kann es noch gar nicht fassen"

Den besten Umgang mit den laut Mancini vielen Torchancen zeigte Locatelli. Der Profi von Sassuolo Calcio konnte sich als dritter EM-Doppelpacker Italiens nach Mario Balotelli 2012 (gegen Deutschland) und Andrea Casiraghi 1996 (gegen Russland) einen Namen machen. Dementsprechend emotional reagierte der 23-Jährige im Anschluss an seinen gelungenen Abend: "Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich denke in diesem Moment an meine Verlobte und meine Familie."

Bemerkenswert: Die Squadra Azzurra ruhte sich auf dem komfortablen Zwei-Tore-Polster - wie bereits im Auftaktspiel gegen die Türkei - nicht aus, sondern suchte immer wieder den Weg nach vorn. Domenico Berardi (65.) stand dicht vor dem dritten Treffer, sein Schuss verfehlte aber knapp das Ziel. 60 Sekunden zuvor waren die Schweizer erstmals gefährlich vor das italienische Tor gekommen. Der eingewechselte Frankfurter Steven Zuber scheiterte am stark reagierenden Gianluigi Donnarumma. Für den Schlusspunkt sorgte dann Immobile, der zuvor zwei Großchancen vergeben hatte.

Abwehr-Routinier Chiellini verletzungsbedingt ausgewechselt

Die Italiener haben die letzten zehn Partien allesamt zu Null gewonnen und haben eine gute Ausgangslage, sogar als Gruppensieger weiterzukommen. Das wäre der Fall, sollte am kommenden Sonntag (18 Uhr) gegen Wales (vier Punkte) mindestens ein Unentschieden herausspringen. Auf Rechenspiele möchte sich der erfahrene Trainer allerdings nicht einlassen, wie er betonte: "Wir wollen auch dieses Spiel gewinnen." Ob Abwehr-Routinier Giorgio Chiellini seinem Team dabei helfen kann, ist noch fraglich. Der Kapitän hatte in der ersten Halbzeit nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus das vermeintliche 1:0 erzielt, doch der ausgelassene Torjubel wurde durch Bastian Dankert jäh gestoppt. Der deutsche Video-Assistent hatte zuvor ein Handspiel von Chiellini erkannt, weshalb der russische Schiedsrichter Sergej Karasew den Treffer zurücknahm. Für Chiellini war es die letzte Aktion, denn wenig später musste er angeschlagen vom Platz.