19. Februar 2020 / 15:59 Uhr

ManCity-Boss attackiert nach Sperre die UEFA: "Es geht nicht um Gerechtigkeit"

ManCity-Boss attackiert nach Sperre die UEFA: "Es geht nicht um Gerechtigkeit"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
ManCity-Geschäftsführer Ferran Soriano (r.) mit Klubchef Khaldoon al-Mubarak.
ManCity-Geschäftsführer Ferran Soriano (r.) mit Klubchef Khaldoon al-Mubarak. © imago images/Sportimage
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Fünf Tage nach dem harten UEFA-Urteil gegen Manchester City und dem Ausschluss des englischen Meisters aus der Champions League hat sich ManCity-Geschäftsführer Ferran Soriano zu Wort gemeldet.

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Fünf Tage nach dem knallharten UEFA-Urteil gegen Manchester City hat sich der Geschäftsführer des englischen Meisters erstmals ausführlich zu den Vorwürfen geäußert. Am Freitag hatte der europäische Fußballverband ManCity für zwei Jahre aus der Champions League ausgeschlossen - weil die Citizens in den vergangenen Jahren gegen das Financial Fairplay verstoßen haben sollen. Der Klub legte Beschwere vor dem Sportgerichtshof CAS ein. Klubchef Ferran Soriano hat die UEFA nun scharf attackiert.

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"Das Wichtigste, das ich heute sagen muss: die Anschuldigungen entsprechen nicht der Wahrheit. Sie sind einfach nicht wahr", erklärte der 52-Jährige, der 2012 zu ManCity kam und zuvor für den FC Barcelona arbeitete, in einem Video auf der Klubwebsite. "Wir haben in diesem Prozess kooperiert. Wir haben eine lange Liste von Dokumenten zur Verfügung gestellt, die aus unserer Sicht unwiderrufbare Beweise zeigen, dass diese Anschuldigungen nicht der Wahrheit entsprechen."

ManCity-Geschäftsführer Soriano: "Hatten das Gefühl, vorverurteilt zu sein"

Das sei passiert, "während Informationen an die Medien geleaked wurden und wir bei jedem Termin das Gefühl hatten, bereits vorverurteilt zu sein - bevor es überhaupt Diskussionen gab", giftete Soriano. Der Ausschluss aus der Champions League sowie mögliche, damit einhergehende Punktabzüge in der englischen Premier League könnten City empfindlich treffen. Zwar hat Trainer Pep Guardiola seinen Verbleib in Manchester bereits angekündigt, eine Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrages dürfte nun aber unwahrscheinlicher werden.

Auch wird der Klub bei einem Ausschluss aus der Champions League für die Spielzeiten 2020/21 und 21/22 wohl damit leben müssen, Leistungsträger zu verlieren. Soriano sieht die Schuld an den Querelen allerdings nicht bei City, sondern der UEFA. "Viele sagen jetzt, wir hätten einen negativen Ausgang erwarten sollen. So ist das System schließlich angelegt. Wir haben das aber nicht geglaubt. Wir haben sehr hart gearbeitet, alle möglichen Beweise angeführt. Am Ende hat die Kammer sich aber eher auf aus dem Zusammenhang gerissene E-Mails, gestohlene E-Mails, berufen als auf alle anderen Beweise, die angeführt wurden. Es scheint weniger um Gerechtigkeit zu gehen als um Politik."

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Soriano: "Es war uns klar, dass wir keinen fairen Prozess haben"

ManCity hat nun den CAS angerufen, der darüber entscheiden soll, ob die Citizens wirklich bestraft werden oder doch weiterhin in der Königsklasse partizipieren können. Es ist nicht das erste Mal, dass die Engländer vor den Sportgerichtshof ziehen. Bereits im laufenden Verfahren hatte ManCity den Gerichtshof angerufen. "Es war uns klar, dass wir keinen fairen Prozess haben", sagte Soriano. "Wir waren beunruhigt, besonders wegen der andauernden Leaks. Der CAS hat uns damals durchaus zugestimmt, sie haben auch gesagt, dass die Leaks beunruhigend sind. Sie wollten nicht vor Beendigung des Prozesses urteilen." Dieser sei jetzt beendet, weshalb man erneut vor das Gericht ziehe. Man sei bemüht, zeitnah zu einer Resolution zu kommen.