01. Juni 2019 / 08:15 Uhr

Manfred Walter würde sich über einen Regionalliga-Aufstieg der BSG Chemie sehr freuen

Manfred Walter würde sich über einen Regionalliga-Aufstieg der BSG Chemie sehr freuen

LVZ
Leipziger Volkszeitung
Manfred Walter verbrachte sein halbes Leben bei der BSG Chemie Leipzig, spielte von 1963 bis 1972 in der ersten Mannschaft, war danach Trainer unter anderem der Oberligamannschaft, Platzarbeiter und Ehrenrat.
Manfred Walter verbrachte sein halbes Leben bei der BSG Chemie Leipzig, spielte von 1963 bis 1972 in der ersten Mannschaft, war danach Trainer unter anderem der Oberligamannschaft, Platzarbeiter und Ehrenrat. © Jens Fuge
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Die Chemie-Leipzig-Legende Manfred Walter spricht im Interview über die Aufstiegs-Chance der Chemiker und die Festung Leutzsch.

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Leipzig. Wenn ein Wort im Leutzscher Holz Gewicht hat, dann ist es das von Manfred Walter (81). Der Kapitän der 64er Meisterelf und der 66er Pokalsieger verbrachte sein halbes Leben im Leutzscher Holz, spielte von 1963 bis 1972 in der ersten Mannschaft, war danach Trainer unter anderem der Oberligamannschaft, Platzarbeiter und Ehrenrat. Wann immer es ihm möglich ist, bricht er vom heimatlichen Wurzen auf nach Leutzsch und sieht sich die Spiele des derzeitigen Oberliga-Spitzenreiters an.

Herr Walter, aufgeregt? Immerhin kann ihre Herzensmannschaft am Sonntag den Aufstieg in die Regionalliga schaffen...
Aufgeregt vielleicht nicht, aber sehr erfreut darüber, dass es die Mannschaft aus eigener Kraft schaffen kann.

Wie wichtig ist denn die Regionalliga für Chemie?
Für meine Begriffe ist es schön und wichtig, aufzusteigen. Ich bin heute noch der Meinung, dass es äußerst unfair war, den Verein vor einem Jahr absteigen zu lassen, weil Erfurt und Chemnitz nicht ordentlich gewirtschaftet haben. Aber wie Verein und Mannschaft das aufgenommen haben, war stark. Da hat man absolut Charakter gezeigt.

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Auch der Ludwigsfelder FC kann der BSG Chemie keine Niederlage beibringen. Die Leipziger gewinnen 2:0 und feiern den neunten Pflichtspielsieg in Folge. Zur Galerie
Auch der Ludwigsfelder FC kann der BSG Chemie keine Niederlage beibringen. Die Leipziger gewinnen 2:0 und feiern den neunten Pflichtspielsieg in Folge. © Dirk Knofe
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Wie weit kann es für Chemie gehen? Mit Union ist gerade ein Bruder im Geiste, mit dem man sich vor 18 Jahren letztmals im Punktspiel maß, in die erste Bundesliga aufgestiegen?
Ich glaube, mehr als 4. Liga gibt es erst mal nicht her, es ist auch ausreichend und schwer genug im Moment. Man will sich nicht übernehmen und die Erwartungen zu groß werden lassen – das hat man ja alles schon erlebt in Leutzsch.

Ein Vergleich mit der 64er Meisterschaft verbietet sich von selbst – sehen Sie dennoch Gemeinsamkeiten?
Die Stimmung ist so gut, die Leute akzeptieren die Liga, in der gespielt wird, es gibt keine uferlosen Hirngespinste – das war damals nicht anders. Die Jungs machen das gut mit dem Trainer, obwohl ich den Trainerwechsel am Anfang nicht verstanden habe. Im Nachhinein muss man sagen, dass es wohl richtig war.

Steht nur noch der Sieg gegen Eilenburg im Weg?
Natürlich, und man sollte sich nicht in Sicherheit wiegen. Schon Alfred Kunze und auch unser damaliger BSG-Leiter Otto Thiele haben immer gesagt, dass man das Fell des Bären erst verteilen sollte, wenn er erlegt ist. Aber man sollte das schon jetzt perfekt machen und sich nicht auf den letzten Spieltag verlassen.

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Eine Zeitlang – zur Zeit der unseligen Spaltung durch die SG Leipzig-Leutzsch – fremdelte die Meistermannschaft mit der Situation. Wie stellt sich die Lage heute dar?
Das hat sich schon vor fünf Jahren, als die BSG Chemie das 50. Jubiläum unserer Meisterschaft so frenetisch feierte, erledigt. Die meisten von uns kommen zu den Spielen, wenn sie Gelegenheit haben. Mir hat manches weh getan, was unten in Leutzsch passierte, das hatte aber nichts mit der BSG zu tun, eher mit den Vorgängern. Ich bin restlos versöhnt, mir gefällt das mit Chemie. Nach all den Tiefschlägen macht es Spaß, und es ist immer etwas besonderes, nach Leutzsch zu gehen und zu sehen, wie die Zuschauer zu dem Verein stehen.

Auf welche Gegner in der Regionalliga würden Sie sich am meisten freuen?
Das ist mir egal. Schön wäre es, wenn die Gegner nicht allzu gern nach Leutzsch kommen, weil sie wissen, dass es hier schwer wird, etwas mitzunehmen. Unser Stadion war immer eine Festung!

Interview: Jens Fuge

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