24. Juni 2019 / 15:02 Uhr

Männertrip im Bulli: So reist Oliver Glasner zum VfL Wolfsburg

Männertrip im Bulli: So reist Oliver Glasner zum VfL Wolfsburg

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Oliver Glasner und sein Trainerteam reisen zum VfL Wolfsburg
Oliver Glasner und sein Trainerteam reisen zum VfL Wolfsburg © Fotos: Scharinger/Leblhuber
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Business-Class im Flieger? Von wegen! Oliver Glasner, neuer Trainer des VfL Wolfsburg, wählte eine ganz andere Art der Anreise von Österreich nach Niedersachsen. Zusammen mit seinem Trainerteam startete er einen Männertrip stilecht im VW-Bulli.

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In dieser Woche geht's los für Oliver Glasner. Der 44-jährige Österreicher übernimmt als Nachfolger von Bruno Labbadia den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Am Dienstag stehen erste Gespräche vor Ort an, am Freitag wird Glasner öffentlich vorgestellt, am Sonntag gibt's das erste Training der Profis mit dem neuen Übungsleiter.

An Glasners Seite: das Trainerteam seines Vertrauens. Vom Linzer ASK bringt Wolfsburgs neuer Chef seinen Co-Trainer Michael Angerschmid mit, beide haben bereits in den vergangenen vier Jahren miteinander gearbeitet. Als weiterer Glasner-Assistent ist Thomas Sageder dabei. Der 35-Jährige war schon beim SV Ried Co-Trainer unter Glasner und zuletzt Chefcoach bei Blau-Weiß Linz in der 2. Liga Österreichs. Komplettiert wurde die Österreich-Wolfsburg-Reisegruppe von Athletiktrainer Michael "Magic Mike" Berktold, der Sportwissenschaftler war zuletzt bei LSAK tätig.

VfL Wolfsburg: Glasners Anreise

Das neue VfL-Trainerteam vor der Abreise: Thomas Sageder, Michael Angerschmid, Oliver Glasner und Michael Berktold Zur Galerie
Das neue VfL-Trainerteam vor der Abreise: Thomas Sageder, Michael Angerschmid, Oliver Glasner und Michael Berktold ©

Um 7 Uhr startete am Montag der vom VfL zur Verfügung gestellte Bulli mit Berktold und Angerschmid im österreichischen Eitzing, im 20 Minuten entfernten Riedau stiegen dann Glasner ("Wir san eh schon spät dran!") und Sageder zu. Im VW-Neunsitzer wurde die letzte Sitzreihe ausgebaut, damit das Gepäck genug Platz hat. Angerschmid durfte zuerst ans Steuer, dann wechselten sich die Vier auf den knapp 700 Reisekilometern ab. Die Kronen-Zeitung fragte vor der Abfahrt nach persönlichen Dingen im Gepäck. Glasner und Sageder haben Familienfotos dabei, Angerschmid "nur mein G'wand", Berktolds Liste war etwas länger: "Eine Kaffeemaschine und einen Fernseher samt Webcam - damit ich meinen drei Kleinen auch aus Wolfsburg Gute-Nacht-Geschichten vorlesen kann..." Das Österreich-Quartett kommt ohne Familien nach Wolfsburg - für Glasner-Assistent Sageder ist das besonders hart, seine Lebensgefährtin erwartet das zweite Kind.

Darum wechselten die Trainer des VfL Wolfsburg

1997/98: Aufstiegstrainer <b>Willi Reimann</b> wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte <b>Wolfgang Wolf</b>, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. Zur Galerie
1997/98: Aufstiegstrainer Willi Reimann wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte Wolfgang Wolf, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. ©
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Was die VfL-Profis vom neuen Trainerteam erwarten dürften, hatte Josuha Guilavogui schon im Vorfeld im persönlichen Gespräch mit Glasner in Erfahrung gebracht. "Ich habe sofort gemerkt, dass das ein Trainer mit einer anderen Philosophie ist, als wir sie bislang hatten. Er weiß ganz genau, was er machen muss, damit wir weiterhin Erfolg haben", so der Kapitän im SPORTBUZZER-Interview. "Er wird uns guttun. Mit Bruno Labbadia als Trainer haben wir ein gutes Level erreicht. Er hat auf Ballbesitz-Fußball gesetzt, Oliver Glasner mag das schnelle Umschaltspiel, was in der Liga ganz wichtig ist. Die besten Mannschaften sind meist die, die schnell nach vorn spielen können."