27. September 2019 / 08:49 Uhr

Heeßeler SV trennt sich von Joedecke - Andreas Schaper übernimmt zunächst

Heeßeler SV trennt sich von Joedecke - Andreas Schaper übernimmt zunächst

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Thomas Joedecke (links) verließ den Heeßeler SV nach acht punktlosen Spielen, sein Assistent Andreas Schaper (rechts) übernimmt interimsweise mit den  Akteuren Niklas Rohden, Timo Kuhlgatz und Manuel Owsianski das Traineramt.
Thomas Joedecke (links) verließ den Heeßeler SV nach acht punktlosen Spielen, sein Assistent Andreas Schaper (rechts) übernimmt interimsweise mit den  Akteuren Niklas Rohden, Timo Kuhlgatz und Manuel Owsianski das Traineramt. © Debbie Jayne Kinsey
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Der Umbruch steht bisher unter keinem guten Stern beim Heeßeler SV. Viele Abgänge hatte der Landesligist zu kompensieren, jetzt muss der Trainer gehen: Die Mannschaft sprach sich gegen Thomas Joedecke aus. Ein Nachfolger wird bereits gesucht, vorerst übernimmt Andreas Schaper.

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Gerüchte um eine mögliche Trennung kursierten schon seit einigen Tagen. Kein Wunder bei der bisherigen Saisonbilanz des Heeßeler SV: null Punkte nach acht Spielen in der Landesliga.

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Und tatsächlich wird Thomas Joedecke, der zurzeit beruflich in London weilt, am Sonntag nicht mehr als verantwortlicher Trainer des HSV an der Seitenlinie stehen – das Landesliga-Schlusslicht tritt ab 15 Uhr beim TSV Godshorn an. Joedecke selbst bestätigte am Donnerstag, dass für ihn in Heeßel Schluss ist.

In London "entlassen"

„Während ich beruflich in London bin, hat sich die Mannschaft am Dienstag zusammengesetzt und mir am späten Abend ihre Entscheidung mitgeteilt“, schildert Thomas Joedecke. „Ich habe diese Entscheidung zur Kenntnis genommen und akzeptiert. Nach Stand der Dinge werde ich mich am Freitag vom Team verabschieden und meinen Spind räumen.“

Er sei motiviert gewesen, das Ganze bis zum Saisonende durchzuziehen, „der HSV ist ein Stück weit mein Heimatverein, das ist mir eine Herzensangelegenheit.“ Nun könne er nur hoffen und wünschen, dass Heeßel die Klasse halte.

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Wird Pawlow Nachfolger beim desolaten Schlusslicht?

„Es wird Veränderungen geben, so viel steht fest“, bestätigt Teammanager Ralf-Robert Rohden, der erst Donnerstagfrüh aus dem Urlaub heimgekehrt ist und noch am Abend ein Gespräch mit der Mannschaft und Vorstandskollegen führen wollte. „Man muss doch nur auf die Tabelle schauen...“, ergänzt Rohden.

Null Punkte und ein Torverhältnis von 5:29 sprechen eine deutliche Sprache. Wie es konkret weitergehen werde, darüber will Rohden unmittelbar nach dem anberaumten Gespräch offiziell informieren. Interimsweise wird die Mannschaft von Andreas Schaper trainiert, der bereits seit geraumer Zeit als "Interims-Co-Trainer" von Joedecke fungierte. Alternativ dazu könnte auch Marcel Pawlow, Trainer der 2. Mannschaft, in Godshorn an der Seitenlinie stehen. Pawlow vertrat den privat verhinderten Joedecke schon gegen den TuS Sulingen. Ein neuer Trainer wird schon gesucht, der HSV teilte mit, dass bereits Gespräche aufgenommen wurden.

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Mohs: "Damit hätten sie ruhig noch etwas warten können"

Godshorns Trainer Niklas Mohs ist über den anstehenden Trainerwechsel beim Gegner bestens im Bilde - und nimmt das Ganze mit gemischten Gefühlen auf: „So eine personelle Veränderung, da geht oft ein Ruck durch die Mannschaft, damit hätten sie ruhig noch etwas warten können.

Die werden das jetzt über die Motivationsschiene machen, das wird nicht einfach für uns.“ Zumal der Coach auf das Stammtrio Jonas Richter, Gian Luca Kasumovic und Jan Krause verzichten muss. Aber mit dem Rückenwind aus dem jüngsten Derbyerfolg beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (2:1) wollen die Godhorner ihren Aufwärtstrend fortsetzten – und den nächsten Sieg landen.

„Wichtig ist, dass die Jungs nicht annehmen, gegen den Liga-Letzten liefe die Sache von selbst, sondern auch in diesem Duell die letzten paar Prozente aus sich herausholen“, betont Mohs.

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