21. März 2021 / 16:50 Uhr

Mannschaftstraining für Fußballer erst ab 19. April? Heimische Kreise bleiben ruhig

Mannschaftstraining für Fußballer erst ab 19. April? Heimische Kreise bleiben ruhig

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wird die Fußball-Saison im Amateur-Bereich fortgesetzt? Wenn es nach dem NFV geht, ja.
Gibt's den Re-Start? Im Amateur-Fußball drohen weitere Verzögerungen. © Boris Baschin
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Laut Informationen des "Business Insider" sollen die von der Bundesregierung zuvor beschlossenen Öffnungsschritte auf der Bund-Länder-Konferenz am Montag ausgesetzt werden. Demnach wäre Kontaktsport im Außenbereich erst ab dem 19. April wieder möglich - und somit würde sich auch die geplante Saison-Fortsetzung für die Amateur-Fußballer in Wolfsburg und Gifhorn weiter verzögern.

Den geplanten Öffnungsschritten der Bundesregierung zufolge soll ab Montag wieder Mannschaftssport im Außenbereich unter Vorlage eines tagesaktuellen negativen Corona-Schnell- oder Selbsttests bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 erlaubt sein, bei einem Wert von unter 50 gar ohne Test. Der niedersächsische Fußballverband (NFV) orientiert sich jedoch an den Landes-Vorgaben, die frühestens eine Woche später Kontaktsport im Außenbereich erlauben würden. Laut Informationen des „Business Insider“ soll den Corona-Lockerungen im Sport aber am Montag auf der Bund-Länder-Konferenz ein Riegel vorgeschoben werden. Demnach soll Mannschaftssport frühestens erst vier Wochen später, also ab dem 19. April erlaubt sein.

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Gifhorn würde Saison-Verlängerung vornehmen

Das würde auch die Planungen in den heimischen Fußball-Kreisen weiter auf Eis legen. In Gifhorn wurden die ersten Nachholspiele für das Wochenende 23. bis 25. April angesetzt, der Spielausschuss-Vorsitzender Timo Teichert bleibt trotz der möglichen Verschiebung weiter gelassen, da die meisten Vereine in den Kreisklassen und Kreisliga ihre Hinrunden in den geteilten Staffeln beenden konnten. Mit zwei Wochen Vorbereitungszeit könnte der Spielbetrieb Anfang Mai starten. Aber: "Es würde dann wohl auf allen Ebenen auf eine Saison-Verlängerung hinauslaufen, um die Spielpläne zu entzerren“, sagt Teichert. Bislang hatten die Gifhorner nur bei den Altherren und Altsenioren über eine Saison-Verlängerungen bis 21. Juli nachgedacht.

Abfrage zu Pokal-Wettbewerb an die Vereine

Im Kreis Wolfsburg wurde der Spielplan bereits vom 18. April bis zur vom NFV bewilligten Saison-Verlängerung bis 21. Juli durchgeplant. Sollte der Mannschaftssport erst ab dem 19. April wieder erlaubt sein, dann müssten auch die Wolfsburger ihren geplanten Re-Start auf Anfang Mai verschieben. Denn: „Zwei Wochen Vorbereitung benötigen die Mannschaften“, sagt Wolfsburgs Spielausschuss-Vorsitzender Bernd Hartwig. Somit würden Spieltage auch an Wochentagen ausgetragen werden müssen. Zumindest etwas Entlastung könnte da ein Abbruch des Pokal-Wettbewerbs bringen. Im Falle eines Saison-Starts im Mai würde Hartwig „eine Abfrage bei den Vereinen vornehmen, ob sie den Wettbewerb weiterspielen wollen.“

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Der Fußball-Bezirk Braunschweig hat sich ein Datum gesetzt, bis zu dem der Spielbetrieb spätestens wieder aufgenommen werden soll: Sonntag, 25. April. „Danach ist die Beendigung der Serie sehr problematisch bis unmöglich“, hatte der Bezirks-Spielausschuss-Vorsitzende Jörg Zellmer vor einem Monat gesagt. Dieses Datum könnte bei einer Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs am 19. April höchstens mit einer Vorbereitungszeit von nur einer Woche eingehalten werden. Mitte April hatte der Bezirk aber gesagt, dass den Vereinen vier Wochen Vorbereitung vor den Punktspielen gegeben werden soll.

„Irgendwann wird es unwahrscheinlich, dass es mit dem Spielbetrieb noch funktioniert. Wir hoffen, dass der Trainingsbetrieb im April wieder starten kann“, bleibt Zellmer optimistisch. Ähnlich hatte sich zuletzt auch der NFV-Spielausschuss-Vorsitzende Jürgen Stebani geäußert. „Mit jedem weiteren Tag torkeln wir dem Abbruch näher entgegen.“ Aber: „Wir halten weiter an unserem Plan fest, dass wir die Spielzeit auf sportlichem Wege zu Ende bringen möchten. Wir sind aber auch auf den Worst Case vorbereitet.“