18. Dezember 2020 / 21:18 Uhr

Nach Baum-Aus bei Schalke 04: Diese Bundesliga-Trainer wurden am schnellsten entlassen

Nach Baum-Aus bei Schalke 04: Diese Bundesliga-Trainer wurden am schnellsten entlassen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wie Manuel Baum wurden auch Bernd Hollerbach (li.) und Michael Skibbe (r.) überaus schnell wieder entlassen.
Wie Manuel Baum wurden auch Bernd Hollerbach (li.) und Michael Skibbe (r.) überaus schnell wieder entlassen. © Getty Images (Montage)
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Insgesamt 79 Tage dauert die Amtszeit von Manuel Baum beim FC Schalke 04. Nach elf Spielen als Chef-Coach der Königsblauen ist schon wieder Schluss. Doch mit dieser kurzen Beschäftigungsdauer landet der 41-Jährige in der Bundesliga-Historie nicht ganz vorne. Der SPORTBUZZER zeigt die fünf Chef-Trainer mit den kürzesten Amtszeiten.

Manuel Baum übernimmt am 30. September 2020 den FC Schalke 04 - und nur 79 Tage später ist das Kapitel schon wieder Geschichte. In zehn Bundesliga-Partien holte der Nachfolger von David Wagner nur vier Unentschieden bei sechs Niederlagen. Nach zwölf Spieltagen steht S04 mit nur vier Punkte bei einem Torverhältnis von 8:35 am Tabellen-Ende. Die Wende traute die Klub-Führung dem 41-jährigen Coach nicht mehr zu. Obwohl er nur weniger als zwei Monate im Amt war, zählt Baum aber längst nicht zu den Bundesliga-Trainern mit dem kürzesten Beschäftigungsverhältnissen. Der SPORTBUZZER stellt die am schnellsten entlassenen Bundesliga-Trainer der Geschichte vor

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Diese Bundesliga-Trainer wurden am schnellsten entlassen

Bernd Hollerbach (Hamburger SV): Anfang 2018 kehrte der frühere Verteidiger als Trainer zum HSV zurück. Am 27. Januar gab es beim Debüt ein 1:1-Remis gegen RB Leipzig. Es folgten zwei Unentschieden und drei Niederlagen bis zum denkwürdigen Spiel beim FC Bayern am 10. März 2018. Am 26. Spieltag kassierte der Klub beim späteren Meister eine 0:6-Klatsche. Und Hollerbach musste nach 49 Tagen schon wieder gehen, Christian Titz folgte, konnte den erstmaligen Bundesliga-Abstieg der Rothosen aber nicht mehr verhindern.

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Jürgen Sundermann (VfB Stuttgart): Amtsantritt am 29. April 1995, Amtsaustritt am 17. Juni 1995 - nur sieben Spiele hielt die zweite Rückkehr des einstigen "Wundermanns", der die Schwaben als Coach 1977 in die in Bundesliga führte und direkt zu einem Spitzenteam formte. Der Erfolg sollte sich in den 90ern nicht wiederholen. Der Vertrag mit Sundermann wurde nach 49 Tagen am Ende der Saison 1994/1995 nicht verlängert - obwohl Sundermann immerhin zwei Siege und ein Remis holte sowie den Klassenerhalt schaffte. Nachdem auch Sundermann-Nachfolger Rolf Fringer in der Folge-Saison nicht überzeugen konnte, übernahm 1996 Joachim Löw den Trainer-Posten beim VfB.

Michael Skibbe (Hertha BSC): Nur 47 Tage hielt die Beziehung Skibbe/Hertha. Wenn man vom ersten Spiel als Trainer ausgeht, waren es sogar nur 22 Tage. Bei der 0:2-Niederlage am 21. Januar 2012 beim 1. FC Nürnberg feierte er sein Debüt auf der Hertha-Bank. Nach vier weiteren Niederlagen war das Abenteuer schon wieder beendet - die Entlassung folgte nach der 0:5-Klatsche gegen den VfB Stuttgart am 12. Februar 2012. Hertha stieg am Saisonende ab. Nach dem Hertha-Intermezzo arbeitete Skibbe bis heute nie wieder in der Bundesliga.

Rudolf Kröner (1. FC Nürnberg): Die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte blieb nach weiteren Pleiten nicht ohne Konsequenzen. Neben der 0:7-Klatsche gegen den VfB Stuttgart kassierte Kröner mit dem "Club" zwischen dem 29. Oktober 1983 und 3. Dezember 1983 drei weitere Niederlagen. Zudem gab es ein Remis in den insgesamt nur fünf Spielen des Chef-Trainers Kröner. Nach nur 35 Tagen war das Aus besiegelt. Bekannt wurde er durch seinen Spruch in seinem vorletzten Spiel als Nürnberg-Coach: "Wir haben heute ein neues System kreiert: vorne zu- und hinten aufgemacht." Nürnberg stieg am Saisonende als Tabellenletzter ab.

Robert Körner (1. FC Nürnberg): Wieder der Club...Körner ist bis heute der Trainer mit der kürzesten Amtszeit als Chef-Trainer in der Bundesliga. Noch im Jahr 1968 feierte der Österreicher die Deutsche Meisterschaft als Co-Trainer mit dem 1. FCN. Danach wurde er gegen Ende der Saison 1968/69 als Nachfolger von Max Merkel präsentiert. Doch nach nur 18 Tagen wurde Körner am 12. April 1969 nach zwei Niederlagen gegen Duisburg und Hamburg wieder entlassen. Als amtierender Meister stiegen die Nürnberger schließlich ab.