25. Januar 2023 / 18:22 Uhr

Längerer Rechtsstreit mit DFB droht: Ex-Referee Manuel Gräfe prüft Gang vor nächste Instanz

Längerer Rechtsstreit mit DFB droht: Ex-Referee Manuel Gräfe prüft Gang vor nächste Instanz

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manuel Gräfe prüft in der Auseinandersetzung mit dem DFB den Gang vor das Oberlandesgericht.
Manuel Gräfe prüft in der Auseinandersetzung mit dem DFB den Gang vor das Oberlandesgericht. © IMAGO/Martin Hoffmann
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Der DFB kann künftig nicht mehr Schiedsrichter aufgrund ihres Alters von der Schiedsrichter-Liste streichen. Ein Gerichtsurteil gibt dem Kläger Manuel Gräfe aber nur teilweise recht. Er prüft nun den Gang vor die nächste Instanz.

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe prüft nach dem Urteil des Landgerichts Frankfurt/Main zur Altersdiskriminierung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) den Gang vor das Oberlandesgericht. "Ob wir wegen der Höhe des Schadenersatzes in die nächste Instanz gehen, wird Manuel Gräfe mit uns nach dem Erhalt und der Prüfung des schriftlichen Urteils entscheiden", teilte sein Anwalt Olaf Methner am Mittwoch mit.

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Das Landgericht hatte zuvor entschieden, dass die Altersgrenze von 47 Jahren für Spitzenschiedsrichter beim DFB nicht rechtmäßig ist. Der frühere Bundesliga-Referee aus Berlin erhält eine Entschädigung in Höhe von 48.500 Euro aufgrund von Altersdiskriminierung. "Zu begrüßen ist, dass das Gericht den DFB immerhin zu einer 'symbolischen' Entschädigungszahlung an Manuel Gräfe verurteilt hat. Eine wirkungsvolle Sanktion stellt dies aber noch nicht dar", begründete der Anwalt die mögliche Anrufung der nächsthöheren Instanz.

Auch der DFB schließt nicht aus, vor das Oberlandesgericht Frankfurt zu ziehen. "Wir haben das erstinstanzliche Urteil zur Kenntnis genommen und werden jetzt die schriftliche Begründung des Landgerichts abwarten, um das Urteil anschließend juristisch prüfen und bewerten zu können", teilte der Verband mit.

Laut des Urteils des Landgerichts hat der inzwischen 49 Jahre alte Gräfe jedoch keinen Anspruch darauf, wieder auf die Liste der Spielleiter beim DFB zu kommen. Dieser Feststellungsantrag sei zu Unrecht gestellt worden, sagte Landgerichts-Präsident Wilhelm Wolf bei der Urteilsverkündung. Das Urteil war vom Verband und den Unparteiischen der 1. und 2. Liga mit Spannung erwartet worden. Gräfe hatte im vergangenen Jahr seine Bundesliga-Karriere nach 289 Einsätzen wegen der Altersbeschränkung beenden müssen. Er hatte den Verband auf eine Entschädigung wegen Altersdiskriminierung und den potenziellen Verdienstausfall für die Saison 2021/2022 in Höhe von 190.000 Euro verklagt.

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"Die Diskriminierung wurde bestätigt! Die Freude auf dem Platz, Abende mit Kollegen/Freunden mir dennoch genommen+der Schaden nur bruchteilhaft ersetzt. Anderen bleibt‘s nun erspart", twitterte Gräfe in einer ersten Reaktion auf das Urteil. Ausnahmen vom DFB-Vorgehen in der Altersbegrenzung hatte es zuletzt in den 1980er Jahren gegeben.

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