04. Oktober 2019 / 12:50 Uhr

Torwart-Debatte um Neuer und ter Stegen: Löw verkündet Plan für anstehende Länderspiele und die EM

Torwart-Debatte um Neuer und ter Stegen: Löw verkündet Plan für anstehende Länderspiele und die EM

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In Manuel Neuer (l.) und Marc-André ter Stegen (r.) stehen Bundestrainer Joachim Löw zwei Weltklasse-Torhüter zur Verfügung
In Manuel Neuer (l.) und Marc-André ter Stegen (r.) stehen Bundestrainer Joachim Löw zwei Weltklasse-Torhüter zur Verfügung © Getty Images/Montage
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Joachim Löw gibt Marc-André ter Stegen die ersehnte Chance im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Allerdings betont der Bundestrainer auch, dass der Stammplatz zwischen den Pfosten an Manuel Neuer vergeben sei.

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Nach der zum Teil hitzigen Torwart-Debatte um Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen hat Bundestrainer Joachim Löw den Plan für die kommenden Länderspiele festgelegt. So wird Herausforderer ter Stegen im Test am kommenden Mittwoch in Dortmund gegen Argentinien zwischen den Pfosten stehen, Kapitän Neuer kehrt vier Tage später in der EM-Qualifikation in Tallinn in den Kasten zurück. Löw erklärte im Rahmen seiner Kader-Bekanntgabe am Freitag, dass er diese Entscheidung gemeinsam mit Torwarttrainer Andras Köpke getroffen habe und das Prozedere "mit beiden Spielern abgesprochen" sei.

Der DFB-Kader für die Spiele gegen Argentinien und Estland

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Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München) ©

"Wir alle können doch nur froh darüber sein, dass wir mit Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen zwei Weltklasse-Torhüter haben. Auf dieser Position mache ich mir überhaupt keine Sorgen, zumal wir auch wissen, was Kevin Trapp und Bernd Leno können", sagte Löw und stellte noch einmal klar, dass der Stammplatz an Neuer vergeben sei: "Ich habe mehrfach betont, dass Manuel Neuer auch mit Blick auf die Europameisterschaft unser Kapitän und somit für uns aktuell auch unsere Nummer eins ist – wenn nichts Außergewöhnliches passiert." Gleichzeitig betonte er aber auch: "Natürlich gilt das Leistungsprinzip für jeden einzelnen Spieler, jeder stellt sich dem Konkurrenzkampf."

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Ter Stegen hatte nach dem EM-Qualifikationsspielen gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0) seinen Unmut darüber geäußert, dass er in der DFB-Elf nicht zum Zuge komme. In der Folge entbrannte eine besonders von Bayern-Präsident Uli Hoeneß mit großer Schärfe geführte Debatte. Der Boss der Münchner rechnete nacheinander mit ter Stegen, DFB-Direktor Oliver Bierhoff und dem Verband ab. Zu einer etwaigen Ablösung Neuers polterte er in der Sport Bild: "Bevor das stattfindet, werden wir keine Nationalspieler mehr abstellen." Löw registrierte die Aussagen mit Gelassenheit und unterstrich, sich in seinen Entscheidungen nicht beeinflussen zu lassen.