27. Juni 2021 / 23:02 Uhr

Manuel Neuer erklärt: Deshalb trage ich die Regenbogen-Kapitänsbinde bei der EM weiter

Manuel Neuer erklärt: Deshalb trage ich die Regenbogen-Kapitänsbinde bei der EM weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manuel Neuer spielt bei der laufenden EM mit Regenbogen-Kapitänsbinde.
Manuel Neuer spielt bei der laufenden EM mit Regenbogen-Kapitänsbinde. © IMAGO/ULMER Pressebildagentur
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Manuel Neuer spielte bei der EM mit einer Kapitänsbinde in Regenbogenfarben. Die Botschaft gegen Homophobie kommt gut an, eine Überprüfung der UEFA wurde eingestellt. Der DFB-Schlussmann äußerte sich nun zu der Aktion sowie dem Kniefall einiger Nationalmannschaften zum Zeichen gegen Rassismus.

Kapitän Manuel Neuer freut sich über die positive Resonanz auf seine Regenbogen-Binde und will diese bei der Fußball-EM auch weiter tragen. "Ich finde es gut. Daran sieht man, wo wir stehen in unserer Gesellschaft, und dass wir 2021 in Mitteleuropa so weit sind, dass wir als offene, tolerante Gesellschaft eine solche Aktion als sehr positiv empfinden", sagte der 35 Jahre alte Torhüter dem Kicker. "Eigentlich habe ich von unserer Bevölkerung nichts Anderes erwartet, und wir als Mannschaft können nur sagen, dass wir dafür sehr dankbar sind."

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Neuer kündigte an, auch im Achtelfinale (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen England am Dienstag im Londoner Wembley-Stadion mit der Regenbogen-Binde auflaufen zu wollen. Der Keeper des FC Bayern München war dafür zuletzt gelobt worden. "Eigentlich hatte er nicht viel dabei zu gewinnen, außer den Sympathien der Community. Er hatte auch einiges zu verlieren", schrieb Aktivist und Autor Johannes Kram ("Queerkram") in seinem "Nollendorfblog". Neuer habe gezeigt, "was mit Haltung alles möglich ist".

Neuer lobt Kniefall der englischen Nationalmannschaft

Neuer zeigte sich zudem angetan vom Kniefall der englischen Nationalspieler, mit dem diese gegen Rassismus demonstrieren. "Grundsätzlich finden wir das sehr gut von der englischen Nationalmannschaft und von den Teams, die das in der Premier League auch machen. Wir kennen das in dieser Form aus der Bundesliga und aus unseren Länderspielen bisher so noch nicht", sagte er. "Wir sprechen in der Mannschaft darüber."