17. September 2019 / 06:07 Uhr

Marc-André ter Stegen vor BVB-Duell: "Da kommt schon ein Brocken auf uns zu"

Marc-André ter Stegen vor BVB-Duell: "Da kommt schon ein Brocken auf uns zu"

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Barcelonas Torwart Marc-Andre ter Stegen muss mit seinem Team beim BVB ran.
Barcelonas Torwart Marc-Andre ter Stegen muss mit seinem Team beim BVB ran. © dpa
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Vor dem Duell mit Borussia Dortmund spricht Barcelonas Stamm-Torwart Marc-André ter Stegen im SPORTBUZZER über sein Standing in Deutschland, seinen Platz im DFB-Team, das Duell mit dem BVB und das Wiedersehen mit Lucien Favre und Marco Reus.

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Der Respekt von BVB-Trainer Lucien Favre vor Marc-André ter Stegen ist vor dem Duell mit dem FC Barcelona riesig. „Marc-André ist ein hervorragender Torwart. Wenn du das im ersten Training nicht siehst, bist du blind“, sagt er über den 27-Jährigen, der am Dienstag (21 Uhr, So könnt ihr das Spiel live sehen!) mit dem FC Barcelona bei Borussia Dortmund in der Champions League zu Gast sein wird. Favre trainierte ter Stegen einst in Gladbach. Im Interview sprach der heutige Barça-Keeper mit dem SPORTBUZZER über das anstehende Duell und seinen Titelhunger.

Update zur Causa ter Stegen

SPORTBUZZER: Herr ter Stegen, wie viele SMS haben Sie nach der Champions-League-Auslosung bekommen, als feststand, dass Sie mit dem FC Barcelona auf Borussia Dortmund treffen?

Marc-André ter Stegen: Eigentlich gar nicht so viele. Es wäre sicher noch mal was anderes gewesen, wenn es gegen Gladbach gegangen wäre wie vor ein paar Jahren. Dennoch ist es etwas Besonderes, zumal ich mit Marco (Reus, d. Red.) noch zusammengespielt habe und mit Lucien Favre unser ehemaliger Trainer beim BVB auf der Bank sitzt. Ich freue mich riesig auf die Duelle. Und bei uns gibt es im Team noch nicht so viele, die schon mal in Dortmund gespielt haben.

Wurden Sie schon von den Mitspielern ausgequetscht?

Nein. Jeder weiß, dass es etwas Spezielles ist, in Dortmund zu spielen und dass ein absoluter Topgegner auf uns wartet. In den vergangenen Jahren haben sich schon andere spanische Teams gegen den BVB schwergetan.

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Barcelona ist eigentlich in jedem Spiel Favorit, wie sehen Sie Dortmund aktuell?

Ich sehe sie mit Bayern auf Augenhöhe und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Lucien Favre immer eine Idee hat. Wir müssen uns optimal vorbereiten und wissen, dass da schon ein Brocken auf uns zukommt.

Haben Sie noch Kontakt zu Favre und sind Sie überrascht, dass er auch in Dortmund gleich so erfolgreich war?

Wir standen eigentlich immer in Kontakt, zuletzt etwas weniger. Er hat wie ich viel um die Ohren (lacht). Dass er Erfolg hat, überrascht mich überhaupt nicht – schließlich hatte er diesen bei all seinen Vereinen zuvor auch. Er ist ein überragender Trainer und ich wünsche ihm nur das Beste – außer natürlich gegen uns (lacht).

Ter Stegen über Neymar: "Dass er ein fantastischer Spieler ist, darüber brauchen wir nicht diskutieren"

Barca ist für seine Verhältnisse bescheiden in die Saison gestartet, am Wochenende gab es aber ein überzeugendes 5:2 gegen Valencia. Wie stark ist Barca tatsächlich?

Wir sind wieder sehr, sehr gut aufgestellt in dieser Saison – vielleicht sogar besser als im letzten Jahr. Wir hatten einige Verletzte, die jetzt nach und nach zurückkommen. Dann hoffe und denke ich, dass wir wieder ins Rollen kommen werden.

Das vorherrschende Thema dieses Sommers war die mögliche Rückkehr von Neymar. Wie haben Sie dieses Theater erlebt?

Ein mühsames Thema, da wir als Spieler darauf ja überhaupt keinen Einfluss haben und es auch nicht unsere Aufgabe ist. Dass „Ney“ ein fantastischer Spieler ist, den jeder gerne in seinem Team hat, darüber brauchen wir keine Sekunde diskutieren. Jetzt ist das Transferfenster geschlossen, Punkt. Wir haben uns auf verschiedenen Positionen verstärkt, die Neuzugänge passen ins Profil – das ist das Wichtigste.

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Sie sind erstmals als Welttorhüter des Jahres nominiert. Kennen Sie ihre drei deutschen Vorgänger?

Manu (Neuer, d. Red.) wahrscheinlich?

Korrekt.

Olli Kahn?

Exakt. Und jemand, den Sie auch sehr gut kennen…

Andy Köpke!

Ter Stegen über die Welttorhüter-Wahl: "Eine große Ehre, dabei zu sein"

Richtig. Sie würden sich also in einer prominenten Liste wieder finden.

Erst einmal ist es eine große Ehre, überhaupt dabei zu sein und eine Bestätigung meiner Leistung. Das macht mich stolz, aber auch Alisson und Ederson haben eine tolle Saison gespielt und hätten es genauso verdient. Ich glaube, dass ich meine Chancen habe, aber ich warte die Entscheidung relativ gelassen ab.

In der Vergangenheit haben Sie sich des Öfteren über mangelnde Wertschätzung in Deutschland beklagt. Hat sich das in der letzten Zeit geändert?

Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, dass es mittlerweile in Deutschland angekommen ist, dass ich seit Jahren meine Leistung bringe und die Leute inzwischen mehr in die anderen Ligen schauen – nicht nur auf mich oder nach Spanien, sondern beispielsweise auch nach England. Das freut mich sehr.

Platz im DFB-Team: Ter Stegen will es Löw "so schwer wie möglich machen"

In der Nationalmannschaft findet nahezu auf allen Positionen ein Umbruch statt – außer im Tor. Darüber haben Sie sich gerade erst beklagt, wie sehr ärgert Sie das?

Ich habe meine Idee, meinen Plan – den habe ich schon mehrfach verkündet und werde es jetzt nicht immer und immer wiederholen. Die besten Argumente, die ich bringen kann, sind auf dem Platz. Im Training, im Spiel, beim Verein und beim DFB. Ich brauche niemandem mehr etwas zu beweisen – jeder weiß inzwischen, was er an mir hat. Alles andere ist nicht meine Entscheidung. Ich werde weiterhin versuchen, es dem Bundestrainer so schwer wie möglich zu machen.

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Sie haben noch zweieinhalb Jahre Vertrag, sind die Nr. 1 beim FC Barcelona, haben dort 14 Titel gewonnen – was soll eigentlich noch kommen?

Für mich ist das so etwas wie ein Spiel gegen mich selbst: Ich möchte mir selbst immer wieder beweisen, dass ich noch besser sein kann. Wenn man mit dem zufrieden ist, was man hat, wird man nicht besser. Ich stehe auf dem Platz und mache diesen Job, weil ich erfolgreich sein will, weil ich Titel gewinnen will. Davon kann ich nie genug bekommen.

Ter Stegen über Rückkehr nach Deutschland? "Es gibt tolle Klubs in Deutschland"

Wäre es noch mal eine Option, nach Deutschland zurückzukehren?

Soweit denke ich noch nicht, ganz ehrlich. Wir fühlen uns total wohl in Barcelona, beim Klub, aber auch in der Stadt. Es kann sogar sein, dass wir nach der Karriere dort bleiben. Aber es kann genauso gut sein, dass wir sagen: Wir wollen zurück nach Hause. Es gibt tolle Klubs in Deutschland, ohne Frage. Aber ob ich auf dem Platz noch mal nach Deutschland zurückkehre, weiß ich nicht.

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