16. September 2019 / 20:11 Uhr

Kampf um DFB-Tor: Ter Stegen legt gegen Neuer nach: Aussagen "unpassend" - Kritik auch an Löw

Kampf um DFB-Tor: Ter Stegen legt gegen Neuer nach: Aussagen "unpassend" - Kritik auch an Löw

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw setzt weiterhin auf Manuel Neuer im DFB-Tor. Marc-André ter Stegen hat sich auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation und Neuers Kritik geäußert.
Joachim Löw setzt weiterhin auf Manuel Neuer im DFB-Tor. Marc-André ter Stegen hat sich auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation und Neuers Kritik geäußert. © imago images / Montage
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Der Streit zwischen den deutschen Top-Torhütern Marc-André ter Stegen und Manuel Neuer erreicht einen vorläufigen Höhepunkt. Nachdem Neuer seinem DFB-Herausforderer mangelnden Teamgeist vorgeworfen hatte, greift ter Stegen den Torwart des FC Bayern an - und kritisiert auch die Rolle von Bundestrainer Joachim Löw.

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Die Diskussionen um Manuel Neuer und seine Kritik an Marc-André ter Stegen gehen in die nächste Runde. Auf der Pressekonferenz des FC Barcelona vor dem Champions-League-Hit gegen Borussia Dortmund am Dienstagabend hat sich nun ter Stegen selbst zu Wort gemeldet und im Verbal-Kampf um den Stammplatz im Tor des DFB seinerseits Neuer angegriffen. Der Keeper von Barcelona hatte sich zuvor darüber geärgert, trotz überragender Leistungen im Verein nur zweite Wahl in der Nationalmannschaft zu sein.

Ter Stegens Worte richteten sich auch gegen Bundestrainer Joachim Löw, der dem 27-Jährigen offenbar in der vorigen Woche intern einen Einsatz im zweiten EM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland zugesagt hatte, dann aber nach der Niederlage gegen Holland überraschend weiter auf Neuer gesetzt hatte. "Du kannst keinen Konkurrenzkampf ausrufen und dann erwarten, dass Spieler, die nicht spielen, glücklich über die Situation sind", erklärte ter Stegen, der nach der Nicht-Nominierung für das Nordirland-Spiel zuvor wörtlich von einem "Tiefschlag" gesprochen hatte.

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Neuer hatte ter Stegen kritisiert: "Ich weiß nicht, ob uns das hilft"

Nach dem Spiel des FC Bayern gegen RB Leipzig am Samstag (1:1) hatte Neuer ungewohnt deutlich gegen ter Stegen und dessen Aussagen gewettert. "Wir sind eine Mannschaft und sollten uns als solche auch präsentieren. Ich weiß nicht, ob uns das hilft", erklärte der 33-Jährige mit Nachdruck. "Mir ist klar, dass er ein wirklich sehr guter Torwart ist, der immer spielen möchte. Das ist für mich auch klar und dass er Leistung gezeigt hat." Allerdings sei es "nicht das erste Mal, dass man (ter Stegen, d. Red.) sich in diese Richtung so äußert."

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Ter Stegen reagierte ebenso unterkühlt. "Manu muss sicherlich nichts zu meinen Gefühlen sagen und diese bewerten, meine ich. Wenn man über die letzten Jahre nachdenkt, sieht man, wie ich mich immer verhalten habe", sagte ter Stegen, der 2012 in der Nationalmannschaft debütierte und seine Rolle als deutsche Nummer zwei lange ohne Murren akzeptierte. Ter Stegen weiter: "Dann sind Aussagen wie diese unpassend."

Ter Stegen über DFB-Konkurrenzkampf mit Neuer: "In einer Mannschaft gibt es immer Wettbewerb"

Das klingt nun anders. Ter Stegen, der neben Liverpools Alisson Becker und ManCity-Schlussmann Ederson als einer von drei Spielern als Welttorhüter des Jahres zur Wahl steht, formuliert seine Ansprüche auf den Platz im DFB-Tor nun offener. "In einer Mannschaft gibt es immer Wettbewerb", sagte ter Stegen in Dortmund, der gleichzeitig allerdings ankündigte, die Kontroverse beenden zu wollen.

In einem exklusiven SPORTBUZZER-Interview hatte ter Stegen sich zuvor versöhnlich gezeigt. "Ich brauche niemandem mehr etwas zu beweisen – jeder weiß inzwischen, was er an mir hat. Alles andere ist nicht meine Entscheidung. Ich werde weiterhin versuchen, es dem Bundestrainer so schwer wie möglich zu machen", betonte ter Stegen, der seit 2014 für den FC Barcelona spielt und mit den Katalanen bereits 14 Titel gewinnen konnte.

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