08. Oktober 2019 / 14:15 Uhr

Vor Länderspiel gegen Argentinien: Marc-André ter Stegen beendet Torwart-Zoff mit Manuel Neuer

Vor Länderspiel gegen Argentinien: Marc-André ter Stegen beendet Torwart-Zoff mit Manuel Neuer

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marc-André ter Stegen hat sich im Torhüter-Streit um ihn und Manuel Neuer versöhnlich gezeigt
Marc-André ter Stegen hat sich im Torhüter-Streit um ihn und Manuel Neuer versöhnlich gezeigt © Getty/Montage
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Nationalkeeper Marc-André ter Stegen und Bundestrainer Joachim Löw erklären sich vor dem Länderspiel gegen Argentinien am Mittwoch in Dortmund in der Dauer-Debatte um die Nummer eins beim DFB-Team

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Gerade mal drei Wochen ist es her, als Marc-André ter Stegen letztmals im Signal Iduna-Park auf dem Platz stand. Beim 0:0 in der Champions League mit seinem Klub FC Barcelona raubte er den Profis von Borussia Dortmund die Nerven, hielt mit einigen Glanztaten das 0:0 fest und parierte auch noch einen Elfmeter von Marco Reus. „Ein gutes Omen, wenn man sich in einem Stadion wohlfühlt und gute Erinnerungen hat“, sagt der Torhüter vor seinem Einsatz am Mittwochabend gegen Argentinien (20.45 Uhr, RTL), den ihm Bundestrainer Joachim Löw bereits im Vorfeld zugesichert hatte.

Seit dem überragenden Auftritt ter Stegens ist viel passiert. Es gab verbale Scharmützel, es flogen Giftpfeile von den erbosten Bayern-Bossen Richtung Spanien. Deren Präsident Uli Hoeneß sprach der langjährigen Barca-Numero Uno sogar den Anspruch auf Einsätze bei der Nationalmannschaft ab.

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„Ich mache mir da nicht so viele Gedanken drüber. Alles was gesagt wurde, war ein Wort zu viel“, sagte ter Stegen gestern noch mal auf die Frage, wie die Attacken aus München bei ihm angekommen seien. „Wir sind im Leistungssport, jeder möchte spielen – ich beschäftige mich nicht so viel mit dem, was andere sagen, sondern will auf dem Platz überzeugen. Natürlich ist mein persönliches Ziel, die Nummer eins zu sein, das hat aber nichts mit jemand anderem zu tun. Über allem steht das gemeinsame Ziel zum Turnier zu kommen und dort eine gute EM zu spielen.“

Der DFB-Kader für die Spiele gegen Argentinien und Estland

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München) Zur Galerie
Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München) ©
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Am Mittwoch bekommt ter Stegen also seine erhoffte Chance, am Sonntag in Tallinn gegen Estland wird dann wieder Manuel Neuer im Tor stehen. Ter Stegen schätzt seine Rolle Richtung EM 2020 wie folgt ein: „Wenn man die Aussagen des Bundestrainers nimmt, hat Manu sicher einen Vorteil. Die einzige Chance, die ich habe, ist mich zu empfehlen und es ihm so schwer wie möglich zu machen.“

Ter Stegen über Verhältnis zu Neuer: "Absolut professionell"

Außerdem stellte der ehemalige Gladbacher, der heute im Stadion von seiner Familie und vielen Freunden unterstützt wird, klar, dass „Manu und ich absolut professionell sind mit der Situation. Das heißt auch, dass man sich positiv gegenüber dem anderen verhält und sich gegenseitig unterstützt. Der Manu weiß, dass ich nur über mich gesprochen habe. Wie das bei dem ein oder anderen ankam, ist auch immer Auffassungssache. Wir reden jeden Tag und haben keinen Streit oder müssen irgendwas ausdiskutieren.“ Das bestätigte auch Löw: „Die beiden respektieren sich und ich sehe da überhaupt keine Probleme – grundsätzlich ist das die kleinste, nein, das ist gar keine Baustelle.“

Ter Stegen will sich am Mittwoch wie bei seinen letzten DFB-Einsätzen in Topform zeigen: „Ich fühle mich nicht mehr unter Druck gesetzt als sonst. Das ist ein Spiel, in dem ich alles geben und mich auch präsentieren, ganz klar.“

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