06. Juni 2018 / 15:58 Uhr

Marc-André ter Stegen spricht über seine "enttäuschende Situation" - Einsatz gegen Südkorea?

Marc-André ter Stegen spricht über seine "enttäuschende Situation" - Einsatz gegen Südkorea?

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona bestritt bislang 19 Länderspiele für Deutschland
Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona bestritt bislang 19 Länderspiele für Deutschland © imago/Schüler
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Bankdrücker statt Nummer eins: Hinter DFB-Torhüter Marc-André ter Stegen liegen vor allem emotional turbulente Wochen. Beim SPORTBUZZER erklärt er sein Verhältnis zu Manuel Neuer und spricht über einen möglichen Einsatz im abschließenden WM-Gruppenspiel gegen Südkorea.

Obwohl er erstmals bei einer Weltmeisterschaft dabei ist, ist Marc-André ter Stegen einer der großen Verlierer der Vorbereitung. Lange Zeit durfte er davon ausgehen, als die deutsche Nummer eins nach Russland zu fliegen. Doch dann kam Manuel Neuer nach achtmonatiger Verletzungspause zurück und wird als Stammtorwart in die WM gehen. Für ter Stegen keine leichte Aufgabe, diese Entscheidung zu akzeptieren. Er gibt im Gespräch mit dem SPORTBUZZER zu: „Zunächst einmal ist das für mich natürlich eine enttäuschende Situation. Machen wir uns da nichts vor: Ich brauche das niemandem zu sagen, wenn man eine ganze Saison gespielt und versucht hat, Leistung auf höchstem Niveau zu zeigen.“

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Allerdings werde er Neuer während des Turniers unterstützen, verspricht der Star des FC Barcelona: „Ich werde versuchen, für Manu im Training eine Stütze zu sein. Es wird mein Ziel sein, dass er am Spieltag in einer hundertprozentigen Verfassung auf dem Platz steht. Wenn das der Beitrag ist, den ich leisten muss, werde ich das so tun. Die Mannschaft weiß bei mir, dass ich 200 Prozent da sein werde, um sie zu unterstützen. Der Bundestrainer hat diese Entscheidung getroffen – das respektiere und akzeptiere ich. Weltmeister wird man nur mit allen, die im Kader sind. Wenn ich ein klein bisschen dazu beitragen kann, wäre es etwas ganz Großes. Manchmal muss man halt auf die Zähne beißen.“

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Wie das geht, weiß der ehemalige Gladbacher aus eigener Erfahrung. Nach seinem Wechsel zum FC Barcelona war er über ein Jahr die Nummer zwei hinter Claudio Bravo, wurde nur in Pokalspielen eingesetzt. Ter Stegen, eigentlich alles andere als ein geduldiger Mensch, blieb geduldig. Und sagt heute rückblickend: „Ich fand die Situation nicht geil und ich sage bis heute, dass sie mir auf gar keinen Fall geholfen hat. Aber man lernt durch viele Situationen. Ich habe einfach noch mehr getan, um mehr zu spielen. So ist mein Naturell.“

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Viele Monate wusste ter Stegen auch nicht genau, wie es Neuer wirklich geht. Dass er nun wieder da ist, beschert dem Bayern-Torhüter ein Lob seines Konkurrenten: „Ich glaube, Manu hat alles dafür getan. Für ihn waren die Monate sicher nicht einfach. Großen Respekt dafür, denn das schafft nicht jeder.“ Möglicherweise spielt Joachim Löw bereits jetzt mit dem Gedanken, ter Stegen im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea einzusetzen.

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Der will sich damit aber überhaupt nicht beschäftigen: „Spekulieren ist in Barcelona verboten“, lacht ter Stegen. „Es kann doch alles passieren. Schauen wir uns 2014 an: Da wird Shkodran Mustafi nachnominiert und spielt auf einmal viel mehr, als jeder dachte…“

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