19. Juli 2019 / 06:00 Uhr

RB Leipzigs Marcel Halstenberg: „Das Telefon habe ich immer bei mir“

RB Leipzigs Marcel Halstenberg: „Das Telefon habe ich immer bei mir“

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Marcel Halstenberg wird Papa. Im SPORTBUZZER-Interview spricht der deutsche Nationalspieler über seinen neuen Lebensabschnitt und die neue Saison bei RB Leipzig.
Marcel Halstenberg wird Papa. Im SPORTBUZZER-Interview spricht der deutsche Nationalspieler über seinen neuen Lebensabschnitt und die neue Saison bei RB Leipzig. © Getty
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Marcel Halstenberg schuftet mit RB Leipzig im Trainingslager. Im Interview mit dem SPORTBUZZER schafft er ein Gerücht über seinen Mitbewohner Yussuf Poulsen aus der Welt, erzählt, warum er im Moment immer erreichbar ist und warum er sich auf Union Berlin freut.

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SPORTBUZZER: Herr Halstenberg, Sie teilen sich im Trainingslager wieder mit Yussuf Poulsen das Zimmer. Hält er wirklich besser Ordnung als Sie, wie es in einem neuen RB-Video auf Youtube heißt?

Ich weiß nicht, wie unsere Redaktion auf diese Idee gekommen ist (lacht.) Wenn man in das Zimmer reinkommt und meine Seite sieht, dann ist es da sehr, sehr ordentlich. Wenn man dann seine Seite anschaut oder das Wohnzimmer, was er auch eingenommen hat, merkt man schnell, wer der Unordentlichere ist.

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2015 September: Halstenberg spielt für RB (@GEPA Pictures) Zur Galerie
2015 September: Halstenberg spielt für RB (@GEPA Pictures) ©
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Sie halten es dennoch zusammen aus?

Natürlich, sonst hätte ich schon längst gesagt, dass ich ein Einzelzimmer will. Wir haben uns schon öfter ein Zimmer geteilt und können über Vieles quatschen. Das tun wir auch. Er ist ein sehr angenehmer Mensch. Über Unordentlichkeit sieht man dann gern hinweg.

Wie in einer guten Beziehung?

Genau, mich stört das auch nicht.

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Apropos, Ihre Frau ist hochschwanger. Wie schwer ist es, gerade nicht bei ihr zu sein?

Der Stichtag für die Geburt war am Dienstag. Ich warte schon die ganze Zeit auf einen Anruf von ihr. Das Handy habe ich deshalb immer bei mir und auf laut gestellt. Aber ich denke, es wird noch ein bisschen dauern. Ich hatte da letzte Woche schon so ein Gefühl, dass es bestimmt noch sieben Tage dauert. Im Moment behalte ich noch Recht, aber ich warte sehnsüchtig.

Haben Sie sich von Ihren Kollegen, die bereits Väter sind, Tipps geholt?

Klar, mit Pete (Peter Gulacsi, d. Red.) habe ich geredet. Er sitzt immer mit mir an einem Essenstisch. Er hat auch gemeint, dass sich ein paar Dinge verändern werden, vor allem, wenn es um das Thema Schlaf geht. Wenn das Baby wach wird, schreit es, wenn es Hunger hat, schreit es, wenn die Windel nass ist, schreit es. Daran müssen wir uns bestimmt erst gewöhnen, aber das ist ja völlig normal.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom vierten Tag im Trainingslager in Seefeld

Tag 4: RB Leipzig im Trainingslager in Seefeld Zur Galerie
Tag 4: RB Leipzig im Trainingslager in Seefeld © PICTURE POINT

Ihr neuer Trainer sagt, dass er seine Spieler manchmal bewusst überfordern will, ist es ihm bereits gelungen?

Es ist schon sehr anspruchsvoll. Auch bei den Spielformen musst du erstmal in Ruhe darüber nachdenken. Aber gerade sieht es noch ganz gut aus, dass ich alles verstehe. Es kommt schon viel neuer Input, aber wir werden das diese Saison brauchen, um noch einen Schritt nach vorn zu machen.

„Ich habe die Sonne genossen“

Was macht Ihnen in der Vorbereitung mehr zu schaffen, der rauchende Kopf oder der Muskelkater in den Beinen?

Der Muskelkater fühlt sich jetzt nicht so schlimm an, von daher geht’s mir gut.

Julian Nagelsmann führt mit jedem Spieler Einzelgespräche. Wie haben Sie Ihn erlebt?

Ich war aus der Mannschaft als erstes dran. Wir haben 13 Minuten durchgequatscht, über viele Dinge. Ich konnte alles sagen – was passt, was vielleicht noch nicht so passt – ohne, dass es mir übel genommen wurde. Wir haben auch über meine persönlichen Ziele gesprochen.

Welche sind das?

Es war eine erfolgreiche Saison für uns, auch für mich. Aber man will sich natürlich immer verbessern. Was ich mir konkret vorgenommen habe, behalte ich lieber für mich bzw. es bleibt beim Trainer und in der Mannschaft. Eines kann ich sagen, die Ziele sind höher als das bisher Erreichte.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom zweiten Tag im Trainingslager in Seefeld

Tag 2: RB Leipzig im Trainingslager in Seefeld Zur Galerie
Tag 2: RB Leipzig im Trainingslager in Seefeld © PICTURE POINT

Wie läuft das Trainingslager bis jetzt? Was ist anders als unter Ralf Rangnick?

Julian greift öfter ins Spielgeschehen ein. Die Einheiten sind noch ein bisschen abwechslungsreicher. Wir haben, glaub ich, noch nicht einmal zwei identische Spielformen gehabt. Außerdem nutzt der neue Coach die Taktiktafel noch häufiger als Ralf.

Womit beschäftigen Sie sich hier abseits der Einheiten?

Wenn du zweimal am Tag trainierst, Frühstück, Mittag, Abendessen hast, bleibt nicht so viel Zeit, um was Besonderes zu machen. Am Mittwochnachmittag hatten wir frei. Da waren ein paar von uns auf dem Golf-Platz. Ich war im Hotel, habe gelesen, die Sonne genossen und mich ausgeruht.

Union ist eine große Sache

Auf der linken Seite gibt es mit Luan Candido neue Konkurrenz. Wie ist der erste Eindruck?

Er sitzt auch bei uns am Tisch. Es ist natürlich anfangs schwer mit der Verständigung, weil er noch kein Deutsch und kein Englisch spricht. Matheus Cunha, mit dem ich mich auch gut verstehe, übersetzt dann. Aber Luan hat großen Potenzial, einen starken linken Fuß und gute Technik. Ihm gehört die Zukunft.

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Der Kader von RB Leipzig bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader von RB Leipzig bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. ©

Das Abenteuer Champions League geht in die nächste Runde. Was wäre ein Traumgegner?

Ich will mich natürlich mit den besten Teams der Welt, mit den dicken Brocken messen. Mein bester Kumpel ist Barcelona-Fan. Er hat schon vor zwei Jahren gehofft, dass wir Barca ziehen. Aber auch Real Madrid, Manchester City oder Paris wären sehr spannend.

Fiebern Sie schon Union Berlin entgegen?

Ein Heimspiel zum Auftakt wäre auch schön gewesen. Aber nein, ich freue mich sehr auf den Gegner. Bei Union treffe ich auf Florian Hübner. Mit ihm habe ich in Dortmund gespielt. Ich freue mich auch, dass sie aufgestiegen sind, habe es in der Relegation verfolgt. Dass wir dort starten dürfen, ist eine große Sache, weil es für sie das erste Bundesliga-Spiel ist.

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