07. Januar 2020 / 20:43 Uhr

Marcel Schelle weg? VfB Lübeck sucht schon Ersatz

Marcel Schelle weg? VfB Lübeck sucht schon Ersatz

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Die Zeichen zwischen dem VfB Lübeck und Marcel Schelle stehen auf Abschied.
Die Zeichen zwischen dem VfB Lübeck und Marcel Schelle stehen auf Abschied. © Agentur 54°
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Trotz Vertrag bis 2021 keine Perspektive für den 22-Jährigen - Sportdirektor Leeser bespricht Alternativen mit Vorstand und Aufsichtsrat 

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Jetzt ist der Winterurlaub endgültig vorbei für das „Team hinterm Team“ beim VfB Lübeck. Der neuen Sportdirektor Rocco Leeser, der Vorstand und der Aufsichtsrat trafen sich am Dienstag um die Personallage zu besprechen. Um die Mission „Aufstieg 2020“ zu erfüllen soll nachgerüstet werden – und zwar im Mittelfeld, Stoßrichtung Offensive. Dort besteht Bedarf. Denn wann der erkrankte Dennis Hoins zurückkehrt, ist ungewiss. Und ob Marcel Schelle überhaupt wieder kommt, ist noch ungewisser.

Schelle kam wegen Schnoor zur Lohmühle

Nach dem 3:3 in Jeddeloh am 9. November meldete sich der 22-Jährige mit Knieproblemen ab. Zur Reha fuhr er in seine fränkische Heimat – und dort ist er bis heute geblieben. Die Verletzung ist längst auskuriert, Schelle arbeitet nach dem individuellen Trainingsplan, den er vom VfB bekommen hat – und er macht sich viele Gedanken um seine Zukunft. Über seine Situation hat er sich mit Vorstandssprecher Thomas Schikorra ausgetauscht, den neuen Sportdirektor kennt er nicht – ihn hatte damals im Sommer 2019 noch Stefan Schnoor zur Lohmühle gelockt.

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Nur 13 Einsätze, kein Spiel über volle 90 Minuten

„Stefan war der Grund, warum ich zum VfB gekommen bin“, sagt er. „Denn eigentlich wollte ich nicht Regionalliga spielen, mein Anspruch ist ein anderer.“ Es gab damals Anfragen aus der 3. Liga und aus der 2. Schweizer Liga, aber die Perspektive in Lübeck hatte ihn schließlich überzeugt. Doch dann verabschiedete sich Schnoor vom VfB, und damit war auch Schelles größter Fürsprecher weg. „Das hat es für mich nicht einfacher gemacht“, sagt er. Auf ganze 13 Einsätze kam er in der Regionalliga, kein Spiel durfte er über volle 90 Minuten absolvieren – eine frustrierende Zeit.

Die Zeichen stehen klar auf Trennung

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Ob sich jetzt eine Alternative zum VfB für ihn bietet, werden die nächsten Tage zeigen, sagt Schelle, seine Situation sei ja bekannt bei den Leuten, die Interesse haben könnten. Und wenn sich niemand meldet? Schelle: „Dann bin ich am 15. Januar zum Trainingsauftakt in Lübeck, schließlich habe ich ja einen Vertrag bis Ende Juni 2021.“ Dass er den aber erfüllen wird, scheint unwahrscheinlich. Die Zeichen stehen klar auf Trennung.