02. Januar 2020 / 12:36 Uhr

Ex-Kapitän Marcel Schmelzer über möglichen BVB-Abschied: "Ich würde ins Ausland gehen, wenn ..."

Ex-Kapitän Marcel Schmelzer über möglichen BVB-Abschied: "Ich würde ins Ausland gehen, wenn ..."

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marcel Schmelzer würde den BVB eigenen Angaben zufolge verlassen, sollte sich seine Situation in der Rückrunde nicht ändern.
Marcel Schmelzer würde den BVB eigenen Angaben zufolge verlassen, sollte sich seine Situation in der Rückrunde nicht ändern. © imago images/Kirchner-Media
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Marcel Schmelzer gehört unter Trainer Lucien Favre aktuell nicht zur Stammelf des BVB - auch weil er von Verletzungen zurückgeworfen wurde. Im "Kicker"-Interview hat der Ex-Kapitän der Schwarz-Gelben nun über seine Zukunftspläne gesprochen.

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Der frühere Nationalspieler Marcel Schmelzer will nach seiner aktiven Karriere die Trainerlaufbahn einschlagen. Das sagte der Verteidiger von Borussia Dortmund im Kicker-Interview. Im vergangenen Sommer stand der 31-Jährige vor einem Wechsel - auch, um sich für die Zeit nach der Karriere zu rüsten. „Es war von meiner Seite aus alles geklärt mit einem Verein aus dem Ausland, der mir darüber hinaus eine Arbeit als Trainer in einem hoch angesehenen Trainingskomplex ermöglicht hätte - parallel zum Trainings- und Spielbetrieb“, sagte Schmelzer. „Das war für mich damals fast der wichtigste Punkt in den Gesprächen, weil ich nach der Karriere in diesem Bereich arbeiten möchte. Es war ein überaus spannendes Gesamtpaket und passte perfekt.“

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Doch der BVB verweigerte die Freigabe. „Das hatte ich zu akzeptieren, auch wenn ich sehr enttäuscht war. Weil ich damals schon das Gefühl hatte, dass ich kaum Einsatzchancen erhalten würde. Und so kam es ja auch.“ Schmelzer gehört bei Trainer Lucien Favre nicht zur Stammformation. In dieser Saison hat der U21-Europameister, auch wegen Verletzungen, bislang nur wenige Minuten gespielt.

Darum legte Schmelzer sein Amt als BVB-Kapitän nieder

Im Mai 2018 gab der gebürtige Magdeburger seine Kapitänsbinde ab. Wie Schmelzer im Interview bestätigte, hatte sein früherer Trainer Jürgen Klopp an dieser Entscheidung einen gewissen Anteil. Einige Gespräche „mit Personen, deren Meinung mir wichtig ist, zum Beispiel Jürgen Klopp“, hätten den Ausschlag gegeben, so Schmelzer. Diese hätten ihm gesagt, im damaligen Moment würde nicht der Marcel Schmelzer beim BVB spielen, den sie kennen. „Ich war irritiert, wusste nicht, wie sie es meinen“, sagte der ehemalige Nationalspieler. Die Erklärung sei gewesen: „Wir haben das Gefühl, du willst es den Fans recht machen, dem Trainer, den Mitspielern, dem Klub. Aber was ist mit dir? Du setzt dich zu sehr unter Druck. Versuche, es dir recht zu machen.“

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Zwei Jahre lang hatte Schmelzer als Kapitän in der Öffentlichkeit gestanden. „Ich wollte einen kompletten Neuanfang. Und ich muss nicht jede Woche öffentlich meine Meinung kundtun, ich benötige das nicht für meinen Seelenfrieden“, verriet er. „Ich bin ein Teamplayer und versuche im Hintergrund alles dafür zu tun, dass wir den maximalen Erfolg haben.“

Schmelzer: Habe definitiv noch einige Profijahre in mir

Ob er seine Stärken in Zukunft weiterhin für den BVB einsetzen wird, hängt auch von der Entwicklung in der bevorstehenden Rückrunde ab. Schmelzer über seine Pläne: "Alles von heute auf morgen stehen zu lassen, das ist nicht mein Ding. Der Fokus liegt auf dem kommenden Sommer. Wenn sich bis dahin an meiner Situation in Dortmund nichts geändert haben sollte, würde ich gerne ins Ausland wechseln, noch mal etwas Exotisches machen." Alles in allem habe "Schmelle" aber noch große Ambitionen, ihm fehle aktuell nur ein wenig die Wettkampfpraxis. "Ich bin 31, nicht 51", so Schmelzer, der sich grundsätzlich topfit fühle und definitiv noch einige Profijahre in sich habe.

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