18. November 2019 / 11:21 Uhr

"Steht für offensive Spielweise": Marco Antwerpen neuer Coach von Eintracht Braunschweig

"Steht für offensive Spielweise": Marco Antwerpen neuer Coach von Eintracht Braunschweig

Alex Leppert
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wird neuer Trainer von Eintracht Braunschweig: Marco Antwerpen. 
Wird neuer Trainer von Eintracht Braunschweig: Marco Antwerpen.  © imago images / Kirchner-Media
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Das ging schnell: Einen Tag nach der Entlassung von Christian Flüthmann hat Eintracht Braunschweig einen neuen Trainer gefunden. Marco Antwerpen, der zuletzt Trainer von Preußen Münster war, übernimmt das Traineramt beim Drittligisten.

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Das war keine Überraschung: Nicht mal 24 Stunden nach der Beurlaubung von Christian Flüthmann hat Drittligist Eintracht Braunschweig den neuen Trainer präsentiert. Es ist Marco Antwerpen, 48 Jahre alt und zuletzt Coach bei Ligakonkurrent Preußen Münster.

"Er verfügt über viel Erfahrung"

„Marco Antwerpen hat in der Vergangenheit bei mehreren Clubs schon sehr erfolgreich gearbeitet. Er steht für eine offensive Spielweise, verfügt über viel Erfahrung und kennt sich in der 3. Liga bestens aus“, lobt Sportdirektor Peter Vollmann den Neuen, der in Münster im Sommer von sich aus aufgehört hatte.

Apropos Münster: Dort spielte zuletzt die Eintracht bei den Preußen, dort in der Nähe hat Vollmann seinen Hauptwohnsitz. Und dort haben die beiden Beteiligten auch schon zusammengearbeitet, als Antwerpen noch Spieler war. Ebenso bei Fortuna Köln. Es ist davon auszugehen, dass es Gespräche über die jetzt vereinbarte Zusammenarbeit nicht erst am Wochenende gab.

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Da wiederum wurde das Aus von Christian Flüthmann besiegelt. Er habe nach dem geheimen Testspiel bei Arminia Bielefeld (0:1) am Freitag keine überzeugenden Lösungen präsentieren können, wie es wieder nach oben gehen soll, sickerte durch. Zudem wurde bekannt, dass Verteidiger Steffen Nkansah bei diesem Test eine Anweisung des Trainerteams verbal schroff zurückwies – Flüthmann hatte offenbar ein echtes Autoritätsproblem.

Neben Flüthmann muss auch Unger gehen

„An den Diskussionen um sämtliche angebliche Defizite, von denen zuletzt zu lesen war, werde ich mich nicht beteiligen“, sagt Vollmann und betont: „Wir sehen durch diese Veränderung die Chance, wieder in die Spur zu kommen und sind der Auffassung, dieses Ziel durch den Trainerwechsel schneller zu erreichen.“ Drei Kandidaten habe es gegeben, verrät der Sportdirektor.

Übrigens muss außer Flüthmann auch einer der Co-Trainer gehen: Markus Unger, seit 2010 bei den Braunschweigern – erst als Spieler, dann vor allem als Jugend-Trainer. Er erfuhr davon am Montag, ausgerechnet an seinem Geburtstag.

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<b>Yannik Bangsow:</b> Weil sich Fejzic beim Aufwärmen verletzt hatte, feierte der 21-jährige Keeper sein Profi-Debüt – und bekam nach 26 Sekunden gleich mal den ersten Schuss aufs Tor. Vor allem in der Anfangsphase zeigte er ein paar Unsicherheiten. In der heißen Schlussphase war er mehrfach gut zur Stelle. Note: 3. Zur Galerie
Yannik Bangsow: Weil sich Fejzic beim Aufwärmen verletzt hatte, feierte der 21-jährige Keeper sein Profi-Debüt – und bekam nach 26 Sekunden gleich mal den ersten Schuss aufs Tor. Vor allem in der Anfangsphase zeigte er ein paar Unsicherheiten. In der heißen Schlussphase war er mehrfach gut zur Stelle. Note: 3. ©
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Der neue Coach erhielt vorerst nur einen Vertrag bis zum Saisonende. Antwerpen sieht das locker: „Die Dauer nicht das Entscheidende, sondern die Aufgabe, die reizt. Den Blick schon so weit nach vorne zu richten, ist in meinen Augen sowieso nicht das Richtige.“ Nach Braunschweig wolle er aber dennoch schon ziehen.

Antwerpen ist Fan seiner neuen Wirkungsstätte

Der ehemalige Sturmtank outete sich sogar ein bisschen als Fan seiner neuen Wirkungsstätte: „Ich kann mich noch gut an mein letztes Spiel mit Preußen Münster hier erinnern, das war vor einer sehr beeindruckenden Kulisse mit toller Atmosphäre.“ Und weiter: „Diese Stadt lebt den Fußball, da macht es einfach Spaß, die Stimmung im Stadion ist überragend.“

Zuletzt gab es gerade in Heimspielen aber nicht viel Grund zur Begeisterung. Im eigenen Stadion waren bisher nur vier Teams schlechter als die Braunschweiger. Das soll sich schon am Samstag ändern, in Heimspielen will er mit seiner Mannschaft mehr agieren als reagieren. Das hören die Fans gern – doch nach dem vierten Trainerwechsel in nur eineinhalb Jahren hat sich bei der Eintracht inzwischen eine gewisse Grundskepsis breitgemacht. Auch damit wird der neue Coach klarkommen müssen.

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