09. Mai 2020 / 14:53 Uhr

Marco Pajonk beim SV Todesfelde vorgestellt: "Bin begeistert vom Projekt"

Marco Pajonk beim SV Todesfelde vorgestellt: "Bin begeistert vom Projekt"

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Marco Pajonk wird ab der neuen Saison 2020/21 das Trikot des Oberligisten SV Todesfelde tragen
Marco Pajonk wird ab der neuen Saison 2020/21 das Trikot des Oberligisten SV Todesfelde tragen © Foto: SV Todesfelde/Sönke Ehlers
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Der Top-Stürmer besitzt beim ambitionierten Oberligisten einen Vertrag bis Sommer 2022

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Die Tinte ist trocken. Am Freitagabend hat Marco Pajonk wie bereits vermeldet einen Zwei-Jahres-Vertrag bis 2022 beim SV Todesfelde unterschrieben. Der 28-jährige Top-Stürmer will mit den Segebergern in die Regionalliga Nord aufsteigen.

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Teamchef Tramm, Sportchef Weber, Ligamanager Gothmann, Fördervereinsvorsitzender Steenbock und Präsident Böhm empfangen Marco Pajonk

Pajonk war alleine in den Joda-Sportpark gefahren, wo er bei bestem Sommerwetter von Teamchef Sven Tramm, Sportchef Markus Weber, Ligamanager Timo Gothmann, Fördervereinsvorsitzender Thomas Steenbock und Präsident Holger Böhm herzlich willkommen geheißen wurde – natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Pajonk lobte die „tollen Gespräche“ mit den SVT-Verantwortlichen und freut sich auf eine neue Herausforderung an der Dorfstraße. „Ich habe in den letzten Jahren mit vielen Jungs zusammengespielt, die ich gut kannte. Ich habe Bock, mich in einem neuen Umfeld beweisen zu müssen. In Todesfelde ist alles stimmig. Das ist eine reizvolle Aufgabe, um ans Limit zu gehen und den Namen, den man hat, zu bestätigen“, sagte er nach der Vorstellung zum LN-Sportbuzzer und freut sich nicht zuletzt auf die tollen „Tofe“-Fans, die „voll hinter der Mannschaft stehen“ und die er bislang nur von Auswärtsspielen mit dem 1. FC Phönix Lübeck, NTSV Strand 08 und FC Dornbreite oder vom Hallenmasters in Kiel kannte. „Ich habe damals schon die tolle Atmosphäre und Kulisse kennen und schätzen gelernt. Das ist schon gewaltig. Gerade für den Gegner. Von daher freue ich mich, jetzt hier sein zu dürfen.“

2. Belt-Cup: SV Todesfelde zieht ins Finale ein. (Juli 2019)

Rund 50 Todesfelder-Fans sind mit nach Dänemark gereist und haben wieder für ordentlich Stimmung gesorgt. Zur Galerie
Rund 50 Todesfelder-Fans sind mit nach Dänemark gereist und haben wieder für ordentlich Stimmung gesorgt. ©

Berufliche Zukunft noch offen, Hauptsponsor Bernd Jorkisch lässt Beziehungen spielen

Mit der Verpflichtung des 1,83 m großen Stürmers, der 112 Tore in 123 Oberligaspielen erzielt hat, dürfte auch dem Letzten klar geworden sein, dass der Verein es ernst meint mit dem angepeilten Regionalliga-Aufstieg. Nachdem man diese Saison noch auf eine Meldung verzichtet hat. Bevor der 28-Jährige seine Zusage bei den Blau-Gelben gegeben hat, hat er eine Pro- und Contra-Liste für sich aufgestellt. „Die Entscheidung ist mir echt einfach gefallen. Die Gespräche waren gleich recht überzeugend. Ich bin begeistert von dem Projekt, das mir vorgestellt wurde. Es gab letztlich wenig, was dagegen gesprochen hat“, betont Pajonk. Mit ausschlaggebend war, dass ihm eine berufliche Perspektive zugesichert wurde. Noch arbeitet Pajonk, der im letzten Jahr sein BWL-Studium erfolgreich abgeschlossen hat, bei BS Sport in Lübeck-Travemünde. In welche Richtung es beruflich geht, ist noch offen. Fest steht, dass Hauptsponsor Bernd Jorkisch persönlich zugesagt hat, seine guten Beziehungen spielen zu lassen. Erste Anfragen bei Firmen laufen bereits. „Ich saß zweimal bei Herrn Jorkisch im Büro. Das waren gute Gespräche. So wie ich ihn kennengelernt habe, ist er ein Typ mit Format. Da mache ich mir keine Sorgen, dass das mit einem Job nicht klappt.“ Offen ist zudem, welche Rückennummer der prominente Neuzugang bei „Deathfield“ trägt. Bisher trug er die Nummer Neun, die bei Tofe aber Dennis Studt hat.



Oberligist 1. FC Phönix Lübeck meldet Top-Transfer vor SV Todesfelde

Verstimmt zeigte sich Pajonk unterdessen, dass sein aktueller Verein 1. FC Phönix den Wechsel vorab und ohne Absprache auf der vereinseigenen Homepage veröffentlicht hat. „Ich wollte fair sein und habe Frank Salomon (der Teamchef der Lübecker, die Red.) mitgeteilt, wohin ich wechseln beziehungsweise dass ich am Abend in Todesfelde unterschreiben werde. Da ich bei ihm arbeite und er es damit nicht aus den Medien erfährt. Ich war überrascht, dass es wenig später publik gemacht wurde und finde es schade, dass Todesfelde nicht die Möglichkeit hatte, den Transfer selber zu vermelden“, bedauert er und habe den Eintrag auf der Facebook-Seite des 1. FC Phönix als Seitenhieb Richtung Todesfelde verstanden. Nichtsdestotrotz würde er auf „vier tolle Jahre“ unter Salomon und Daniel Safadi beim NTSV Strand 08 und seit Januar 2019 bei den Phönixern zurückblicken.

Das Finale im Segeberger Kreispokal fand mit dem SV Todesfelde einen souveränen Sieger.

Pokalfinale im Kreis Segeberg 2019 zwischen dem SV Todesfelde und dem SV Schackendorf in Garbek Zur Galerie
Pokalfinale im Kreis Segeberg 2019 zwischen dem SV Todesfelde und dem SV Schackendorf in Garbek ©

Henrik Sirmais freut sich über Neuzugänge Marco Pajonk und Ex-VfBer Til Weidemann

In der Todesfelder Mannschaft wurde der Transferkracher von Pajonk positiv aufgenommen. „Mit Til Weidemann und Marco haben wir uns nochmal ordentlich verstärkt“, sagt Henrik Sirmais. „Von den Namen ist das ein Statement, was der Klub vorhat. Til ist ein Toptalent, vielleicht das größte Talent in der Region. Und Marcos Qualitäten sind hinlänglich bekannt. Seine Quote ist beeindruckend.“ Dass sich der Konkurrenzkampf in der Offensive nun erhöht, sieht der 29-jährige Ex-VfB-Lübecker (111 Regionalliga-Spiele) entspannt. „Ich bin offen dafür“, erzählt er. „Es ist wichtig, dass wir gut in der Breite aufgestellt sind.“ Im Sommer ist Sirmais mit seiner Abschlussprüfung zum Kriminalkommissar (gehobener Polizeidienst) in Kiel-Altenholz fertig und hofft dann, in seiner Heimatstadt Lübeck eingesetzt zu werden. Da die beiden jüngsten Neuzugänge aus Lübeck kommen, freut er sich jetzt schon auf eine künftige Fahrgemeinschaft. Laut Pajonk habe man sich hierüber auch schon ausgetauscht, bevor die Tinte unter dem Vertrag trocken war.

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