23. September 2021 / 22:27 Uhr

"Das hat mich angefasst": Marco Rose kommentiert Wut der Gladbach-Fans nach BVB-Wechsel

"Das hat mich angefasst": Marco Rose kommentiert Wut der Gladbach-Fans nach BVB-Wechsel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Marco Rose tritt mit dem BVB am Samstag bei seinem Ex-Klub Borussia Mönchengladbach an.
Marco Rose tritt mit dem BVB am Samstag bei seinem Ex-Klub Borussia Mönchengladbach an. © IMAGO/Revierfoto (Montage)
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BVB-Trainer Marco Rose kehrt am Samstag an seine alte Wirkungsstätte zurück. Nach dem Bekanntwerden seines Abgangs von Borussia Mönchengladbach hatte er den Unmut der Fohlen-Anhänger auf sich gezogen. Vor dem Duell mit seinem Ex-Klub kommentierte er die Anfeindungen gegen seine Person.

Für Marco Rose wird es ein schwerer Gang, wenn er am Samstag mit seinem neuen Verein Borussia Dortmund an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt. Im Duell mit Ex-Klub Borussia Mönchengladbach trifft der Coach nicht nur auf ehemalige sportliche Wegbegleiter, sondern auch auf die Gladbach-Fans, die nach dem Bekanntwerden des Wechsels zur Liga-Konkurrenz im Endspurt der vergangenen Saison durchaus kritisch reagiert hatten. "Bestimmte Dinge kann ich nachvollziehen, andere gar nicht", kommentierte Rose im Gespräch mit Sky die Anfeindungen von einem Teil der Szene. "Das hat mich angefasst. Aber es geht dann auch irgendwann weiter."

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Sauer stieß den Gladbacher Anhängern insbesondere auf, dass Rose trotz seiner Aussagen, bei den "Fohlen" langfristig etwas aufbauen zu wollen, beim Interesse der Westfalenf frühzeitig die Zelte abbrach. "Ich gehe von einem gellenden Pfeifkonzert und Schmährufen gegen ihn aus", sagte Michael Weigand von der Gladbacher Fanvertretung "Supporters Club" in der Sport Bild. Mit deutlichen Worten verwies er auf die anhaltende Wut: "Wir Fans haben gemerkt, dass wir von ihm hinters Licht geführt und von ihm verarscht wurden."

Mehr Verständnis für die damalige Entscheidung des Trainers äußerte dagegen Jonas Hofmann. Via Bild startete der Nationalspieler einen Versuch, die Wogen zu glätten: "Ich finde, Marco Rose hat keine Pfiffe verdient!" Sportdirektor Eberl appellierte zudem an die Fans, sich nicht in einem "Kleinkrieg" zu verlieren, prognostizierte jedoch auch einen ungemütlichen Empfang für seinen Ex-Trainer. "Der Fußballjargon ist manchmal auch unterste Schublade. Das wird man nicht gänzlich verhindern können“, sagte der Sportchef der niederrheinischen Borussia. "Das Spiel Gladbach gegen Dortmund ist immer brisant. Jetzt hat es noch mehr Brisanz. Ich verstehe auch die Fans, die wahrscheinlich ihren Unmut zeigen wollen."

Rose: "Ich glaube, dass es auch viele positive Faktoren gibt"

Rose betonte indes, dass "Trainer- und Spielerwechsel in irgendeiner Form dazugehören". Sein Entscheidung für den BVB sei dennoch "nicht auf viel Gegenliebe gestoßen." Der 45-Jährige fügte an: "Was drumherum teilweise draus gemacht wurde und wird, das kann ich nicht beeinflussen." Für die Zukunft wünsche er sich, dass auch seine Verdienste bei der Bewertung des Wechsels berücksichtigt werden. "Ich glaube, dass es auch viele positive Faktoren gibt", betonte Rose. "Es wird Leute geben, die mich damit in Verbindung bringen, dass wir uns für die Champions League qualifiziert haben, dass wir im Champions-League-Achtelfinale standen, dass wir Nationalspieler ausgebildet haben."

Die wachsende Zuneigung in Dortmund nach vier Siegen in den ersten fünf Bundesliga-Partien tröstet Rose indes ein wenig über die kritische Haltung des Gladbacher Anhangs hinweg. Beim ersten öffentlichen Training des BVB am Mittwoch seit Beginn der Corona-Krise wurde er von den 550 Besuchern mit warmen Applaus und "Marco"-Rufen empfangen. "Ich versuche, die Geschichten, die drum herum entstehen, für mich nicht aufkommen zu lassen. Damit fahre ich ganz gut. Ich konzentriere mich auf das Wesentliche“, so Rose weiter und gab die Marschroute vor. "Wie es im Fußball ist. Das hat man oft, dass man gegen einen Ex-Verein spielt. Dann geht es vor allem darum, dass man für seinen neuen Verein das Bestmögliche rausholt. Das sind für uns drei Punkte."