08. Februar 2020 / 11:49 Uhr

Marco Terrazzino zu Dresden gegen Darmstadt: „Wir suchen die Schuld bei uns“

Marco Terrazzino zu Dresden gegen Darmstadt: „Wir suchen die Schuld bei uns“

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Marco Terrazzino (Mitte) steht neben Patrick Ebert, Alexander Jeremejeff, Ondrej Petrak, Trainer Markus Kauczinski und Josef Husbauer nach der Heimniederlage gegen den SV Darmstadt auf dem Rasen des Dresdner Stadions.
Marco Terrazzino (Mitte) steht neben Patrick Ebert, Alexander Jeremejeff, Ondrej Petrak, Trainer Markus Kauczinski und Josef Husbauer nach der Heimniederlage gegen den SV Darmstadt auf dem Rasen des Dresdner Stadions. © dpa
Anzeige

Mittelfeldmann Marco Terrazzino war in der Winterpause aus Freiburg gekommen, um Dynamo Dresden bei der Mission „Klassenerhalt“ zu helfen. Redakteur Stefan Schramm sprach unmittelbar nach der Begegnung gegen den SV Darmstadt mit dem Neuzugang der Schwarz-Gelben.

Anzeige

Dresden. Marco Terrazzino hatte im Spiel gegen den SV Darmstadt offensiv einen schweren Stand. Er kam nicht so zur Entfaltung wie in den beiden Partien zuvor. Nach dem knappen Spielausgang zuungunsten der Dynamos zeigte sich der Dresdner Neuzugang entsprechend enttäuscht, traf in seiner Analyse aber dennoch den Kern der Sache.

Wie lautet Ihr Fazit zu diesem Spiel?
Wir haben in der zweiten Halbzeit unser wahres Gesicht gezeigt. In der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen, auch wenn wir 1:0 geführt haben. Aber der Gegner war bissiger, aggressiver in den Zweikämpfen. Wir haben zu einfache Tore zugelassen. Gegen den Ball waren wir überhaupt nicht präsent. So müssen wir zur Pause mit einem Zwei-Tore-Rückstand starten. Wir haben das ordentlich gemacht, waren auch dran. Wir machen den 2:3-Anschlusstreffer und standen kurz vorm Ausgleich. Dann hatten wir Pech mit der Abseitssituation und der Roten Karte. Wir müssen im nächsten Spiel so weitermachen wie in der zweiten Halbzeit.

DURCHKLICKEN: Bilder zum Spiel gegen die Lilien

Herber Rückschlag für Dynamo Dresden: Das Team von Trainer Markus Kauczinski unterlag dem SV Darmstadt 98 mit 2:3. Zur Galerie
Herber Rückschlag für Dynamo Dresden: Das Team von Trainer Markus Kauczinski unterlag dem SV Darmstadt 98 mit 2:3. ©

Die Schuld ist also nicht beim Schiedsrichter zu suchen, sondern vor allem in der ersten Halbzeit bei euch selbst...
Absolut. Wir suchen die Schuld nicht bei anderen, sondern bei uns. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel verloren. Uns darf vor allem im Abstiegskampf nicht passieren, dass wir nicht so griffig und bissig wie in den letzten beiden Spielen waren. Man sieht aber auch, wie hart der Weg ist. Man kann nicht denken, dass alles ein Selbstläufer ist. Jedes Spiel ist ein Endspiel. Heute haben wir gelernt, dass ein Spiel auch mal gegen uns laufen kann. In solchen Situationen heißt es, zusammenzustehen und Reaktion zu zeigen.

War das ein Rückschlag?
Das war ein Dämpfer. Wir haben ein, zwei unnötige Gegentore bekommen. Die Reaktion der Fans kam zu Recht. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, was wir können. Der Zuspruch, den wir da von den Fans bekommen haben, gibt uns Kraft für die kommenden Aufgaben. Nach dem Misserfolg in der ersten Halbzeit so zurückzukommen, war positiv.

Spielbericht, Stimmen und Spielernoten zu Dynamo Dresden – SV Darmstadt

Der Auftritt in Halbzeit eins war unerklärlich...
Schwer zu sagen, warum. Wir sind ja keine Roboter. Wir haben in den ersten Spielen sehr viel investiert, aber die Unsicherheit vor allem in der ersten Halbzeit war auch für mich neu. Wir waren als Mannschaft nicht so präsent wie in den ersten zwei Spielen. So bekommst du sofort in der zweiten Liga ein Tor und musst dann das ganze Spiel einen Rückstand aufholen. Wichtig ist aber, vor allem beim Misserfolg zusammenzustehen und sich aufzurappeln. Das haben wir gezeigt und mit ein bisschen Glück hätten wir das Spiel auch gewonnen.