20. Dezember 2020 / 13:42 Uhr

Nach Spuck-Attacke von Thuram: Gladbach ordnet interne Strafe an – Eberl: "Lassen ihn nicht fallen"

Nach Spuck-Attacke von Thuram: Gladbach ordnet interne Strafe an – Eberl: "Lassen ihn nicht fallen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Marcus Thuram muss sich nach seiner Spuck-Attacke gegen Posch einer vereinsinternen Strafe stellen. 
Marcus Thuram muss sich nach seiner Spuck-Attacke gegen Posch einer vereinsinternen Strafe stellen.  © imago/Laci Perenyi/Martin Hoffmann/Montage
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Es war die Aufreger-Szene des 13. Spieltags. Marcus Thuram gerät in einen Zwist mit Hoffenheims Posch und spuckt seinem Gegenspieler aus nächster Nähe ins Gesicht. Nun greift Borussia Mönchengladbach zu internen Maßnahmen gegen den Franzosen. 

Borussia Mönchengladbach hat seinem Stürmer Marcus Thuram nach der Spuck-Attacke im Spiel gegen Hoffenheim eine vereinsinterne Strafe in Höhe eines Monatsgehalts auferlegt. "Ich hatte heute Morgen ein längeres Gespräch mit Marcus, in dem er sich nochmal bei mir und damit beim Verein für sein Verhalten entschuldigt hat", sagte Sportdirektor Max Eberl. "Wir kennen Marcus nun schon seit fast zwei Jahren, wir kennen sein Umfeld, wir kennen sein Elternhaus, und das alles passt überhaupt nicht zu dem, was gestern passiert ist", so Eberl am Sonntag in einer Vereinsmitteilung.

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Der 23-jährige Thuram sei am Boden zerstört. "Er hat mir glaubhaft versichert, dass er Stefan Posch nicht absichtlich angespuckt hat. Er hat mir gesagt, dass er bei einem Disput mit Stefan Posch mehrfach auf Französisch geschimpft und dabei im Zuge eines Wortschwalls und in größter Erregung unwillkürlich gespuckt hat", erklärte Gladbachs Sportdirektor. "Er hat es getan, aber er hat es nicht mit Absicht getan. Wir werden ihn als Verein für sein Verhalten, das zum Platzverweis geführt hat, mit einer Strafe in Höhe eines Monatsgehalts belegen, die einem sozialen Zweck zugutekommen wird. Er hat das akzeptiert und von sich aus angeboten, sich auch darüber hinaus für einen sozialen Zweck zu engagieren", sagte Eberl.

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Thuram habe sich zudem noch am Abend bei Posch, bei der TSG Hoffenheim, bei seinen Mannschaftskameraden, beim Trainerstab und bei den Gladbach-Fans entschuldigt, hieß es in der Mitteilung. Nach der Spuck-Attacke kam es zu einer Welle der Empörung in Fußball-Deutschland. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge verurteilte die Aktion scharf und bezeichnete sie im "Doppelpass" von Sport1 als "ein absolutes No-Go".


Über die Anzahl der Spiele, die der Angreifer aussetzen muss, dürfte das DFB-Sportgericht in den kommenden Tagen entscheiden. In einer ähnlichen Situation hatte der Verband Schalkes Ozan Kabak im September für vier Spiele gesperrt.