23. Juni 2020 / 07:59 Uhr

Margon-Arena der DSC-Volleyballerinnen soll im neuen und alten Glanz erstrahlen

Margon-Arena der DSC-Volleyballerinnen soll im neuen und alten Glanz erstrahlen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
GER Sachsen Dresden Stadtrat in der Messe - Stadtratsitzung mit der Wahl des neuen Bürgermeister - Beigeordneten fuer Kultur und Bildung - hier Finanzbürgermeister Peter Lames
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Foto: Juergen Maennel - BV IngDiba IBAN und BIC sind bekannt 	

Um die orange eingefärbten Flächen soll die Margon-Arena an der Bodenbacher Straße erweitert werden. © Jürgen Männel
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National und in Europa mithalten: Die Stadt Dresden will die Margon-Arena an der Bodenbacher Straße für 32,3 Millionen Euro erweitern. Die Halle soll künftig 600 Plätze mehr fassen. Ein Erweiterungsneubau, eine Veranstaltungsfläche und ein Parkhaus sollen aus dem Boden gestampft werden.

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Dresden. Schon seit Jahren stoßen die DSC-Volleyballerinnen in der 1998 eröffneten Margon-Arena an ihre Grenzen. Während viele Mitbewerber in der Bundesliga inzwischen durch den Bau neuer Hallen bessere Trainings- und Vermarktungsmöglichkeiten haben, muss der fünfmalige deutsche Meister weiter mit vielen Provisorien leben. Es fehlen ein angemessener VIP-Raum, Kraft- und Physiotherapieräume sowie Lagermöglichkeiten für die LED-Banden. Die Kapazität von 3000 Zuschauern ist ebenfalls ein begrenzender Faktor. Ganz zu schweigen vom undichten Dach, das derzeit nur dank einer Notvariante den Spielbetrieb gewährleistet.

Nachdem Sponsoren des DSC bereits Ende 2018 die Initiative ergriffen hatten und ein Projekt zur Sanierung und Erweiterung in einer Machbarkeitsstudie präsentierten, hat jetzt die Stadt ihre Studie, die von der STESAD GmbH und Ipro-consult GmbH erarbeitet wurde, auf den Tisch gelegt. Darin sind drei Varianten enthalten, von denen die Verwaltung eine favorisiert, die von 2023 bis 2025 realisiert werden könnte. So wird die reine Sanierung im Bestand (8,1 Millionen Euro) ebenso verworfen wie ein fast kompletter Neubau (ähnlich dem Entwurf der DSC-Sponsoren), der zwar eine Erweiterung auf 4700 Zuschauer vorsieht, aber mit 44 Millionen Euro die teuerste Variante wäre. Der bevorzugte Plan umfasst eine Aufstockung der Zuschauerzahl von 3000 auf 3600.

Die Trikots, die die DSC-Volleyball-Damen beim Pokalsieg im Februar getragen hatten, sollen in der nächsten Woche versteigert werden.  
Die DSC-Volleyballerinnen sind die wichtigsten Mieter der Margon-Arena. © Uwe Anspach/dpa

Dazu ist an der südwestlichen Giebelseite ein Erweiterungsneubau mit weiteren Sportflächen vorgesehen. Statt der drei Nebenhallen soll es vier Trainingsflächen von jeweils 200 Quadratmetern, eigene Lagerflächen und Räume für eine Physiotherapie geben. In einem neuen VIP-Bereich können 450 Gäste betreut werden, außerdem sind Räume für die Geschäftsstellen der DSC-Damen und der Dresden Titans sowie weiterer Vereine konzipiert. Eine große Außenterrasse dient als weitere Veranstaltungsfläche, und es ist ein Parkhaus geplant. Die Kosten für diese Variante belaufen sich auf 32,3 Millionen Euro.

Konkrete Pläne sind wichtiger Schritt

Finanz- und Sportbürgermeister Peter Lames erklärt: „Für den Doppelhaushalt bis 2022 ist das unter den schwierigen Bedingungen derzeit kein Thema. Doch wir wollen unsere Investitionskraft auch in Krisenzeiten erhalten. Dieses Projekt kostet einen Batzen Geld. Dafür bekommen wir aber eine zukunftsfähige Sport- und Veranstaltungshalle.“ In den nächsten drei Monaten soll die Vorlage in den Ausschüssen beraten und am 24. September vom Stadtrat abgesegnet werden. Dennoch ist der Weg noch lang. „Gibt der Stadtrat grünes Licht, wird in einem Vergabeverfahren ein Planungsbüro gesucht, das mit der Ausführung beauftragt wird. Das dauert etwa ein Jahr. Natürlich kann der Planer dann auch noch eigene Ideen einbringen“, erläutert Lames weiter. Obwohl Sanierung und Erweiterung getrennt voneinander erfolgen könnten, müssten Volleyballerinnen und Titans für eine Saison in eine andere Spielstätte umziehen. Außerdem müssten die Tennisplätze des TC Seidnitz dem Parkhaus weichen. Für beide Probleme werden gerade Lösungen gesucht. So könnten die Teams in der Ballsportarena Asyl finden, die Tennisspieler auf die Anlage am Hagedornplatz umziehen.

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Bei den DSC-Volleyballerinnen stößt der Plan auf Zustimmung. „Als wichtigster Mieter freuen wir uns, dass die seit Jahren vorgetragenen Themen nun zu konkreten Plänen führen. Dies ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Wettbewerbsstätte, die im nationalen und europäischen Vergleich mithalten kann“, sagte Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. Sie fügte aber auch an: „Natürlich würden wir uns freuen, wenn der Umbau vor 2023 beginnen könnte.“