22. Juni 2019 / 12:53 Uhr

Europameister Mario Basler gibt Comeback in der neunten Liga - mit 50 Jahren

Europameister Mario Basler gibt Comeback in der neunten Liga - mit 50 Jahren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mario Basler zieht sich wieder ein Trikot über und spielt künftig in der achten Liga.
Mario Basler zieht sich wieder ein Trikot über und spielt künftig in der achten Liga. © imago images / Eibner
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Mario Basler kickt künftig in der Kreisklasse A! Der Europameister will es mit 50 Jahren nochmal wissen und steigt als Spieler und Berater bei einem Amateurverein in Rheinland-Pfalz ein.

262 Bundesliga-Spiele, drei Meistertitel, zwei Pokalsiege, EM-Titel 1996 - und jetzt ein Engagement in der Kreisklasse A: Mario Basler will es nochmal wissen. Der ehemalige Profi vom FC Bayern München, Werder Bremen und Hertha BSC will zur neuen Saison beim Neuntligisten TSG Eisenberg in Rheinland-Pfalz spielen und als Berater des Amateurvereins agieren. Das bestätigte Abteilungsleiter Manfred Boffo der Rheinpfalz.

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Der exzentrische Basler hatte seine Karriere offiziell 2004 beendet, sporadisch jedoch immer wieder bei Amateurvereinen gespielt. 2006 wechselte er zum ATSV Wattenheim, vier Jahre später zum BC Augsburg-Oberhausen und die TuS Rüssingen. Vor Kurzem hatte der Ex-Profi in Eisenberg eine Shisha-Bar eröffnet. Sein Sohn Maurice Basler spielt bereits für die TSG.

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Mario Basler hat mit Profifußball abgeschlossen: "Der Kommerz wird immer größer"

In der vergangenen Saison wurden die Eisenberger Tabellenfünfter der A-Klasse Rhein-Pfalz, die in der Nähe von Mannheim angesiedelt ist. Basler arbeitete als Trainer bereits für Jahn Regensburg, Wacker Burghausen und RW Oberhausen sowie als Sportchef von Eintracht Trier und Lok Leipzig.

"Super Mario", der beim 1. FC Kaiserslautern groß wurde und später für RW Essen, Hertha BSC, Werder Bremen, den FC Bayern und erneut für Lautern aktiv war, absolvierte zwischen 1994 und 1998 insgesamt 30 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft, in denen er zwei Tore schoss.

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Mit dem Profifußball hat Basler lange abgeschlossen."Der Kommerz wird immer größer, Vereine und Verbände werden immer gieriger. Und der Fan ist heute der größte Depp", schimpfte Basler im Dezember in der Sport Bild und wurde konkret: "Die Fans werden gemolken. Sie sollen Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots kaufen, die hohen Eintrittspreise zahlen und dann schön brav im Stadion singen. Aber die Spieler bekommen sie unter der Woche nicht mehr zu Gesicht, weil die abgeschottet werden. Geheimtraining!"

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