28. März 2018 / 06:27 Uhr

Mario Gomez hadert mit Brasilien-Pleite: "Es hat die Konsequenz gefehlt"

Mario Gomez hadert mit Brasilien-Pleite: "Es hat die Konsequenz gefehlt"

Eric Zimmer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zwei Spiele, 68 Minuten, kein Tor: Mario Gomez hofft trotzdem auf die WM.
Zwei Spiele, 68 Minuten, kein Tor: Mario Gomez hofft trotzdem auf die WM. © imago/Jan Huebner
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Die Niederlage gegen Brasilien war - verbunden mit der schwachen Leistung der deutschen Mannschaft - ein unerwarteter Dämpfer in der Vorbereitung auf die WM. Stürmer Mario Gomez erklärt, warum ihm und dem DFB-Team gegen den Rekordweltmeister kein Treffer gelang.

Seit seiner Rückkehr vom VfL Wolfsburg zum Bundesligaaufsteiger Stuttgart im Januar dreht Stürmer Mario Gomez wieder auf. Sechs seiner bisher sieben Ligatreffer in dieser Spielzeit erzielte er für den VfB. 73 Länderspiele hat der 32-Jährige inzwischen absolviert, Weltmeister wurde er aber nicht. Denn bei der WM 2014 war er nicht dabei. Jetzt hofft er auf die Teilnahme am Turnier im Sommer in Russland. Bei den letzten Tests vor der vorläufigen Kadernominierung (bis 14. Mai bei der Fifa) kam Gomez jeweils zum Einsatz, beim 1:1 gegen Spanien am Freitag für sechs Minuten, beim 0:1 am Dienstag gegen Brasilien für 62 Minuten. Ein Treffer für die Bewerbungsmappe gelang ihm nicht.

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Gegen Brasilien stand der Stuttgarter in der Startelf, hinterher erklärte er, warum die DFB-Elf im Spiel gegen den Rekordweltmeister nicht jubeln konnte. „Nach vorn hat einfach die Konsequenz gefehlt. Wir haben zu leicht die Bälle verloren“, sagte Gomez. Und: „Wir sind eigentlich schon ab und zu gut vor das Tor gekommen. Es hat sich aber durch das Spiel gezogen, dass immer der letzte Zentimeter gefehlt hat. Da waren acht, neun, zehn Kopfballchancen. Wenn da der Ball ein bisschen anders berührt wird, geht er ins lange Eck. So ging er immer vorbei, wurde geblockt oder was auch immer.“

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"Schauen, wer wie drauf ist"

Dass Deutschland die erste Niederlage seit 22 Spielen ohne Pleite ausgerechnet im ausverkauften Berliner Olympiastadion kassierte, wurmte Gomez. „Bitter, dass so viele Leute ins Stadion kommen und dann eine Niederlage sehen. Aber wenn es wirklich nur um das Gewinnen gegangen wäre, hätten wir auch anders aufgestellt. Es war ein Test, wir wollten schauen, wer wie drauf ist. Aber trotzdem will man als Fußballer natürlich immer gewinnen.“

Internationale Pressestimmen zur DFB-Pleite gegen Brasilien

Der Moment des Gegentreffers: Weltweit wird über die DFB-Pleite gegen Brasilien geschrieben. Klickt euch durch! Der SPORTBUZZER präsentiert die internationalen Pressestimmen! Zur Galerie
Der Moment des Gegentreffers: Weltweit wird über die DFB-Pleite gegen Brasilien geschrieben. Klickt euch durch! Der SPORTBUZZER präsentiert die internationalen Pressestimmen! ©

Er hadert damit, dass es  die Mannschaft nicht geschafft, mit der ungewohnten Truppe ein geordnetes Spiel aufzuziehen. „Wir müssen das jetzt so mitnehmen. Aber wir müssen natürlich besser reagieren können, wenn denn Trainer die Mannschaft auch mal durchmixt. Auch wenn man nicht so oft zusammenspielt, kann man das als Einheit besser lösen. Das haben wir nicht gemacht. Alles in allem hat Brasilien jetzt kein überragendes Spiel gemacht. Aber wir auch nicht.“

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"Bundestrainer nominiert nicht heute"

Deutschland in der Einzelkritik gegen Brasilien

Deutschland hat gegen Brasilien das letzte Testspiel vor der endgültigen WM-Nominierung absolviert. Wer konnte glänzen? Und wer nicht? Klickt euch durch: Alle DFB-Spieler hier in der Einzelkritik! Zur Galerie
Deutschland hat gegen Brasilien das letzte Testspiel vor der endgültigen WM-Nominierung absolviert. Wer konnte glänzen? Und wer nicht? Klickt euch durch: Alle DFB-Spieler hier in der Einzelkritik! ©

Sorgen, dass die Niederlage gegen Brasilien ein Fingerzeig auf eine nicht titelreife deutsche Mannschaft sein könnte, macht sich der Mittelstürmer aber nicht. „Einer Mannschaft wie Brasilien können wir mit unserer ersten Elf absolut Paroli bieten – wenn nicht sogar mehr“, sagte Gomez, der jetzt im Trikot des VfB weiter dafür sorgen möchte, dass er am Ende zu den 23 WM-Fahren von Löw (finale Kaderbekanntgabe am 4. Juni) gehört. „Ich wollte in diesen Tagen mein Bestmögliches anbieten und habe das auch getan. In den nächsten zwei Monaten werde ich das auch noch tun. Und dann ist Mai – und dann schauen wir mal, ob es reicht oder nicht. Der Bundestrainer wird nicht heute Abend nominieren“, sagte er am späten Dienstag in Berlin.

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