15. März 2018 / 18:13 Uhr

Mario Gomez über Mertesacker-Aussagen: "Der Per hat sehr pauschalisiert"

Mario Gomez über Mertesacker-Aussagen: "Der Per hat sehr pauschalisiert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mario Gomez kann Per Mertesacker verstehen, mahnt aber zur Differenzierung.
Mario Gomez kann Per Mertesacker verstehen, mahnt aber zur Differenzierung. © Getty
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Nach dem bemerkenswerten Interview von Weltmeister Per Mertesacker im Spiegel hat sich auch Ex-Teamkollege Mario Gomez geäußert - und nicht nur Verständnis für den Arsenal-Kapitän gezeigt.

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Wie hart ist der Leistungsdruck im Fußball? Per Mertesacker hat mit seinem Interview im Spiegel ein Schlaglicht geworfen auf den Leistungsfußball und die relative Unfreiheit der Stars. Es ginge nicht mehr um den Spaß, "sondern dass du abliefern musst, ohne Wenn und Aber“, erklärte Mertesacker.

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Der Fall Per Mertesacker

Für Mario Gomez sind das Verallgemeinerungen, die längst nicht repräsentativ sind für den durchschnittlichen Profi. "Der Per hat da sehr pauschalisiert", erklärte der Mittelstürmer des VfB Stuttgart bei Eurosport. "Man muss verstehen, dass es dabei eher um seine Person geht." Natürlich gebe es Spieler, die so empfinden würden wie der Weltmeister. Er könne aber nicht nachvollziehen, dass Mertesacker nun das System eingreifen wolle.

"Lösungen finden, wie man aus dem Hamsterrad rauskommt"

"Man muss die Dinge differenzierter sehen", sagte der 32-Jährige. "Manche kommen damit (dem Druck, d. Red.) gut klar, andere weniger. Natürlich muss man bei denen, die weniger gut klarkommen, Lösungen finden, wie sie aus diesem Hamsterrad herauskommen." Gomez kennt sich mit Leistungsdruck aus, wurde oft genug von gegnerischen Fans aufs Korn genommen. Von 2009 bis 2013 spielte er bei FC Bayern, seit Januar 2018 wieder für seinen Jugendverein VfB.



Das sind die WM-Kandidaten

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Hat der Fußball nach dem Tod von Robert Enke nichts gelernt? Mertesacker hatte für seine Aussagen über Gebühr Kritik einstecken müssen, nicht zuletzt von den Sky-Experten Lothar Matthäus, Reiner Calmund und Christoph Metzelder - der sich anschließend entschuldigte. Gomez: "Das ist kein Problem des Fußballs, sondern ein gesellschaftliches Problem. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht gegenseitig zerfleischen..."

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