24. Mai 2020 / 14:13 Uhr

Bundesliga oder Ausland? Wie es mit Mario Götze nach dem BVB-Aus weitergehen könnte

Bundesliga oder Ausland? Wie es mit Mario Götze nach dem BVB-Aus weitergehen könnte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mario Götze und Borussia Dortmund gehen im kommenden Sommer getrennte Wege.
Mario Götze und Borussia Dortmund gehen im kommenden Sommer getrennte Wege. © imago images/Kirchner-Media/Montage
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Nach dem offiziell verkündeten Aus von Mario Götze bei Borussia Dortmund wird über die Zukunft des Offensivallrounders spekuliert. Angeblich bevorzugt der 27-Jährige einen Wechsel nach Südeuropa.

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Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus kann sich Mario Götze gut bei Hertha BSC vorstellen - nach Angaben der Bild wird es den WM-Helden von 2014 aber mit ziemlicher Sicherheit ins Ausland ziehen. Demnach seien Italien, wo die beiden Mailänder Klubs Inter und AC bereits ein Auge auf den Offensivallrounder geworfen haben sollen, und Spanien die bevorzugten Ziele von Götze. Sollte sich ein Wechsel nach Südeuropa nicht realisieren lassen, sei der 27-Jährige aber auch einem Transfer in die englische Premier League oder die französische Ligue 1 nicht abgeneigt. So oder so: Die Zeit des 63-maligen Nationalspielers bei Borussia Dortmund ist abgelaufen.

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Dies hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Samstag vor dem Bundesliga-Sieg beim VfL Wolfsburg (2:0) offiziell verkündet. "Ich habe das Gespräch mit ihm gesucht und wird sind übereingekommen, dass wir die Zusammenarbeit im Sommer beenden werden", sagte der Manager bei Sky. Es wird ein ähnlich freudloser Abschied wie 2013, als Götze seinen Jugendklub erstmals verließ. Damals waren die Vorzeichen jedoch komplett anders. Der FC Bayern hatte die Kaufoption in Höhe von 37 Millionen Euro bei Deutschlands damals größtem Talent gezogen. Beim BVB war man bitter enttäuscht, zu gern hätte man mit Götze als Herzstück der Mannschaft weitergearbeitet. Dieses Mal ließ man den Vertrag auslaufen. Nun befindet sich Götze auf Jobsuche. Sein Gehalt von derzeit angeblich zehn Millionen Euro im Jahr dürfte in Zukunft geringer ausfallen.

Rummenigge rät Götze zu Veränderungen

Auch bei seinem künftigen Klub wird Götze vor allem eines sein: Ein großes Versprechen. Mehr nicht. Sollte er noch einmal seine einstige Form erreichen, wäre seine Karriere wohl doch noch gerettet. Andernfalls wäre er "nur" der ewige WM-Held. Das ist viel mehr als die meisten anderen Profis je erreichen und doch immer noch viel weniger, als Götze hätte erreichen können. SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge hatte Götze bereits im März dazu geraten, seine Spielweise zu verändern, um doch noch einmal in die Spur zu finden: "Er hat an Schnelligkeit verloren und sollte sein Spiel umstellen, mehr Regisseur sein. Ein Stürmer ist er nicht."

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Dass Götze noch einmal eine Chance bei einem ganz großen Klub erhalten wird, glaubt Rummenigge indes nicht. Schon vor knapp zwei Monaten schrieb er, dass "nur noch Vereine der Kategorie B in Frage kommen." Und weiter: "Ich denke da an Klubs der Größenordnung Everton, West Ham oder italienische Mittelklasse-Vereine. In der Bundesliga könnte er zu Borussia Mönchengladbach passen oder nach Leverkusen. In einem Fall würde er alle Sympathien in Deutschland verspielen: Würde er nach China, Katar oder Saudi-Arabien gehen, wäre klar, es geht nur noch ums Geld."