09. Dezember 2020 / 17:50 Uhr

Mario Götze erklärt: Deshalb bin ich nach Eindhoven gewechselt - und das ist mein Ziel im DFB-Team

Mario Götze erklärt: Deshalb bin ich nach Eindhoven gewechselt - und das ist mein Ziel im DFB-Team

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Mario Götze fühlt sich wohl bei der PSV Eindhoven.
Mario Götze fühlt sich wohl bei der PSV Eindhoven. © imago images/Pro Shots
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Bei Borussia Dortmund stand er am Ende auf dem Abstellgleis. WM-Final-Torschütze Mario Götze wagte im Sommer einen Neuanfang in den Niederlanden. Bei der PSV Eindhoven brauchte er keine lange Eingewöhnungszeit, überzeugt im Team von Trainer Roger Schmidt. Ruft bald wieder die DFB-Elf?

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Nicht wenige hatten einen Wechsel innerhalb der Bundesliga erwartet, am Ende suchte er den Neuanfang beim niederländischen Spitzenklub PSV Eindhoven. Dutzende Verletzungen warfen Mario Götze in der Vergangenheit aus der Bahn, erschwerten ihm eine Rückkehr zur alten Form. In der Folge kam er bei Ex-Klub Borussia Dortmund kaum noch zum Zug. Ganz anders sieht es nun bei seinem neuen Arbeitgeber aus, bei dem er im Oktober ablösefrei unterschrieb - und sich seitdem pudelwohl fühlt, wie er im Interview mit der Zeitung Eindhovens Dagblad verrät: "Wenn ich an meine damaligen Erwartungen zurückdenke, kann ich nur sagen, dass ich bei der PSV sehr zufrieden bin."

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Elf Jahre kickte der inzwischen 28 Jahre alte Mittelfeldspieler in der Bundesliga und gibt zu, dass er die Bedingungen bei der PSV anfangs unterschätzte: "Ich bin wirklich überrascht, wie professionell die Dinge hier ablaufen. Der Trainingskomplex ist fantastisch, ebenso wie das Philips Stadion." Lobende Worte findet Götze auch für seinen deutschen Trainer und dessen Spielphilosophie: "Das Spiel, das Roger Schmidt auf dem Platz sehen will – deshalb bin ich hierhergekommen. Hohe Intensität und hoher Druck, dieses Konzept passt zu mir. Der Trainer hat eine sehr klare Vision und kann seine Gedanken klar vermitteln."

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Erste Belege finden sich dafür bereits in der Europa League, in der sich Eindhoven für die Zwischenrunde qualifizieren konnte. In vier Spielen steuerte der "Golden Boy" von 2011 ein Tor bei. In der Liga steht das Team aktuell auf dem dritten Platz, Götze traf in fünf Partien dreimal, das erste Mal direkt im Premierenspiel. Dennoch findet er, dass die Mannschaft in der Liga "ein- oder zweimal zu wenig gewonnen" hat. Der offensive Mittelfeldspieler sieht noch Optimierungsmöglichkeiten - auch bei sich: "Es gibt immer Höhen und Tiefen. Die Herausforderung wird darin bestehen, das Optimum herauszuholen. Wir haben ein junges, flexibles Team", sagt Götze und gibt zu: "Ich selbst bin noch nicht da, wo ich sein kann." Dies läge auch daran, dass er wegen seines späten Wechsels im Sommer keine normale Vorbereitung mit der Mannschaft hatte. Hinzu kommt: "Wenn man plötzlich englische Wochen hat, ist das intensiv. Sie sehen auch in einer Reihe anderer Ligen, dass es für viele Mannschaften und Spieler eine außergewöhnliche Saison ist."



Zu alter Form zu finden sei aber ein großes Ziel des Weltmeisters von 2014, der sich damit auch für ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft empfehlen möchte: "Das ist sicherlich ein Ziel, und es wäre wunderbar, aber das liegt in den Händen des Bundestrainers. Ich bin ein Profi-Sportler und möchte das Allerhöchste erreichen. Das ist es, was ich jetzt mit der PSV will. Darauf habe ich im Moment Einfluss."