16. September 2021 / 18:25 Uhr

Immobile und Lazio, Boateng und Lyon, Götze und PSV: Favoriten-Check vor dem Start der Europa League

Immobile und Lazio, Boateng und Lyon, Götze und PSV: Favoriten-Check vor dem Start der Europa League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ciro Immobile, Jerome Boateng und Mario Götze haben alle Chancen auf Europa-League-Titel.
Ciro Immobile, Jerome Boateng und Mario Götze haben alle Chancen auf Europa-League-Titel. © IMAGO/GEPA pictures/PanoramiC/Montage
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Nach der Champions League startet am Donnerstag auch die Europa League in ihre neue Saison. Mehrere deutsche (Ex-)Nationalspieler gehören mit ihren Klubs zum erweiterten Favoritenkreis - darunter Mario Götze (PSV Eindhoven) und Jerome Boateng (Olympique Lyon). Der SPORTBUZZER macht den Check.

Die Europa League steht stets etwas im Schatten der Champions League. Doch auch in Europas vermeintlicher zweiter Liga spielen klangvolle Namen mit. Der SPORTBUZZER blickt auf die Favoriten des Wettbewerbs. Weitere prominente Klubs könnten in der dritten Runde, die nach dem Jahreswechsel ausgespielt wird, aus der Königsklasse dazu kommen - die dortigen Gruppendritten steigen in die Europa League ab.

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PSV Eindhoven

Nach dem Aus in der Champions-League-Qualifikation gegen Benfica Lissabon muss der Klub von Mario Götze eine europäische Etage tiefer ran - und hat da so etwas wie den Status eines Geheimfavoriten. Allerdings ist die Gruppe B, in der der niederländische Top-Verein spielt, prominent besetzt: Neben dem spanischen Vertreter Real Sociedad San Sebastian, der am Donnerstag (21 Uhr) auch Eindhovens erster Gegner ist, und Österreichs Außenseiter Sturm Graz treffen Götze und die PSV dort auch auf den AS Monaco mit Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac. Götzes kongenialer Partner in der PSV-Offensive ist der Israeli Eran Zahavi (34). Trainiert werden die Niederländer vom Deutschen Roger Schmidt. Derzeit führt die Mannschaft mit der Maximalausbeute von zwölf Punkten aus vier Spielen die Eredivisie an.

AS Monaco

Bei den Monegassen, deren Trainer Niko Kovac 2019 mit dem FC Bayern München das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal gewann, ist zu Beginn der Saison in der Ligue 1 noch Sand im Getriebe: Aus fünf Partien holte Monaco bislang erst vier Punkte. Neben Kevin Volland, der im Sommer 2020 von Bayer Leverkusen ins Fürstentum gewechselt war, stehen mit Alexander Nübel und Ismail Jakobs nunmehr zwei weitere Deutsche im Kader der AS. Keeper Nübel wurde bis 2023 von den Bayern, wo er hinter Manuel Neuer nur Ersatzmann war, ausgeliehen. Jakobs ging in diesem Sommer für eine Ablösesumme von 6,5 Millionen Euro vom 1. FC Köln an die Côte d'Azur. Für zwei Profis gab Monaco in der zurückliegenden Transfer-Periode allerdings noch mehr Geld aus. Myron Boadu (AZ Alkmaar, 17 Millionen Euro) und Jean Lucas (Olympique Lyon, 11 Millionen Euro).

Olympique Lyon

Gleich drei bekannte Gesichter aus der Bundesliga sind neu bei Frankreichs einstigem Serienmeister Lyon (2002 bis 2008). Als Trainer wechselte Peter Bosz, früherer Coach von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen, zu OL. Zudem verpflichtete Olympique für sechs Millionen Euro Xherdan Shaqiri vom FC Liverpool - der Schweizer stand von 2012 bis 2015 beim FC Bayern unter Vertrag. Dort spielte bis zum Ablauf seines Kontrakts am Ende der vergangenen Saison auch der 2014er Weltmeister Jerome Boateng. Kurz vor Ende der Europapokal-Meldefrist entschied sich der Abwehrspieler für den Wechsel nach Lyon. Sein Debüt bei OL gab Boateng beim 3:1 gegen Racing Straßburg. Aus fünf Begegnungen in der Ligue 1 sammelte Lyon acht Zähler, ist damit Siebter. Erster Gegner in der Europa League sind am Donnerstag (21 Uhr) die Glasgow Rangers, bei denen Liverpool-Legende Steven Gerrard Trainer ist.

SSC Neapel

Der Ex-Klub von Argentiniens verstorbenem Fußball-Idol Diego Maradona erlebt zurzeit einen Höhenflug. Nach einem 2:1-Sieg gegen Italiens momentan schwächelnden Rekordmeister Juventus Turin haben die Neapolitaner nach drei Spieltagen in der Serie A die Maximalpunktzahl auf dem Konto und liegen nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter Spitzenreiter AS Rom und der zweitplatzieren AC Mailand auf Rang drei. Napoli ist in Europa seit Jahren als spielfreudige Mannschaften mit einem temperamentvollen Publikum bekannt. Kostspieligster SSC-Transfer dieses Sommers: Matteo Politano, der für 19 Millionen Euro von Meister Inter Mailand kam. In der Europa-League-Gruppe C bekommt es Neapel mit Spartak Moskau, Legia Warschau und Leicester City zu tun. Die Engländer sind am Donnerstag (21 Uhr) auch erster Kontrahent der Elf von Trainer Luciano Spalletti.

Lazio Rom

Ein Name überstrahlt bei Lazio alles: Ciro Immobile. Der frühere Dortmunder (2014 bis 2015) wurde in diesem Sommer mit der italienischen Nationalmannschaft Europameister und ist der Torgarant der Römer. Bringt er seine Abschlussstärke auch in der Europa League zur Geltung, ist die Gruppe E mit Galatasaray Istanbul, Olympique Marseille und Lokomotive Moskau für Lazio womöglich nur der Anfang. Erster Gegner der Italiener am Donnerstag (18.45 Uhr): Galatasaray. Der Start in die Liga war für die Römer solide. Zwei Siege aus drei Duellen bedeuten Rang sieben mit sechs Zählern.


Bayer Leverkusen

Seit dem DFB-Pokalsieg 1993 ist Leverkusen ohne Titel - klappt es im kommenden Jahr auf europäischer Bühne mit dem großen Wurf? Der Auftakt in der Bundesliga war unter dem neuen, von den Young Boys Bern verpflichteten Trainer Gerardo Seoane jedenfalls ordentlich. Beim etwas unglücklichen 3:4 gegen Borussia Dortmund gab es jüngst die erste Pflichtspiel-Niederlage unter dem Schweizer. In der Europa League muss sich die Werkself in Gruppe G gegen Celtic Glasgow, Betis Sevilla und Ferencvaros Budapest behaupten. Gegen die Ungarn geht es für Bayer am Donnerstag (18.45 Uhr) auch los.