17. September 2020 / 13:40 Uhr

Michael Rummenigge über die Vereinssuche von Mario Götze: "Er verliert langsam die Nerven"

Michael Rummenigge über die Vereinssuche von Mario Götze: "Er verliert langsam die Nerven"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der frühere Nationalspieler Michael Rummenigge (links) spricht über die Vereinssuche von Ex-BVB-Profi Mario Götze.
Der frühere Nationalspieler Michael Rummenigge (links) spricht über die Vereinssuche von Ex-BVB-Profi Mario Götze. © dpa/Montage
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Mit Erschrecken verfolgt Ex-Nationalspieler Michael Rummenigge die weiterhin erfolglose Vereinssuche von Mario Götze. Der SPORTBUZZER-Kolumnist nennt die Gründe für die schwierigen Bemühungen - und mögliche Optionen.

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Nach Ansicht der ehemaligen Nationalspielers Michael Rummenigge manövriert sich der weiterhin vertragslose Mario Götze bei seiner Suche nach einem neuen Verein zunehmend in die Bredouille. Zuletzt hatte der 28-Jährige zum zweiten Mal binnen weniger Wochen den Berater gewechselt und wird nun von der LIAN Sports Group vertreten, die unter anderem auch den neuen Bayern-Star Leroy Sané berät. "Der erneute Beraterwechsel zeigt mir, dass er langsam die Nerven verliert", sagt SPORTBUZZER-Kolumnist Rummenigge über Götzes Entscheidung: "Denn: Es wird zunehmend klar, dass Mario auf dem Markt schwer vermittelbar ist."

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Rummenigge: Finanzielle Forderung von Götze "überzogen"

Der frühere Bundesliga-Profi des FC Bayern und von Borussia Dortmund weiter: "Es gab wohl Anfragen und Angebote, aber seine Forderungen mit Blick auf Gehalt und Handgeld sind derart überzogen, dass die Vereine abgewunken haben. Nun wird es eng. Denn wo soll er hinwechseln? Für die Premier League ist er zu langsam. In der Bundesliga käme vielleicht Hertha in Frage, aber die wollen ihn auch nicht. An den Spekulationen um die AS Monaco ist definitiv nichts dran." Die Alternativen scheinen für Götze, dessen Vertrag beim BVB am 30. Juni ausgelaufen war, also zunehmend weniger zu werden.

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Was wäre die Lösung? "Was am wahrscheinlichsten erscheint, ist die spanische Liga. Dort könnte er mit seiner technischen Spielweise gut hinpassen. Kicken kann er ja immer noch und mit kurzen Pässen bei irgendeinem Vereine eine ähnliche Rolle wie Xavi oder Iniesta einnehmen", meint Rummenigge, betont aber auch, dass ein solcher Klub nicht leicht zu finden sei. Folglich könne Götzes Suche noch lange und auch über das Ende der Wechselfrist am 5. Oktober hinaus andauern.

Rummenigge: Götze wäre für keinen Klub eine "Sofort-Hilfe"

"Da er ohne Vertrag ist, kann er auch danach noch bei einem neuen Klub unterschreiben", erklärt Rummenigge: "Ich bin mir sicher, dass es dann auch Angebote geben wird – aber Mario muss seine finanziellen Forderungen drastisch reduzieren. Und: Egal, bei welchem Verein – er wäre keine Sofort-Hilfe. Schließlich muss er ja über das Mannschaftstraining erstmal wieder an Praxis und Rhythmus gewinnen."

Götze müsse nun erkennen, dass Geld für ihn kein entscheidender Faktor sein dürfe. "Er muss endlich kämpfen, beißen und spucken. Sollte er zu all dem nicht bereit sein, halte ich nach wie vor sogar ein Karriereende für möglich", sagt Rummenigge. Götzes Freund und Weltmeister-Kollege André Schürrle hatte seine Laufbahn in diesem Sommer im Alter von nur 29 Jahren beendet.