22. Februar 2021 / 05:37 Uhr

Mario Korn und die Leidenschaft für den TSV Altenholz

Mario Korn und die Leidenschaft für den TSV Altenholz

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Mario Korn engagiert am Spielfeldrand.
Mario Korn engagiert am Spielfeldrand. © Griese
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Der KN-Sportbuzzer blickt zurück auf die Karrieren regionaler Fußballgrößen. Heute richtet sich unser Fokus aber mal nicht auf einen Torjäger oder Spielmacher, sondern auf einen Trainer aus Leidenschaft: Mario Korn

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Der Applaus und der Jubel gehören meist den Torjäger, den filigranen Mittelfeldakteuren und den Torhütern die einen sogenannten „Unhaltbaren“ aus dem Winkel gefischt haben und ihrem Team somit zum Sieg verholfen haben. Die Trainer stehen oft im Hintergrund oder in der zweiten Reihe. Doch dabei sind sie die Hauptprotagonisten, die ihre Mannschaften für den Erfolg geformt, eingestellt und aufgestellt haben. Einer von ihnen ist Mario Korn, der seit 1991 im TSV Altenholz tätig war. Und das ausschließlich im Jugendbereich. Nach der Meisterschaft 2017 mit den A-Junioren des TSVA beendete der Maler und Lackierer seine Trainerlaufbahn.

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Der heute 60-Jährige, der selber aktiv für den SV Felm, Osdorfer SV und UT Kiel die Stiefel geschnürt hat, bildete seit Jahrzehnten beim TSV Altenholz akribisch Nachwuchstalente aus. Spieler wie Björn Kastner, Malte, Ceynow, Lasse Jensen, Hendrik Peters und Jonas Schäfer, die über die Stadtgrenze hinaus bekannt sind, gingen durch seine „Schule“. Der Vater zweier Söhne ist begeisterter Fußballfan des FC St. Pauli, weil ihn das Drumherum des Kiezclub fasziniert. „Eigentlich schaut mein Vater alle Fußballspiele im Fernsehen. Egal ob Champions League oder 2. Bundesliga. Was gerade mit Holstein Kiel passiert, findet er auch spannend“, erklärt sein Sohn Marcel Korn, der als Trainer des Verbandsligisten 1. FC Schinkel tätig ist.

Trainer Mario Korn (Mitte) feiert mit seiner A-Jugend den Aufstieg.
Trainer Mario Korn (Mitte) feiert mit seiner A-Jugend den Aufstieg. © Privat

„Wir sind eine fußballbegeisterte Familie. Ohne meine Mutter wäre so einiges nicht möglich gewesen, aber sie interessiert sich ebenso für den Fußball“, verrät Marcel Korn. Korn Senior ist so etwas wie ein kleiner Groundhopper. Ein- bis zweimal im Jahr reist er quer durch Europa, um sich Spiele anzuschauen. „Das ist richtig. Er hat schon Spiele in England, Spanien, Griechenland und Deutschland besucht. Hauptsache Fußball“, grinst Marcel Korn, dessen Vater auch Erfolge vorweisen kann. „In der Saison 2016/17 ist er mit der A-Jugend aufgestiegen und im März 2015 konnte mein Vater mit den B-Junioren die Hallenkreismeisterschaft feiern“, erinnert sich Marcel Korn. Angebote aus dem Seniorenbereich lehnte Mario Korn stets ab. Die Arbeit mit den Jugendlichen hat ihm mehr Freude bereitet. Highlight für seine Mannschaften waren die jährlichen Bustouren zu einem Bundesligaspiel. Jedes Jahr mit 30 – 40 Personen in ein anderes Stadion. „Egal ob Bremen, Dortmund, Köln, Berlin oder Hamburg, mein Vater hatte immer großen Spaß daran“, erzählt Marcel Korn.

Korn Senior ist für Korn Junior sogar ein Trainer-Vorbild. „Mein Vater ist sehr ehrgeizig, fleißig und behandelt alle Spieler gleich. Er steht zudem immer zu seinem Wort. Das imponiert mir“, so Marcel Korn. 2016 wurde Mario Korn mit einer Ehrenmedaille für sein Engagement beim TSV Altenholz ausgezeichnet. Ehre, wem Ehre gebührt. Nicht immer nur den Torjägern und Spielmachern dieser Welt.


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