13. September 2021 / 21:13 Uhr

Mariusz Zmijak: "Der Knoten wird bei uns platzen"

Mariusz Zmijak: "Der Knoten wird bei uns platzen"

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Mariusz Zmijak ist sich sicher, dass er mit seinem Team den Klassenerhalt schafft.
Mariusz Zmijak ist sich sicher, dass er mit seinem Team den Klassenerhalt schafft. © Andrè Haase
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Verbandsliga Nord-Ost: Mit null Punkten aus vier Spielen und einem Torverhältnis von 2:25 steht der SV Wasbek mit dem Rücken zur Wand und steht völlig abgeschlagen am Tabellenende. Doch Chefcoach Mariusz Zmijak ist trotzdem optimistisch und weiß: "Den Klassenerhalt schaffen wir".

Der SV Wasbek war für viele Fachleute die unbekannte Größe in der Verbandsliga Nord-Ost. Mit viel Selbstbewusstsein ging die Mannschaft von SVW-Chefcoach Mariusz Zmijak in die Saison - zumal man in der abgebrochenen Saison 2020/21 in der Verbandsliga West hinter dem VfR Horst den zweiten Tabellenplatz belegte. Die Realität sieht jedoch anders aus. Vier Spiele - null Punkte. Zudem ein besorgniserregendes Torverhältnis von 2:25 und mit Tim Stegelmann (Kreuzbandriss), Hakon Schnoor (Knie-OP), Marek Brozny (Haarriss), Chris Missal (Gesundheitliche Probleme), Arion Jusufi und Jonathan Peters (beide treten kürzer) sieben Akteure fehlen, die zu dem Stammspielern gehören. Keine leichte Aufgabe für Mariusz Zmijak, die Mannschaft wieder aufzurichten. Im Interview mit dem KN-Sportbuzzer stand der 35-Jährige Rede und Antwort.

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KN-Sportbuzzer: Mariusz, Hand aufs Herz. Hast du mit solch einem Saisonstart gerechnet?

Mariusz Zmijak: Nein, natürlich nicht einmal im Ansatz. Dass es schwer werden würde, war mit aufgrund der sieben genannten Ausfälle klar. Aber, dass es so kommt, ist natürlich schon heftig.

Wie geht ihr und du damit um?

Die Jungs arbeiten weiter hart. Von Resignation keine Spur. Zwar haben wir momentan nur 15-16 Spieler, aber denen vertraue ich natürlich. Es sind gute Jungs, die nur mal ein Erfolgserlebnis benötigen.

Gehst du jetzt mehr auf die Spieler zu und redest mit ihnen über die Situation?


Ja. Das muss man ja auch. Für uns alle ist die Situation neu, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Unser erfahrener Kapitän Tobias Bogun geht da auch mit gutem Beispiel voran und baut die Jungs auf. Er bringt da all seine Erfahrungen mit rein.

Im Endeffekt kann für euch doch nur der Klassenerhalt das primäre Ziel sein?

Natürlich, alles andere wäre utopisch. Wir schaffen den Klassenerhalt definitiv. Der Knoten wird in den nächsten Spielen bei uns platzen. Uns fehlt einfach das Erfolgserlebnis. Gegen Bargstedt und Altenholz waren wir teilweise auf Augenhöhe und hatten auch unsere Torchancen. Aber wie es dann so ist, vorne triffst du nicht und hinten wirst du bestraft.

Du hast es angesprochen. Jetzt warten Fockbek und Schinkel auf euch. Verlieren ist verboten?

Ich gehe sogar noch weiter. Siege sind Pflicht. Es müssen sechs Punkte her. Das muss unser Anspruch sein.

Hast du mal daran gedacht, alles hinzuschmeißen?

Das stand nie zur Debatte. Ganz im Gegenteil. Ich stelle mich der Herausforderung. Wir werden das Ruder schon rumreißen.