19. Mai 2020 / 12:33 Uhr

Märkischer Ultramarathon: Steffen Fischer läuft sogar im rbb

Märkischer Ultramarathon: Steffen Fischer läuft sogar im rbb

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Kamera und Laufschuhe an, Steffen Fischer wurde von einem Reporterteam des Rundfunks Berlin-Brandenburg begleitet.
Kamera und Laufschuhe an, Steffen Fischer wurde von einem Reporterteam des Rundfunks Berlin-Brandenburg begleitet. © privat
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Laufen: Über das Projekt Rennsteiglauf vor der Haustür des Ludwigsfelders berichtet auch das Lokalfernsehen.

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Den Tag, eine geballte Ereigniskette, ließen sie in aller Ruhe ausklingen, ein ganz besonderer Höhepunkt aber wartete nach vielen außergewöhnlichen Momenten noch auf Familie Fischer. Im TV-Apparat lief Steffen Fischer noch einmal, obwohl er seine 74 Kilometer lange Lauftortur schon längst erfolgreich beendet hatte: Durch einen Bericht in der Märkischen Allgemeinen Zeitung über das Projekt „Rennsteiglauf vor der Haustür“ - der Lauf in Thüringen war wegen der Corona-Pandemie ausgefallen – war auch das rbb-Fernsehen auf die Aktion aufmerksam geworden und hatte einen Beitrag für die tägliche Wetterreportage bei „Brandenburg aktuell“ berichtet. Kurz vor acht Uhr am Sonnabendabend war Showtime für den Ludwigsfelder und seinen Anhang im dritten Programm.

Rund 14 Stunden vorher, in aller Frühe, als die märkische Region gerade erwachte, war das Team des Rundfunks Berlin-Brandenburg ausgerückt und hatte Steffen Fischer auf seinem Härtetest, bei dem er zu großer Form aufgelaufen war, begleitet: Kamera und Laufschuhe an, Leinen los. Aus seinem Wohnort Ludwigsfelde war Steffen Fischer in den blühenden, grün sprießenden Landkreis Teltow-Fläming gelaufen – und später dann medial in die weite Welt. „Anschließend haben mir dann eine ganze Menge Leute auf WhatsApp geschrieben, dass sie uns im Fernsehen gesehen haben und den Beitrag toll fanden“, berichtet Steffen Fischer, „sogar in Sachsen-Anhalt, Bremen und an der Nordseeküste wird RBB geguckt.“

In Bildern: Rennsteiglauf at home - Steffen Fischer läuft sogar im rbb.

Gut unterwegs: Steffen Fischer hat auch dank seiner Mitstreiter erfolgreich das Projekt Rennsteiglauf at home bestritten. Zur Galerie
Gut unterwegs: Steffen Fischer hat auch dank seiner Mitstreiter erfolgreich das Projekt Rennsteiglauf at home bestritten. © Privat

Zunächst aber hieß es laufen, laufen, laufen … als der passionierte Sportler die ersten Meter unter die Schuhe nahm, lagen noch 74 Kilometer – die Distanz des Ultramarathons des Rennsteiglaufes – vor ihm. „Nach dem aufregenden Start mit Joanna und Mathias vom RBB ging es durch den Wald und über Felder, wo man von der morgendlichen Stimmung eingefangen wird und einfach nur genießt“, berichtet der 55-Jährige. „Das Laufen geht da noch ganz leicht und wird fast zur Nebensache.“ Im rechten Moment folgten einige ganz besondere Begegnungen: Familie und Freunde hatten Versorgungs- und Anfeuerungspunkte organisiert.

„Nach reichlich zwei Stunden sorgte dann der erste Verpflegungspunkt, wieder mit rbb, für Abwechslung und verschaffte mir die Euphorie, wie sie der Rennsteiglauf auch erzeugt und alle Bedenken, dass sich dieses Gefühl nicht einstellen könnte, waren plötzlich zerstreut.“ Auch über schwierige Situationen hilft das Betreuerteam. Sogar eine Kollegin seiner Frau Katrin, die maßgeblich an der Ausrichtung beteiligt war, stand mit ihrer Familie um 9 Uhr bei Kähnsdorf am Wegesrand. Unerwartet.

Bei Kähnsdorf wartet unerwartete Unterstützung

„Im letzten Drittel der Strecke begann es dann, weh zu tun und der Kampf gegen den inneren Schweinehund nahm mehr Raum ein“ schildert Steffen Fischer, „um den zu gewinnen, ist Motivation unheimlich wichtig und die haben mir meine Streckenposten echt gegeben. Es war einfach unglaublich, mit welcher Begeisterung die ganze Familie für mich da war und mit einer tollen Organisation dafür gesorgt hat, dass ich nur noch laufen musste. So ist der Lauf zum Genuss geworden und ich habe komplett vergessen, dass ich eigentlich allein unterwegs war. Am Ende war ich dann nur noch happy und zufrieden.“ Und hatte sogar einen Auftritt im Fernsehen gehabt.