12. April 2019 / 18:23 Uhr

Markkleeberger Golf-Talent Lisa Marie Schumacher hat es in die Weltrangliste geschafft

Markkleeberger Golf-Talent Lisa Marie Schumacher hat es in die Weltrangliste geschafft

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
Lisa Marie Schumacher bei der Siegerehrung nach ihrem Erfolg bei der Faldo Middle East Series 2019 in Al Ain. 
Lisa Marie Schumacher bei der Siegerehrung nach ihrem Erfolg bei der Faldo Middle East Series 2019 in Al Ain.  © Privat
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Die 16-jährige Markkleebergerin hat es nach ihrem Erfolg bei der von Legende Nick Faldo initiierten Serie für Golf-Talente in  Al Ain in die Weltrangliste der Amateure geschafft. Steht sie nun vor einer großen Karriere?

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Leipzig. Wer kann schon von sich behaupten, bereits im April das größte Ziel des Jahres erreicht zu haben? Lisa Marie Schumacher kann es. Die Gymnasiastin aus Markkleeberg gewann ein Turnier der von Golf-Legende Nick Faldo initiierten Faldo-Series für Golf-Talente in Al Ain, Vereinigte Arabische Emirate. Der Sieg hievte die 16-Jährige in die Weltrangliste der Amateure (Platz 2840), in Europa ist sie auf Platz 54, im German Junior Golf Ranking auf Platz 2 notiert. So etwas hat in Sachsen, ja in ganz Mitteldeutschland vor ihr noch niemand geschafft. Das Tor für eine große Karriere steht ihr weit offen.

Im Alter von sechs Jahren begann Lisa Marie mit dem Golfen. „Weil Papa und Mama das auch gemacht haben“, erzählt sie. Nebenbei ging sie noch zum Schwimmtraining. Im Alter von sieben Jahren entschied sie sich für Golf („es ist vielseitiger“), mit acht erlangte sie Platzreife, mit zehn spielte sie ihr erstes Turnier. „Am Anfang war es nur Spaß, aber durch das regelmäßige Training haben sich Erfolge eingestellt“, sagt die Schülerin. Ihr Trainer Steve Murphy betreut sie noch heute. Schnell schaffte sie es in den Jugend-Landeskader, spielte im Länderpokal, man wurde auf ihr Talent aufmerksam. Seit letztem Jahr spielt sie für den 1. GC Fürth in der 2. Bundesliga, im Damen-Team. Sie empfängt die Spitzenförderung Bayerns – als Sächsin. Und sie hat schon Turniere auf der halben Welt gespielt, Irland, Belgien, Italien, Südafrika, dort in Pezula ist ihr Lieblings-Platz. Jetzt hat sie es also in die Weltrangliste geschafft. Für einen Teenager hört sich das nach einer Traumkarriere an. Aber vielleicht beginnt die ja gerade erst?

Ziel nach dem Abitur ist die weitere sportliche Ausbildung in den USA

Klar, es gibt noch ein Leben außerhalb der Golfplätze. Im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium besucht sie die 10. Klasse. Wegen der vielen Reisen und Trainingslager fehlt sie oft. „Aber es gab nie wirklich Diskussionen. Die Lehrer wissen Bescheid, die Mitschüler helfen mir. Ich muss natürlich alles nachholen und in mancher Woche fünf statt zwei Klausuren schreiben.“ Es gibt wohl auch deshalb keine Probleme, weil es gut läuft in der Schule, im Notendurchschnitt steht eine 1 vor dem Komma.

Das Abitur will sie auf jeden Fall ablegen, danach soll es in die USA gehen. Auf ein Golf-College, wohin sonst. Auch bis dorthin hat sich ihr Talent herumgesprochen. Schon jetzt habe sie Angebote von sechs Colleges, inclusive Vollstipendium, erzählt ihr Vater René. In den USA wird sich auch entscheiden, ob sie neben einem Beruf (Studienrichtung noch offen) ihr Hobby weiter auf hohem Niveau betreibt – oder Golf-Profi wird.

Doch das ist Zukunftsmusik. Aktuell muss sie sich über neue Ziele für 2019 Gedanken machen. Am Handicap (derzeit 1,6) feilen wäre eins. Noch besser: Das Grand Final der Faldo-Series im November gewinnen, für das sie qualifiziert ist. Der Sieger bekommt einen Startplatz bei einem Profi-Turnier.

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