08. Mai 2020 / 14:58 Uhr

Markkleeberger Kanuslalom-Weltcup auf Mitte Oktober verlegt

Markkleeberger Kanuslalom-Weltcup auf Mitte Oktober verlegt

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Kanuslalom Markkleeberg 01.07.2017 Weltcup Kanu Slalom Canoe C1 Frauen Damen Kanadier Canadier Halbfinale Andrea Herzog (GER)

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Andrea Herzog beim Slalom-Weltcup im Kanu C1 der Frauen im Kanupark Markkleeberg 2017. © Imago
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Das Kanuslalom-Weltcup-Finale soll laut Kanupark-Manager und Organisations-Chef Christoph Kirsten vom 15. bis 18. Oktober im Kanupark Markkleeberg stattfinden. Vorher sind Weltcups in Pau (Frankreich) und Prag geplant.

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Leipzig. Das diesjährige Weltcup-Finale der Kanuslalom-Elite soll auch nach den aktualisierten Plänen des Weltverbandes im Kanupark Markkleeberg stattfinden. Die ICF hat die hochkarätigste Slalom-Veranstaltung 2020 um drei Wochen nach hinten verlegt. Laut Kanupark-Manager und Organisations-Chef Christoph Kirsten ist der 15. bis 18. Oktober nunmehr der aktuelle Termin.

„Uns war wichtig, dass der Weltcup noch vor den Herbstferien angesetzt wird. In den Ferien haben wir immer ein Helferproblem. In diesem Jahr kommt hinzu, dass man womöglich nur in den Herbstferien richtig wegfahren kann“, so Kirsten.

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Hintergrund der Verschiebung ist der späte Saisoneinstieg. Denn wegen der Pandemie sind alle internationalen Kanu-Wettkämpfe bis Ende August abgesagt beziehungsweise verschoben. Da in Markkleeberg das Finale geplant ist, sollten zuvor noch die Weltcup-Stationen in Pau (Frankreich) und Prag durchgeführt werden. Gestrichen sind nach jetzigem Stand die Weltcups in Italien und der Slowakei. Die ICF schließt nicht aus, dass bis November um Weltranglistenpunkte gepaddelt wird.

Politik müsste Großveranstaltungen erlauben

Der aktualisierte Weltcup-Kalender steht freilich unter Vorbehalt. Zum einen müsste die Politik Großveranstaltungen ab Spätsommer wieder zulassen. Beim Slalom-Weltcup wird mit gut 500 Akkreditierten und je nach Wetterlage über 1000 Zuschauern gerechnet. „Geisterrennen“ sind bislang nicht geplant. Zum anderen müssten die Trainings- und Reisebeschränkung der teilnehmenden Nationen schrittweise aufgehoben werden. Der Leipziger Kanuclub als Ausrichter hat sich eine Deadline bis 30. Juni gesetzt. Um kein finanzielles Risiko einzugehen, werde man den Weltcup im Zweifel absagen.

Im Kanupark herrscht wieder reger Trainingsbetrieb. Per Ausnahmegenehmigung dürfen die 26 Bundeskaderathleten des Stützpunktes auf dem Wildwasserkanal in kleinen Gruppen trainieren, ab Montag gilt dies laut Stützpunktleiter Frithjof Bergner auch für die Landeskader. „Am Vereins-Bootshaus des LKC versuchen wir, demnächst Schritt für Schritt auch Kinder-Training anzubieten“, so LKC-Chef Bergner. Die 15 besten Nachwuchspaddler seines Vereins rechnen sich Chancen aus, bei der Junioren- und U23-WM im September in Slowenien zu starten. Völlig offen ist, wann und wo sie sich für diesen Saison-Höhepunkt qualifizieren können.