10. Juli 2019 / 11:38 Uhr

Marko Grujic über Hertha-Coach Covic: "Er half mir bei der Einrichtung der Wohnung"

Marko Grujic über Hertha-Coach Covic: "Er half mir bei der Einrichtung der Wohnung"

Maximilian Krone
Märkische Allgemeine Zeitung
Marko Grujic (l.) lacht zusammen mit Hertha-Trainer Ante Covic (M.).
Marko Grujic (l.) lacht zusammen mit Hertha-Trainer Ante Covic (M.). © dpa
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Bundesliga: Der Schlüsselspieler des Hauptstadtclubs spricht über sein besonderes Verhältnis zum neuen Hertha-Trainer Ante Covic, seine Ziele mit der "alten Dame" und wie er den Champions-League-Sieg seines Stammvereins FC Liverpool im Stadion erlebt hat.

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Marco Grujic gilt als Schlüsselspieler bei Hertha BSC: Ende Juni gaben die Berliner bekannt, dass die Leihe von Grujic vom FC Liverpool um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Der Serbe lief schon in der vergangenen Saison 22-mal für die Hertha auf und weckte auch das Interesse von anderen Vereinen. "Ich wollte Berlin nicht auf halbem Wege verlassen. Ich bin noch nicht fertig mit Hertha. Wir können auch als Mannschaft mehr leisten. Ein Platz unter den Top sieben ist drin", sagte der 1,91 Meter große Mittelfeldspieler nun in einem Interview mit der Sport Bild.

In Bildern: Der große Vergleich von Hertha BSC und Union Berlin

Der große Vergleich der beiden Hauptstadtclubs. Zur Galerie
Der große Vergleich der beiden Hauptstadtclubs. ©
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Grujic sprach mit dem Sportmagazin auch über die Unterschiede zwischen Vorgänger Pal Dardai und Neu-Coach Ante Covic: "Beide sind sehr leidenschaftlich. Das kann ich nach dieser kurzen Zeit jedenfalls schon sagen. Unter Pal mussten wir mehr auf defensive Dinge achten. Erst dann ging es darum, wie wir unsere Angriffe gestalten. Bei Ante gilt der erste Gedanke immer dem eigenen Spiel: Was machen wir mit dem Ball? Wir wollen hoch pressen, immer attackieren, den Ball besitzen und tiefe Pässe in die Mitte spielen. Das ist genau mein Spiel. Ich bin ein zentraler Spieler", plauderte Grujic aus dem Nähkästchen.

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Der gebürtige Belgrader kam 2015 für sieben Millionen Euro Ablöse von Roter Stern Belgrad zum FC Liverpool. Nach einer halbjährigen Leihe zu Cardiff City wurde der Mittelfeldmann für eine Gebühr von drei Millionen Euro an den Hauptstadtclub ausgeliehen. Mit seinen 20 Millionen Euro Marktwert war für viele Bundesligisten nur ein Leihgeschäft realistisch. Besonders bemüht hat sich Werder Bremen-Coach Florian Kohfeldt, der gegen Hertha-Trainer Ante Covic jedoch das Nachsehen hatte.

Marko Grujic: "Er war eine Art Freund"

"Nachdem ich nach Berlin kam, hat er mir unheimlich geholfen. Er brachte mir direkt ein paar wichtige deutsche Begriffe bei. Nach dem Mittagessen bin ich anfangs immer zu ihm in die Umkleide der U 23 gegangen. Er zeigte mir dann Gegenstände, zum Beispiel einen Ball, und sagte mir das deutsche Wort dafür. Er half mir auch bei der Einrichtung der Wohnung. Aber wir haben auch viel über mein Spiel gesprochen. In dieser Zeit war er eine große Hilfe, eine Art Freund. Jetzt ist er mein Trainer. Das ist eine andere Rolle", gab Grujic im Interview zu.

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Maximilian Mittelstädt ist bei Hertha BSC einer der Marktwertgewinner. Doch es gibt auch einige Verlierer im Kader der Berliner. In unserer Galerie seht ihr alle neuen Bewertungen durch das Portal transfermarkt.de für die Hauptstädter. ©

Der Serbe hat noch einen bis 2023 laufenden Vertrag beim Team von Jürgen Klopp, mit dem er nach der vergangen Saison auch in Kontakt war: "Ich war nach der vergangenen Saison einige Tage in Liverpool, habe ein paar medizinische Tests gemacht. Wir saßen zusammen und haben über meine Pläne gesprochen. Wir haben es beide ähnlich gesehen: Ich habe in Berlin erst 50 Prozent meiner Möglichkeiten abgerufen. Kleine Verletzungen hatten mich zurückgeworfen. Er fand auch, dass es für meine Entwicklung besser ist, ein weiteres Jahr in der Bundesliga zu bleiben."

Beim Champions-League-Finale zwischen Tottenham-Fans

Auch beim Königsklassen-Erfolg der Liverpooler war Grujic vor Ort - musste dafür jedoch zwischen den Anhängern aus London Platz nehmen. "Das war kurios. Ich hatte Tickets, saß aber auf der Seite der Tottenham-­Fans im Stadion. Ich hatte mich so sehr darauf gefreut, wie laut die Liverpool­-Fans „You’ll Never Walk Alone“ singen. Ich war dann echt traurig, dass ich sie nicht gehört habe, weil die Tottenham­-Anhänger gleich­zeitig ihre Songs sangen. Zum Glück haben sie am Spielende schnell das Stadion verlassen. So konnten wir mit den Spielern gemeinsam feiern", erzählte Grujic, dem nachdem Spiel bewusst wurde, "dass ich einem so großen Klub angehöre und wohin ich möchte. Wenn ich 34 sehr gute Spiele für Hertha mache, ist die Chance groß, nächstes Jahr echter Liverpool-Spieler zu sein."

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