20. September 2021 / 20:15 Uhr

Ferencvaros Budapest als zwölfte Profi-Station: Marin über Ziele, Fans und Personal beim Stöger-Klub

Ferencvaros Budapest als zwölfte Profi-Station: Marin über Ziele, Fans und Personal beim Stöger-Klub

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marko Marin heuert bei Ferencvaros Budapest um Trainer Peter Stöger an.
Marko Marin heuert bei Ferencvaros Budapest um Trainer Peter Stöger an. © IMAGO/Camera 4/International (Montage)
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Für Marko Marin geht es in der angebrochenen Saison einmal mehr bei einem neuen Klub weiter. Der ehemalige deutsche Nationalspieler spielt künftig für den ungarischen Meister Ferencvaros Budapest um Trainer Peter Stöger. Der Offensivallrounder erklärt seine Beweggründe für den Wechsel.

Ein Vereinswechsel ist für Marko Marin nichts Neues. Sein Engagement bei Ferencvaros Budapest markiert bereits die zwölfte Profi-Station des inzwischen 32-Jährigen. Beim von Ex-Bundesliga-Coach Peter Stöger trainierten ungarischen Meister unterzeichnete der Offensivspieler einen Ein-Jahres-Vertrag mit der Option auf eine weitere Saison. "Es gab mit Ferencváros immer mal wieder zwischendurch Kontakt in den letzten Jahren. Dieses Jahr hat es dann geklappt, ich habe mich gut dabei gefühlt", erklärt Marin im Interview mit transfermarkt.de das Zustandekommen des Transfers.

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Die Beweggründe für den Sprung nach Ungarn sind für den zuletzt vereinslosen Ex-Nationalspieler klar: "Es handelt sich um einen Traditionsklub und den größten Verein des Landes, der um die Meisterschaft spielt und in Europa das dritte Jahr in Folge vertreten ist. Ich finde, Ferencváros ist eine spannende Aufgabe." Ziel sei es, im Europapokal zu überwintern, um in der Rückrunde auf internationaler Bühne angreifen zu können. Einen ersten Rückschlag erlitten die Ungarn aber bereits, kassierten zum Auftakt der Gruppenphase ein knappes 1:2 gegen Bayer Leverkusen.

Abseits des Sportlichen sieht Marin seinen neuen Arbeitgeber auch im Umfeld gut aufgestellt. "Die ungarische Liga bietet viele neue Stadien. Ich habe mitbekommen, dass die Fans hier super sind. Im kleineren Stadion – wenn man den Vergleich zu Deutschland zieht – geht es stimmungsvoll zu." Zudem sei die Infrastruktur im Verein "sehr professionell", so der Ex-Bundesliga-Profi, der erklärt von einem ehemaligen Weggefährten aus Deutschlands Eliteklasse überzeugt worden zu sein. "Tamás Hajnal, den alle aus der Bundesliga kennen, ist hier Sportdirektor. Über ihn kam auch der Kontakt zustande, er hat mich komplett überzeugt", so Marin.

Der Mittelfeldspieler stand zuletzt ohne Vertrag da, nachdem sein Arbeitspapier beim saudi-arabischen Klub Al-Ahli im Sommer nicht verlängert worden war. Im Wüstenstaat war er seit 2020 für zwei Vereine aktiv. Marin galt eins als großes Nachwuchsversprechen im deutschen Fußball. 2007 feierte er sein Bundesliga-Debüt für Borussia Mönchengladbach, ein Jahr später folgte sein erster Auftritt in der DFB-Auswahl, für die er insgesamt 16 Mal auflief. Im Sommer 2009 wechselte er schließlich zu Werder Bremen, um bei den damals noch regelmäßig international vertretenen Hanseaten den nächsten Karriereschritt zu machen.

2012 folgte der Sprung zum FC Chelsea in die Premier League. In London konnte sich der Dribbelkünstler jedoch nicht dauerhaft durchsetzen und wurde letztlich zum Wandervogel. Nach zahlreichen Leihgeschäften landete er 2016 bei Olympiakos Piräus, von dort ging es weiter zu Roter Stern Belgrad und schließlich nach Katar.