04. Januar 2019 / 21:08 Uhr

Kommentar: Für Markus Eisenbichler war deutlich mehr drin

Kommentar: Für Markus Eisenbichler war deutlich mehr drin

Manuel Becker
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Markus Eisenbichler hat nach dem 13. Platz im dritten Springen der Vierschanzentournee keine Hoffnung mehr auf den Gesamtsieg.
Markus Eisenbichler hat nach dem 13. Platz im dritten Springen der Vierschanzentournee keine Hoffnung mehr auf den Gesamtsieg. © imago
Anzeige

Nach dem dritten Springen der Vierschanzentournee ist der Traum vom Gesamtsieg für den Deutschen Markus Eisenbichler bereits geplatzt. Zu groß ist der Abstand auf den Führenden Ryoyu Kobayashi. Für SPORTBUZZER-Redakteur Manuel Becker war auch mangelhaftes Selbstvertrauen ein Grund für den verpassten Sieg.

Anzeige

Kann man ihm das glauben? Er sei jetzt nicht unzufrieden, sagte Markus Eisenbichler nach dem dritten Springen in Innsbruck. Er sei ja immer noch gut dabei, und überhaupt sei es doch eine geile Tournee, die er da springe.

Anzeige

Natürlich ist es herausragend, was der 27-jährige Bayer da für Weiten von den Schanzen zaubert. In den vergangenen beiden Jahren belegte er am Ende der Tournee Platz sieben. Nun ist er DER deutsche Hoffnungsträger – nicht Andreas Wellinger, Severin Freund oder Richard Freitag. Das verdient Hochachtung und Respekt.

Skispringen: Alle Sieger der Vierschanzentournee

2001/2002: Sven Hannawald jubelt mit Bundestrainer Reinhard Hess (r.) und Co-Trainer Wolfgang Steiert. Sein Erfolg bei der Vier-Schanzen-Tournee löste in Deutschland einen Hype ums Skispringen aus... Zur Galerie
2001/2002: Sven Hannawald jubelt mit Bundestrainer Reinhard Hess (r.) und Co-Trainer Wolfgang Steiert. Sein Erfolg bei der Vier-Schanzen-Tournee löste in Deutschland einen Hype ums Skispringen aus... ©

Man will Eisenbichler zurufen: Trau dir mehr zu! Glaub an den Sieg!

Und trotzdem will man Eisenbichler zurufen: Trau dir mehr zu! Glaub an den Sieg! Wenn man nach zwei Springen so dicht dran ist am Überflieger Ryoyu Kobayashi, dann muss man den Biss und Willen haben, das ganz Große zu schaffen – den ersten deutschen Gesamtsieg seit Sven Hannawald 2002.

Mehr zum Skispringen

Dass dies in diesem Jahr gegen das japanische Sprungwunder besonders schwierig ist, steht außer Frage. Doch wenn Eisenbichler nach dem verpatzten Sprung zugibt, ihm habe das Selbstvertrauen gefehlt, er habe Meter verschenkt, dann weiß man: Es war mehr drin.

Jetzt geht das Daumendrücken für Platz zwei weiter – und das Warten auf einen deutschen Triumph.