11. April 2021 / 23:44 Uhr

Rückschlag gegen Mainz war zu viel: Markus Gisdol beim 1. FC Köln entlassen - Funkel Nachfolge-Favorit

Rückschlag gegen Mainz war zu viel: Markus Gisdol beim 1. FC Köln entlassen - Funkel Nachfolge-Favorit

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Markus Gisdol ist nicht mehr länger Trainer des 1. FC Köln.
Markus Gisdol ist nicht mehr länger Trainer des 1. FC Köln. © Getty Images
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Markus Gisdol ist nicht mehr länger Trainer beim abstiegsbedrohten Bundesligisten 1. FC Köln. Nach einer Niederlage gegen den direkten Konkurrrenten Mainz 05 entließ der Klub seinen Coach. Wer dessen Nachfolge antreten wird, ist noch nicht bekannt - ein alter Bekannter gilt als Favorit.

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Der 1. FC Köln hat seinen Trainer Markus Gisdol entlassen. Wie der Klub noch am Tag der 2:3-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Mainz 05 mitteilte, trennt sich der Tabellenvorletzte der Bundesliga mit sofortiger Wirkung von seinem Coach. Die Partie am Sonntag war bereits in der vergangenen Woche als "Job-Endspiel" für den 51-Jährigen tituliert worden - wie schon mehrere weitere Begegnungen im bisherigen Saisonverlauf. Doch dieser Rückschlag war nun einer zu viel. Über die Nachfolge will der FC "zeitnah" informieren.

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Die Entlassung von Gisdol ist mit der Abwärtsspirale der vergangenen Monate zu begründen, acht Spiele in Folge ist er mit seinem Team sieglos. Während die Mainzer in den vergangenen Wochen allmählich aus der Abstiegszone kletterten, fielen die Geißböcke als zweitschlechteste Rückrundenmannschaft immer weiter nach unten. Mit 23 Punkten liegt der FC aktuell drei Punkte sowohl hinter dem Relegationsrang, den Arminia Bielefeld belegt, als auch Platz 15, auf dem Hertha BSC (beide 26 Zähler) steht. Die 05er hingegen rangieren bereits fünf Punkte vor den Rheinländern.

Gisdol war Mitte November 2019 als Nachfolger von Achim Beierlorzer - der übrigens direkt danach zu Mainz wechselte und dort im vorigen Herbst gehen musste - zu den Kölnern gekommen. In der anfänglichen Euphorie bis zur Corona-Zwangspause ließ der ehemalige Coach der TSG Hoffenheim (2013 bis 2015) und des Hamburger SV (2016 bis 2018) den FC gar von der Europa League träumen. Doch schon in der Schlussphase der vergangenen Spielzeit ging es für die Domstädter dann nur noch um den Klassenerhalt. So ging es seit Sommer weiter: Seit dem 2. Spieltag stand Köln nie besser da als Platz 14 - und die Verantwortlichen sind nun der Meinung, dass die Rettung - wenn überhaupt - nur ohne Gisdol noch gelingen kann.

Als Nachfolger ist der eigentliche Trainer-Rentner Friedhelm Funkel (67) im Gespräch. Brisant: Die letzte Station von Funkel war der FC-Rivale Fortuna Düsseldorf. Berichten zufolge könnte der Routinier den Klub in den restlichen sechs Saisonspielen übernehmen und versuchen, ihn vor dem Gang in die 2. Liga zu bewahren. "Mich hat noch niemand kontaktiert. Das Spiel ist aber auch gerade erst vorbei", sagte Funkel dem Express am Sonntagabend. Demnach halte er sich aber für eine kurzfristige Amtsübernahme bereit.