17. November 2020 / 10:02 Uhr

Bericht: Markus Gisdol wollte Max Kruse nach Köln holen – Juristen verhinderten Wechsel 

Bericht: Markus Gisdol wollte Max Kruse nach Köln holen – Juristen verhinderten Wechsel 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Markus Gisdol (links) wollte Max Kruse wohl zum 1. FC Köln holen.
Markus Gisdol (links) wollte Max Kruse wohl zum 1. FC Köln holen. © Getty Images/Montage
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Max Kruse wäre offenbar fast beim 1. FC Köln gelandet. Der abstiegsgefährdete Bundesligist soll sich im Sommer intensiv mit einer Verpflichtung des Offensivspielers beschäftigt haben. Trainer Markus Gisdol bekam seinen Wunschspieler aber wohl nach einer negativen Bewertung der Juristen nicht.

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Dieser Nicht-Transfer lässt sich wohl als verpasste Chance abstempeln: Wie die Bild berichtet, befasste sich der 1. FC Köln mit einem Transfer von Max Kruse. Der Stürmer war im Sommer ablösefrei und stand offenbar beim Bundesliga-Klub vom Rhein hoch im Kurs. Besonders Trainer Markus Gisdol soll sich für eine Verpflichtung des 32-Jährigen stark gemacht haben. Er habe Kruse als idealen Nachfolger für Schalke-Leihgabe Mark Uth gesehen. Doch am Ende verhinderte wohl die Einschätzung von Juristen die Verpflichtung des Angreifers.

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Der Transfer sei den Kölnern zu riskant gewesen, da Kruses Ex-Klub Fenerbahce Istanbul den 32-Jährigen verklagt hatte. Die Türken drohten nach der Kruse-Kündigung mit dem Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Mögliche folgende Forderungen gegenüber dem neuen Verein und die Unklarheit über eine zeitnahe Spielgenehmigung seien am Ende ausschlaggebend gewesen, warum sich der Effzeh gegen eine Verpflichtung entschieden hatte. Der Klub hatte bereits bei Anthony Modeste negative Erfahrungen mit den Behörden gemacht.

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Die Entwicklung bei Kruse verlief aber nicht so wie zunächst von den Kölnern erwartet. Union Berlin erhielt nach etwa vier Wochen die Spielgenehmigung für den Ex-Nationalspieler. Und dann schlug der 32-Jährige mit drei Toren und fünf Vorlagen so richtig bei den Eisernen ein. Kruse ist und bleibt auch auf seiner nun schon siebten Station als Profifußballer einfach speziell - ob auf oder neben dem Platz. "Man hat gut gesehen, dass beide voneinander profitieren: die Mannschaft von Max und auch Max von der Mannschaft", erklärte Trainer Urs Fischer: "Auf der einen Seite spürt er die Unterstützung, die auch ein Spieler von seiner Qualität braucht. Auf der anderen Seite ist er sich nicht zu schade, auch lange und weite Wege in Kauf zu nehmen. So kann es funktionieren."