17. Mai 2019 / 17:19 Uhr

Markus Krug läuft im letzten Pflichtspiel für Lok Leipzig als Kapitän auf

Markus Krug läuft im letzten Pflichtspiel für Lok Leipzig als Kapitän auf

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Mit 30 Jahren stehen wichtige Dinge im Leben an. „Meine Familie rückt in den Vordergrund. Jahrelang habe ich Lok alles untergeordnet – Hochzeiten oder Familienfeiern verpasst. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Training oder Spiel ausfallen zu lassen.“ Damit ist für Markus Krug Schluss.
Mit 30 Jahren stehen wichtige Dinge im Leben an. „Meine Familie rückt in den Vordergrund. Jahrelang habe ich Lok alles untergeordnet – Hochzeiten oder Familienfeiern verpasst. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Training oder Spiel ausfallen zu lassen.“ Damit ist für Markus Krug Schluss. © Imago
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Mit 30 Jahren stehen wichtige Dinge im Leben an. „Meine Familie rückt in den Vordergrund. Jahrelang habe ich Lok alles untergeordnet – Hochzeiten oder Familienfeiern verpasst. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Training oder Spiel ausfallen zu lassen.“ Damit ist für Markus Krug Schluss.

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Leipzig. Der aktuelle Rekordmann des 1. FC Lok (218 Pflichtspiele) beendet im Sommer seine Laufbahn und blickt optimistisch in die blau-gelbe Zukunft: „Man erkennt deutlich die Entwicklung. Es ist viel passiert, auch im Stadion und im Umfeld. Es ist eine stetige Weiterentwicklung.“ Seine Highlights aus zehn Jahren? „Die Derbysiege in Leutzsch waren ganz nett“, so der Verteidiger, „die Aufstiege überragend.“

Als 20-Jähriger kam Krug aus Halle nach Probstheida, erlebte zehn Trainer, Auf- und Abstiege sowie die Umstellung auf Profitum im Sommer 2018. Am Samstag (13.30 Uhr) wird er gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf ein letztes Mal in einem Pflichtspiel im Lok-Trikot auflaufen. Als Kapitän versteht sich. „Es wird ein Wechselbad der Gefühle“, prognostiziert der Verteidiger, der sein 100. Regionalliga-Spiel absolvieren wird.

„Er hat Bock auf unser Projekt“

Irgendwann möchte Krug zurückkehren in einer administrativen Funktion, bis dahin hat der Familienvater einen kleinen Sohnes (Moritz/1) den Wunsch: „Auf der Tribüne sitzen, den Jungs zugucken und erfolgreichen Fußball sehen.“ Um dies umzusetzen, bastelt Teamchef Björn Joppe am Kader für die neue Saison. Am Samstag wird Djamal Ziane seinen Vertrag verlängern, mit Aykut Soyak, der vom FC Viktoria Berlin kommt, steht der erste Neuzugang fest – zwei weitere sollen folgen. Stephané Mvibudulu, einst Lok-Jugend, vom Drittligisten Sonnenhof Großaspach und Ex-Bundesligaspieler Christian Tiffert (u.a. VfB Stuttgart, Kaiserslautern, Aue, Hallescher FC) stehen auf der Liste. Joppe möchte beide haben, doch fix sei noch nichts. „ Wenn wir uns einig werden, steht nichts im Weg“, so Loks Teamchef.

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Tiffert könnte trotz des vorangeschrittenen Alters von 37 Jahren eine richtige Verstärkung sein, der Mittelfeldspieler bringt Übersicht, starke Standards und eine hohe Erfahrung für den Aufstiegskampf 2019/20 mit. Der drei Jahre ältere Joppe lockt mit den ambitionierten Zielen: „Er hat Bock auf unser Projekt: oben mitzuspielen und im bestmöglichen Fall Meister zu werden.“

„Natürlich sollte Platz 1 immer das Ziel sein“

Genau wie Krug damals würde Tiffert vom Halleschen FC in die Messestadt wechseln. Den gleichen Wechsel vollzog im Übrigen auch der erst 20-Jährige Pascal Pannier, der dieses Jahr unter Joppe auf der für ihn zunächst ungewöhnlichen Linksverteidiger-Position zum Stammspieler reifte . „Seitdem funktioniert es ganz gut“, sagt der bescheidene Hallenser, der Sport und Geografie auf Lehramt studiert. Auch er weiß, wohin er mit Lok will: „Wir wollen uns als Team verbessern. Natürlich sollte Platz 1 immer das Ziel sein, aber wir müssen einfach bestmöglich performen. Das Chemnitz-Spiel vor so vielen Zuschauern stichelt mich an, noch mehr zu arbeiten.“

Etwas lockerer werden es alle Beteiligten sicherlich bei Markus Krugs Abschiedsspiel am 6. September im Bruno-Plache-Stadion angehen. Bereits 700 Karten wurden verkauft für Krug & Friends gegen das aktuelle Lok-Team. „Ich habe die Mannschaftsposter der letzten Jahre genommen und aus jeder Saison Spieler gefragt“, so Krug. Sicher wird auch der ein oder andere Sommer-Neuzugang auflaufen.

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