30. November 2021 / 10:01 Uhr

Ministerpräsident Markus Söder will Geisterspiele in Bayern - Hoffnung auf bundeseinheitliche Lösung

Ministerpräsident Markus Söder will Geisterspiele in Bayern - Hoffnung auf bundeseinheitliche Lösung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Will mindestens für Bayern Geisterspiele im Profifußball wieder einführen: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.
Will mindestens für Bayern Geisterspiele im Profifußball wieder einführen: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. © IMAGO/Sven Simon
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder pocht vor den Beratungen zwischen Bund und Ländern am Dienstag auf die Wiedereinführung von Geisterspielen im Fußball. "Es macht auf absehbare Zeit keinen Sinn, wieder Zuschauer zuzulassen", sagte Söder, der Geisterspiele notfalls zumindest für Bayern durchsetzen will.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will angesichts der zugespitzten Lage in der Coronavirus-Pandemie im Fußball Geisterspiele auch dann durchsetzen, wenn sich Bund und Länder nicht auf ein einheitliches Vorgehen verständigen können. "Es macht auf absehbare Zeit keinen Sinn, wieder Zuschauer zuzulassen", sagte er am Dienstagmorgen dem Bayerischen Rundfunk. "Es ist eine wichtige Forderung, dass wir heute bundeseinheitlich beschließen, dass wir künftig keine Zuschauer mehr machen. Wenn das auf Bundesebene nicht funktioniert, würden wir das für Bayern allein machen." In Sachsen wird bereits ohne Zuschauer gespielt, so geschehen etwa beim Bundesliga-Heimspiel von RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen am Sonntag (1:3).

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Seit vergangenem Mittwoch gelten in bayerischen Fußballstadien eine Obergrenze von maximal 25 Prozent Auslastung und die 2G-plus-Regel. Das heißt, geimpfte oder genesene Besucher müssen zusätzlich negativ getestet sein.

Am Dienstag wollen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder telefonisch über die Krise beraten. Zuletzt hatte es auch unter Spitzenpolitikern Debatten etwa um die hohe Stadion-Auslastung beim Rhein-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (4:1) mit bis zu 50.000 Fans gegeben. Die kurzfristig angeordnete Maskenpflicht war dabei vielfach missachtet worden.